15.11.2012 13:07
Bewerten
(0)

Börse Frankfurt am Mittag: Klar im Minus, Merck nach Zahlen gesucht

DRUCKEN

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Standardwerte tendieren im Donnerstaghandel auch zur Mittagszeit schwächer und knüpfen damit an ihre negative Vortagesperformance an. Dabei drücken die deutlich negativen Vorgaben von der Wall Street auf die Kauflaune der Investoren. Im Blickfeld der Investoren stehen dabei neben Konjunkturdaten auch noch einige Quartalsbilanzen. Der DAX verschlechtert sich aktuell um 0,57 Prozent auf 7.061,63 Punkte, während der MDAX um 1,17 Prozent auf 11.115,06 Stellen nachgibt. Für den SDAX geht es derweil um 0,49 Prozent auf 4.933,47 Zähler nach unten. Der TecDAX notiert mit 0,77 Prozent im Minus bei 796,38 Punkten. Der Bund-Future verschlechtert sich um 0,23 Prozent auf 143,03 Punkte, während sich der Euro um 0,29 Prozent auf 1,2763 US-Dollar verteuert.

Die deutsche Wirtschaft wächst weiter, die Dynamik lässt aber nach. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt - im dritten Quartal 2012 um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal, nach Zuwächsen von 0,3 Prozent im zweiten Quartal und 0,4 Prozent im Vorjahresquartal. Im Vorjahresvergleich stieg das preisbereinigte BIP um 0,4 Prozent, nach Zuwächsen von 0,5 Prozent im Vorquartal und 2,6 Prozent im dritten Quartal 2011. Der vergleichsweise geringe Zuwachs ist wie schon im zweiten Quartal unter anderem einem Kalendereffekt geschuldet. Nach Kalenderbereinigung ergibt sich ein entsprechend stärkerer Anstieg des BIP von 0,9 Prozent. Unterdessen zog die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland im dritten Quartal 2012 gegenüber dem Vorjahresquartal an. Nach vorläufigen Berechnungen hatten rund 41,71 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland. Das waren 360.000 Personen oder 0,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im zweiten Quartal hatte die Zuwachsrate noch 1,1 Prozent betragen.

Der ifo Weltwirtschaftsklimaindikator ist im vierten Quartal weiter gesunken. Dies geht aus den Ergebnissen des Ifo World Economic Survey (WES) hervor, die das ifo Institut für Wirtschaftsforschung heute vorlegte. Mit 82,4 Punkten lag der entsprechende Index unter dem Wert vom Vorquartal mit 85,1 Zählern aber über dem Vorjahresniveau von 78,7 Punkten. Im Einzelnen schrumpfte der Subindex zur Lage von 78,5 Zählern im Vorquartal auf 76,6 Zähler, während der Teilindex der Erwartungen auf 87,7 Punkte zurückging, nach zuvor 91,2 Punkten.

Die Wall Street dürfte heute mit Aufschlägen in den Handel starten. So verbessert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,07 Prozent. Der NASDAQ-Future legt um 0,09 Prozent zu, während der S&P-Future 0,13 Prozent gewinnt. Aus den USA werden heute die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Verbraucherpreise, der Empire State Manufacturing Index, die Realeinkommen, der Philadelphia-Fed-Index und die Öllagerbestände gemeldet.

Merck können nach positiv aufgenommenen Quartalszahlen im Dax um 0,3 Prozent zulegen. Der Pharmakonzern verlautbarte, dass sein Gewinn im dritten Quartal trotz eines starken Umsatzwachstums gesunken ist. Zurückzuführen war dies auf erhöhte Sondereinflüsse. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen konnte dagegen gesteigert werden. Angesichts der Performance im dritten Quartal 2012 passt Merck zudem seine Prognose für das Geschäftsjahr 2012 an. So geht man davon aus, im Konzern Gesamterlöse von 10,9 bis 11,0 Mrd. Euro sowie ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 2,90 bis 2,95 Mrd. Euro zu erzielen. Daneben notieren nur noch Deutsche Bank, Deutsche Telekom und ThyssenKrupp in der Gewinnzone. Am Indexende fliegen nach wie vor Deutsche Lufthansa mit einem Wertverlust von 3,3 Prozent hinterher. Schließlich verbuchen Volkswagen (Volkswagen vz) einen Abschlag von 0,2 Prozent. Die Nutzfahrzeugsparte des Automobilkonzerns konnte in den ersten zehn Monaten des laufenden Fiskaljahres einen Absatzanstieg vorweisen.

GSW Immobilien verlieren im MDAX 1,8 Prozent an Wert. Der Konzern konnte nach eigenen Angaben in den ersten neun Monaten dieses Jahres das Vermietungs- und Bewirtschaftungsgeschäft erfolgreich gestalten und gleichzeitig den Expansionskurs fortsetzen. Das Ergebnis aus Vermietung und Verpachtung wurde deutlich erhöht. Beim operativen Ergebnis legte man ebenfalls zu, während das Konzernergebnis rückläufig war. Die für die Dividendenzahlung relevante Kennzahl FFO I (Funds from Operations, ohne Vertriebsergebnis) stieg dagegen in Folge der operativen Performance und des höheren Bestandes im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich auf 50,0 Mio. Euro. Des Weiteren hat der Vorstand des Immobilienkonzerns mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, eine unbesicherte, nicht nachrangige Wandelanleihe in Höhe von rund 185 Mio. Euro und einer Laufzeit bis November 2019 zu begeben. Die Wandelschuldverschreibungen sind in rund 5,1 Millionen neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der GSW Immobilien AG wandelbar. Die rote Laterne wird im MDAX zur Stunde von FUCHS PETROLUB mit einem Minus von 5,2 Prozent getragen, während gleichzeitig vorne ElringKlinger um 1,7 Prozent vorrücken.

Evotec (Evotec) ist mit der Haplogen GmbH eine Kooperationsvereinbarung zur Erforschung und Entwicklung niedermolekularer Wirkstoffe gegen virale Infektionskrankheiten eingegangen. Die Aktie des Biotechnologiekonzerns verschlechtert sich um 0,9 Prozent.

Zahlen gab es heute auch aus dem SDAX. SKW Stahl-Metallurgie liegt eigenen Angaben zufolge trotz der sich verschlechternden Rahmenbedingungen auch nach neun Monaten 2012 weiter auf einem soliden Kurs. Der Konzernumsatz zeigte sich leicht rückläufig. Das EBITDA lag ebenfalls unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Das Papier fällt um 1,1 Prozent. VTG verzeichnete unterdessen in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen leichten Umsatzanstieg. Der Gewinn war allerdings deutlich rückläufig. Für das laufende Fiskaljahr bestätigte man die im August konkretisierte Prognose. Der Titel verliert 1,6 Prozent an Wert.

Schließlich geht es für Air Berlin um 1 Prozent nach oben. Die Fluggesellschaft gab schon gestern ihre Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal bekannt. So konnte das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal gesteigert werden. Beim Umsatz legte man daneben leicht zu.

DAX: 7.061,63 (-0,57 Prozent) MDAX: 11.115,06 (-1,17 Prozent) SDAX: 4.933,47 (-0,49 Prozent) TecDAX: 796,38 (-0,77 Prozent) (15.11.2012/ac/n/m)

Anzeige

Nachrichten zu Merck KGaA

  • Relevant
    1
  • Alle
    1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Merck KGaA

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
06.10.2017Merck NeutralJP Morgan Chase & Co.
05.10.2017Merck HaltenIndependent Research GmbH
04.10.2017Merck buyKepler Cheuvreux
02.10.2017Merck buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
29.09.2017Merck buyWarburg Research
04.10.2017Merck buyKepler Cheuvreux
02.10.2017Merck buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
29.09.2017Merck buyWarburg Research
29.09.2017Merck buyCitigroup Corp.
29.09.2017Merck buyUBS AG
06.10.2017Merck NeutralJP Morgan Chase & Co.
05.10.2017Merck HaltenIndependent Research GmbH
29.09.2017Merck NeutralJP Morgan Chase & Co.
29.09.2017Merck HoldCommerzbank AG
22.09.2017Merck Equal-WeightMorgan Stanley
18.07.2017Merck VerkaufenDZ BANK
07.04.2017Merck ReduceHSBC
21.06.2016Merck UnderweightMorgan Stanley
20.05.2016Merck UnderweightMorgan Stanley
04.03.2016Merck UnderweightMorgan Stanley

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Merck KGaA nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Payment-Trend: Der Vormarsch von digitalen Zahlungsabwicklern

Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, warum vor allem asiatische Unternehmen beim Mobile-Payment eine wichtige Rolle spielen und welche Aktien vom mobilen Bezahlen profitieren könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX etwas fester -- Nikkei schafft längste Gewinnserie aller Zeiten -- Desolate Lage von Air Berlin schlimmer als gedacht -- Toshiba mit Gewinnwarnung -- BMW, Infineon, Alno im Fokus

London steht vor erstem großen russischen Börsengang seit 2014. JOST Werke-Aktien auf Rekordstand. Philips steigert im dritten Quartal Gewinn dank guter Geschäfte in China. Rajoy kündigt Regierungsabsetzung in Katalonien an. Bürger in Norditalien stimmen für mehr Autonomie.

Top-Rankings

KW 42: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
KW 42: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Die CDU hat rund zwei Prozentpunkte bei der Niedersachsen-Wahl verloren. Nun fordern Konservative Merkels Rücktritt. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
EVOTEC AG566480
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
Scout24 AGA12DM8
GeelyA0CACX
Infineon AG623100
CommerzbankCBK100
Allianz840400
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
Nordex AGA0D655
Bitcoin Group SEA1TNV9