Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt liegt nach wie vor im Minus. Der DAX verliert aktuell 0,75 Prozent auf 6.108,80 Punkte. Der MDAX kommt daneben um 0,70 Prozent zurück auf 8.448,40 Stellen. Der SDAX gibt 0,06 Prozent ab auf 4.218,59 Zähler. Der TecDAX büßt 1,28 Prozent ein auf 759,81 Punkte. Der Bund Future gewinnt 0,64 Prozent auf 133,00 Zähler. Der Euro verliert 0,51 Prozent auf 1,2752 Dollar.
Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) bekannt gab, hat sich der Auftragseingang in der deutschen Industrie im Juli reduziert. Demnach sank die Nachfrage in der Industrie um 2,2 Prozent. Im Vormonat war sie - gestützt durch umfangreiche Großaufträge im Bereich des sonstigen Fahrzeugbaus, der insbesondere Schiffe, Flug- und Schienenfahrzeuge umfasst - um 3,6 Prozent angestiegen. Im Zweimonatsvergleich Juni/Juli gegenüber April/Mai erhöhte sich das Auftragsvolumen in der Industrie saisonbereinigt um 2,4 Prozent weiter deutlich. Ihren Vorjahresstand überschritten die Industrieaufträge im Juni/Juli kalenderbereinigt um 21,2 Prozent.
Die Wall Street, die gestern pausieren musste, dürfte heute mit recht deutlichen Verlusten eröffnen. Aktuell geben der Dow Jones Future 0,44 Prozent, der S&P 500 Future 0,50 Prozent und der Nasdaq 100 Future 0,52 Prozent ab.
Infineon (Infineon Technologies) verlieren am DAX-Ende 3,3 Prozent. Presseangaben zufolge erzielt der Chip-Hersteller einen hohen Gewinn aus dem Verkauf der Handychip-Sparte an den US-Konkurrenten Intel . Infineon hatte vergangene Woche den Verkauf für rund 1,4 Mrd. Dollar bekannt gegeben. Laut dem Artikel erwartet Infineon einen außerordentlichen Ertrag in Höhe eines mittleren dreistelligen Millionenbetrags. Allerdings sei weder an eine Sonderausschüttung noch an einen Aktienrückkauf gedacht. Daneben kommen unter anderem K+S um 2,4 Prozent, die Deutsche Börse um 2,2 Prozent und die Commerzbank um 2,1 Prozent zurück. MAN verlieren 0,4 Prozent. Dabei hat der Konzern einen weiteren Auftrag erhalten. Demnach wurde MAN Diesel & Turbo von der spanischen Guzman Energia mit der Lieferung eines Dampfturbinen-Generatorsatzes mit einer Leistung von 50 MW beauftragt. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt.
Im MDAX geben Continental an letzter Stelle 2,5 Prozent ab. Demag Cranes und TUI verlieren jeweils mehr als 2 Prozent. Der im SDAX gelistete Onlinebroker comdirect bank (-0,6 Prozent) hat im August eigenen Angaben zufolge eine erfreuliche Entwicklung verzeichnet. So stieg die Kundengesamtzahl Ende August auf 2.187.569 (Juli: 2.176.509). Es wurden 1.418.524 Wertpapierdepots geführt (Juli: 1.416.715), während das betreute Kundengesamtvermögen auf 37,54 Mrd. Euro (Juli: 37,79 Mrd. Euro) sank. Die Fluggesellschaft Air Berlin konnte im August mit einem Passagierplus aufwarten. So wurden 3.726.913 Fluggäste befördert, was einem Plus von 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Die Auslastung der Flugzeuge ging um 0,8 Prozentpunkte auf 83,5 Prozent zurück. Air Berlin gewinnen 1,7 Prozent.
AIXTRON (AIXTRON) kommen im TecDax um 1,9 Prozent zurück. Dabei hat der Technologiekonzern einen weiteren Auftrag erhalten. Demnach habe die chinesische Neo-Neon im vierten Quartal 2009 eine Bestellung über zehn weitere CRIUS-Anlagen in einer 31x2-Zoll-Konfiguration erteilt. Finanzielle Einzelheiten des Auftrags wurden nicht bekannt gegeben. Titel der Software AG verlieren über 3 Prozent. Der Konzern will auch nach der Übernahme der IDS Scheer AG weiter auf große Zukäufe setzen. "Wir wollen alle zwei bis vier Jahre eine größere Softwarefirma kaufen", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Streibich in einem Presseinterview.
DAX: 6.108,80 (-0,75 Prozent) MDAX: 8.448,40 (-0,70 Prozent) SDAX: 4.218,59 (-0,06 Prozent) TecDAX: 759,81 (-1,28 Prozent) (07.09.2010/ac/n/m)