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04.11.2011 13:20

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Börse Frankfurt am Mittag: Uneinheitlich, Commerzbank nach Zahlen am DAX-Ende

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes zeigen im Freitaghandel zur Mittagszeit keine einheitliche Tendenz. Vor dem in Kürze erwarteten US-Arbeitsmarktbericht und der am Abend in Griechenland anstehenden Vertrauensabstimmung halten sich die Investoren mit Neuengagements zurück. Der DAX verliert aktuell 0,80 Prozent auf 6.080,24 Punkte, während der MDAX um 0,33 Prozent auf 9.165,75 Stellen steigt. Für den SDAX geht es derweil um 0,44 Prozent auf 4.600,94 Zähler nach oben. Der TecDAX verbessert sich um 0,64 Prozent auf 704,17 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,03 Prozent auf 136,91 Punkte, während sich der Euro um 0,03 Prozent auf 1,3821 US-Dollar verbilligt.

Der Auftragseingang in der Industrie hat sich im September 2011 weiter reduziert. Dies gab das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in Berlin heute bekannt. Nach vorläufigen Angaben fielen die Auftragseingänge preis-, kalender- und saisonbereinigt um 4,3 Prozent. Im Vormonat waren sie um 1,4 Prozent gesunken. Der Umfang an Großaufträgen war wie bereits im Vormonat sehr gering. Auch Ferientagseffekte könnten wie schon im Vormonat dämpfend gewirkt haben. Besonders schwach entwickelten sich die Bestellungen aus der Eurozone (-12,1 Prozent). Die Auftragseingänge aus dem Inland gingen um 3,0 Prozent zurück.

An der Wall Street zeichnet sich derzeit eine negative Handelseröffnung ab. So verliert der Dow Jones Future derzeit 0,32 Prozent. Der NASDAQ-Future verschlechtert sich momentan um 0,47 Prozent, während der S&P-Future um 0,71 Prozent nachgibt. Konjunkturseitig werden aus den USA in Kürze die Arbeitsmarktdaten gemeldet.

Im Fokus der Investoren steht heute auch der Zahlenausweis der Commerzbank . Die Bank ist im dritten Quartal in die Verlustzone gerutscht. Auch für die ersten neun Monate wurde ein deutlicher Ergebnisrückgang verzeichnet. So belief sich das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis im dritten Quartal auf -687 Mio. Euro, nach 113 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Das Operative Ergebnis lag bei -855 Mio. Euro (Vorjahr: 116 Mio. Euro). Die Kernbank mit den operativen Segmenten Privatkunden, Mittelstandsbank, Central & Eastern Europe sowie Corporates & Markets entwickelte sich allerdings mit einem operativen Ergebnis von 851 Mio. Euro (drittes Quartal 2010: 205 Mio. Euro) trotz der anhaltenden Staatsschuldenkrise erfreulich. Im Segment Asset Based Finance wurde zum 30. September 2011 eine zusätzliche Wertkorrektur auf griechische Staatsanleihen in Höhe von 798 Mio. Euro vorgenommen. Insgesamt war das Operative Ergebnis im Segment Asset Based Finance im dritten Quartal 2011 mit -1,5 Mrd. Euro deutlich negativ (drittes Quartal 2010: -403 Mio. Euro). Der Titel gibt als größter Verlierer im Dax um 4,4 Prozent nach.

Daimler (Daimler) fahren mit einem Abschlag von 1,9 Prozent hinterher. Der Automobilhersteller konnte im Oktober 2011 mit einem deutlichen Absatzanstieg bei Mercedes-Benz aufwarten. So entschieden sich kurz vor Einführung der volumenstarken B-Klasse 103.378 Kunden (+2,9 Prozent) für ein Fahrzeug der Marke Mercedes-Benz. Seit Januar wurden 1.022.666 Einheiten ausgeliefert, ein Zuwachs von 7,1 Prozent. Die Deutsche Lufthansa verlautbarte indes heute, dass sie und die International Consolidated Airlines Group (IAG) eine Grundsatzvereinbarung über den Verkauf von British Midland Ltd. (BMI) an IAG abgeschlossen haben. Deutsche Lufthansa geben daraufhin um 3 Prozent nach. Unterdessen verbilligen sich Siemens um 0,7 Prozent. Der Technologiekonzern hat seine Beteiligung an dem britischen Gezeitenkraftwerks-Spezialisten Marine Current Turbines Ltd. (MCT) auf 45 Prozent aufgestockt. Schließlich geht es für METRO um 2,4 Prozent nach unten. Presseberichten von gestern zufolge stoppt der Einzelhandelskonzern die Gespräche über eine Veräußerung der Supermarktkette Real. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich derweil im deutschen Leitindex die Anteilsscheine von Fresenius Medical Care mit einem Zugewinn von 1,6 Prozent wieder.

Die Gewinnerliste im MDAX wird zur Mittagszeit von Rheinmetall mit einem Aufschlag von 4,4 Prozent angeführt, während am Indexende TUI 2,8 Prozent an Wert einbüßen.

Im SDAX notieren Hawesko Holding zur Mittagszeit mit 1 Prozent im Plus. Die Weinhandelsgruppe musste im dritten Quartal trotz höherer Umsatzerlöse einen Ergebnisrückgang ausweisen. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde im Anschluss bestätigt. So stieg der Konzernumsatz vor Umsatzsteuer um 6 Prozent auf 88,1 Mio. Euro. Der Konzernüberschuss nach Steuern und Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter für das Quartal belief sich auf 2,3 Mio. Euro bzw. 25 Cent je Aktie, nach 3,1 Mio. Euro bzw. 34 Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum. Indes hat die zu PATRIZIA Immobilien (Patrizia Immobilien) gehörende PATRIZIA GewerbeInvest KAG ein Paket von 190 Wohnungen aus dem Portfolio ihres offenen Spezialfonds LB Wohn-Invest Deutschland I an einen deutschen Wohnimmobilieninvestor verkauft. Der Anteilsschein des Immobilienkonzerns verteuert sich um 1,4 Prozent.

DAX: 6.080,24 (-0,80 Prozent) MDAX: 9.165,75 (+0,33 Prozent) SDAX: 4.600,94 (+0,44 Prozent) TecDAX: 704,17 (+0,64 Prozent) (04.11.2011/ac/n/m)

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