11.12.2012 13:11
Bewerten
 (0)

Börse Frankfurt am Mittag: Mehrheitlich im Plus, ThyssenKrupp im Höhenrausch

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes notieren am Dienstag zur Mittagszeit nach einem besser als erwartet ausgefallenen ZEW-Konjunkturindex mehrheitlich in der Gewinnzone. Der DAX verbessert sich aktuell um 0,63 Prozent auf 7.578,34 Punkte, während der MDAX um 0,60 Prozent auf 11.970,49 Stellen zulegt. Für den SDAX geht es derweil um 0,32 Prozent auf 5.141,61 Zähler nach oben. Der TecDAX fällt um 0,03 Prozent auf 831,43 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,16 Prozent auf 145,37 Punkte, während sich der Euro um 0,46 Prozent auf 1,2996 US-Dollar verteuert.

Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte, sind die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland um 22,6 Punkte gestiegen und stehen nun bei 6,9 Punkten. Hiermit steht der Indikator zum ersten Mal seit Mai 2012 im positiven Bereich. Der deutliche Anstieg des Indikators drückt die Erwartung der Finanzmarktexperten aus, dass sich die Konjunktur in Deutschland bis zum Frühsommer 2013 stabilisiert. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich im Dezember praktisch nicht verändert. Der entsprechende Indikator steigt um 0,3 Punkte und notiert nun bei 5,7 Punkten. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sind im Dezember ebenfalls gestiegen. Der entsprechende Indikator steigt um 10,2 Punkte gegenüber dem Vormonat und liegt nun bei 7,6 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum ist im Dezember beinahe unverändert und befindet sich nun bei -79,9 Punkten (+0,4 Punkte zum Vormonat). Unterdessen hat das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) seine BIP-Prognose für 2013 nach unten korrigiert. Dabei würden schwächelnde Exporte die Konjunktur im nächsten Jahr dämpfen. So erwartet das Institut für 2013 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um nur noch 0,3 Prozent; nach einem Zuwachs um 0,7 Prozent im laufenden Jahr. Damit ist das Institut skeptischer als bei seiner Prognose vom September, als für 2013 noch ein Zuwachs von 1 Prozent vorhergesagt worden war.

Die deutschen Großhandelsverkaufspreise sind derweil im November nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit verlangsamtem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Preise um 3,2 Prozent, nach Zuwächsen von 4,6 Prozent im Oktober und 4,9 Prozent im November 2011. Die um 2,2 Prozent höheren Preise im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen hatten einen wesentlichen Anteil an der Preisveränderung gegenüber dem Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vormonat gingen sie aber um 4,0 Prozent zurück. Ferner gingen die Großhandelspreise binnen Monatsfrist um 0,7 Prozent zurück, während sie im Oktober um 0,6 Prozent gefallen und im November 2011 um 0,7 Prozent gestiegen waren.

Die Wall Street dürfte heute mit Zugewinnen in den Handel starten. So geht es für den Dow Jones Future derzeit um 0,36 Prozent nach oben. Der NASDAQ-Future steigt um 0,29 Prozent, während sich der S&P-Future um 0,33 Prozent verbessert. Aus den USA werden heute die Handelsbilanz und die Lagerbestände im Großhandel gemeldet.

Im Blickfeld der Investoren stehen heute im Dax die Anteilsscheine von ThyssenKrupp , die als bester Wert um 6,3 Prozent nach oben schießen. Der Industriekonzern hat bereits gestern Wertberichtigungen in Milliardenhöhe bei Steel Americas angekündigt. Zudem wurde erklärt, aufgrund eines Milliardenverlusts für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Dividendenzahlung vorzunehmen. Wegen des fortgeschrittenen Stadiums des Verkaufsprozesses der Werke in Brasilien und den USA wurde die Business Area für das Geschäftsjahr 2011/2012 als nicht fortgeführte Aktivität ausgewiesen. In diesem Zusammenhang wurden zudem Wertberichtigungen in Höhe von 3,6 Mrd. Euro bei Steel Americas vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2011/2012 musste ThyssenKrupp bei seinen fortgeführten Aktivitäten (ohne Inoxum und Steel Americas) einen rückläufigen Auftragseingang ausweisen. Auch der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten lag unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Das bereinigte EBIT der fortgeführten Aktivitäten halbierte sich. Der Jahresfehlbetrag des Gesamtkonzerns betrug -5,0 Mrd. Euro und erhöhte sich um -3,2 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahreswert. Der Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG am Jahresfehlbetrag betrug -4,7 Mrd. Euro bzw. -194 Mio. Euro für das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten.

Das Gasfördergeschäft des Energieversorgers E.ON (EON SE) steht derweil einem Medienbericht zufolge deutlich unter Druck. Der Gewinn der Förder-Sparte Exploration & Production brach in den ersten neun Monaten 2012 laut Zwischenbericht um 25 Prozent auf 421 Mio. Euro ein. Für das kommende Jahr sollen einem Pressebericht zufolge die Gas-Manager weitere Gewinne bei der Zentrale abgemeldet haben. Ursache seien offenbar Schwierigkeiten, die Förderung in dem Gas- und Ölfeld Skarv in der Nordsee vor Norwegen hochzufahren. E.ON steigen um 1,3 Prozent. Unterdessen erweitert die zum Automobilhersteller Daimler gehörende Sparte Daimler Trucks die Produktion bei der Detroit Diesel Corp. am Standort Redford im US-Bundesstaat Michigan. Wie schon gestern mitgeteilt wurde, wird die Nutzfahrzeugtochter insgesamt 120 Mio. US-Dollar in den Ausbau der Produktion am Standort Redford investieren. Das Papier fährt um 1,1 Prozent vor. Schlusslicht im DAX sind Deutsche Post mit einem Minus von 0,6 Prozent.

Dürr (Duerr) legen um 0,3 Prozent zu. Der Maschinen- und Anlagenbauer investiert in den Ausbau seines Geschäfts in China und Südostasien. So errichtet man derzeit in Shanghai einen modernen Fertigungs- und Bürokomplex, in dem ab 2013 schrittweise alle Aktivitäten des Maschinenbau-Unternehmensbereichs Measuring and Process Systems unter einem Dach konzentriert werden. Der neue Standort im Stadtteil Baoshan soll stufenweise für bis zu 1.000 Mitarbeiter ausgelegt werden. Im MDAX geht es zur Mittagszeit an der Indexspitze für Wincor Nixdorf um 4 Prozent nach oben, während gleichzeitig die rote Laterne von BayWa mit einem Abschlag von 0,5 Prozent getragen wird.

XING startet eine Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit (BA). Arbeitgeber, die bei XING eine Stellenanzeige veröffentlichen, haben ab sofort die Möglichkeit, diese zusätzlich in der JOBBÖRSE der BA kostenlos einzustellen und damit ihre Reichweite zu erhöhen. Des Weiteren startet die BA eine Erprobungsphase zum Einsatz von XING bei der Personalsuche. Die Aktie verteuert sich um 0,2 Prozent. Derweil hat PSI einen weiteren Auftrag erhalten. So wurde der Konzern von der Krakatau Steel in Indonesien mit der Implementierung des hochskalierbaren Produktionsmanagementsystems PSImetals als Kernlösung für die Flachstahlproduktion beauftragt. Das Papier steigt um 1,4 Prozent. Schließlich legen Nordex um 3,8 Prozent zu. Der Windturbinenhersteller wurde von Iberdrola Engineering & Construction mit der Lieferung und Errichtung von 32 N90/2500 Turbinen für den 80 MW-Windpark "Chirnogeni" beauftragt.

DAX: 7.578,34 (+0,63 Prozent) MDAX: 11.970,49 (+0,60 Prozent) SDAX: 5.141,61 (+0,32 Prozent) TecDAX: 831,43 (-0,03 Prozent) (11.12.2012/ac/n/m)

Nachrichten zu thyssenkrupp AG

  • Relevant
  • Alle1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu thyssenkrupp AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
27.09.2016thyssenkrupp overweightJP Morgan Chase & Co.
26.09.2016thyssenkrupp overweightMorgan Stanley
23.09.2016thyssenkrupp buyWarburg Research
23.09.2016thyssenkrupp OutperformBNP PARIBAS
20.09.2016thyssenkrupp Equal weightBarclays Capital
27.09.2016thyssenkrupp overweightJP Morgan Chase & Co.
26.09.2016thyssenkrupp overweightMorgan Stanley
23.09.2016thyssenkrupp buyWarburg Research
23.09.2016thyssenkrupp OutperformBNP PARIBAS
20.09.2016thyssenkrupp buyJefferies & Company Inc.
20.09.2016thyssenkrupp Equal weightBarclays Capital
20.09.2016thyssenkrupp NeutralMacquarie Research
13.09.2016thyssenkrupp HoldKepler Cheuvreux
29.08.2016thyssenkrupp HaltenBankhaus Lampe KG
23.08.2016thyssenkrupp Equal weightBarclays Capital
11.08.2016thyssenkrupp SellS&P Capital IQ
12.02.2016thyssenkrupp SellS&P Capital IQ
26.01.2016thyssenkrupp SellUBS AG
09.12.2015thyssenkrupp SellUBS AG
23.09.2015ThyssenKrupp ReduceKepler Cheuvreux
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für thyssenkrupp AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX im Sinkflug -- Deutsche-Bank-Kunden ziehen wohl Einlagen in Milliardenhöhe ab -- Chinesen wollen offenbar OSRAM übernehmen -- QUALCOMM will NXP kaufen

Zerschlagung von Wells Fargo gefordert. Tesla: Autopilot schuldlos an Unfall auf deutscher Autobahn. Monopolkommission erwartet lange Prüfung von Bayers Monsanto-Kauf. Fed-Chefin: Ankauf von Aktien und Bonds könnte bei Abschwung helfen. va-Q-tec schlägt Aktien in der Mitte der Preisspanne los.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Lohnt sich die Rente
Jetzt durchklicken
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?