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09.05.2011 13:38

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Börse Frankfurt am Mittag: Uneinheitlich, MAN im Blick

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendieren am Montag zur Mittagszeit uneinheitlich. Dabei belasten Sorgen wegen einer möglichen Schuldenrestrukturierung Griechenlands. Der DAX verliert aktuell 0,92 Prozent auf 7.423,48 Punkte. Der MDAX steigt um 0,12 Prozent auf 10.707,64 Stellen. Für den SDAX geht es derweil um 0,15 Prozent nach oben auf 5.359,41 Zähler. Der TecDAX verbessert sich um 0,02 Prozent auf 927,00 Punkte. Der Bund Future gewinnt 0,35 Prozent auf 123,87 Zähler, während der Euro um 0,08 Prozent auf 1,4399 US-Dollar zulegt.

Der deutsche Außenhandelsüberschuss hat sich im März 2011 vergrößert. Nach vorläufigen Außenhandelsdaten des Statistischen Bundesamtes wies die Außenhandelsbilanz einen Überschuss von 18,9 Mrd. Euro aus, nachdem im Vorjahresmonat ein Aktivsaldo von 17,0 Mrd. Euro verzeichnet worden war. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss bei 15,2 Mrd. Euro. Nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank schloss die Leistungsbilanz mit einem Plus von 19,5 Mrd. Euro, nach 18,8 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Indes erzielte das Verarbeitende Gewerbe im März 2011 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts ein kräftiges Umsatzwachstum. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg der Umsatz arbeitstäglich- und preisbereinigt um 10,0 Prozent. Hierbei zogen der Inlandsumsatz um 6,6 Prozent und die Erlöse im Geschäft mit den ausländischen Abnehmern um 14,0 Prozent an. Im Vergleich zum Vormonat wies der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe saison- und arbeitstäglich bereinigt ein Plus von 0,7 Prozent aus, gegenüber einer Zunahme um 0,6 Prozent im Februar 2011. Der Inlandsabsatz blieb dabei unverändert, wogegen der Auslandsumsatz um 1,4 Prozent zulegte. Im ersten Quartal 2011 lag das arbeitstäglich bereinigte reale Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe um 11,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das Inlandsgeschäft stieg dabei um 9,0 Prozent und der Auslandsumsatz um 15,2 Prozent.

Die US-Börsen dürften heute mit Aufschlägen in den Handel starten. So verbessert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,29 Prozent. Der NASDAQ-Future gewinnt 0,46 Prozent an Wert, während der S&P-Future um 0,52 Prozent zulegt. Heute Nachmittag stehen in den USA keine besonders wichtigen Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Allerdings geht die Berichtssaison in ihre nächste Runde.

Im Mittelpunkt des Interesses steht heute im Dax die Aktie von MAN . Der Autobauer Volkswagen (Volkswagen vz) hat seine Beteiligung an dem Nutzfahrzeughersteller weiter ausgebaut. So hat Volkswagen seinen Stimmrechtsanteil an MAN zuletzt durch den Kauf weiterer 379.842 MAN-Stammaktien auf 30,26 Prozent erhöht. Im Laufe des Tages wird man nach Konzernangaben weitere 290.000 Stammaktien von MAN erwerben, wodurch sich der Stimmrechtsanteil von VW an MAN auf 30,47 Prozent erhöht. Durch das Überschreiten der Schwelle von 30 Prozent der Stimmrechte wird Volkswagen ein Pflichtangebot gemäß § 35 Abs. 2 WpÜG in Höhe von 95 Euro je Stammaktie von MAN in bar vorlegen. Außerdem werde man für die Vorzugsaktie von MAN SE (MAN vz) ebenfalls ein Übernahmeangebot in Höhe des gewichteten durchschnittlichen inländischen Börsenkurses der MAN SE-Vorzugsaktie während der letzten drei Monate vor Veröffentlichung der Kontrollerlangung in bar zu erwerben. Dieser Preis je MAN SE-Vorzugsaktie dürfte in einer Größenordnung von rund 60 Euro liegen, teilte VW weiter mit. Während MAN als bester Wert im DAX um 2,2 Prozent vorrücken, fahren Volkswagen mit einem Abschlag von 1,6 Prozent hinterher.

Des Weiteren richtet sich der Blick der Anleger auf den Zahlenausweis von Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft). Der Rückversicherer verlautbarte, dass man aufgrund der außerordentlich hohen Belastungen durch Naturkatastrophen im ersten Quartal 2011 einen Konzernverlust verzeichnet hat. Trotz dieses Quartalsverlusts rechnet Munich Re weiterhin mit einem Jahresgewinn für das laufende Geschäftsjahr. Der Konzernverlust belief sich auf 948 Mio. Euro, im Vergleich zu einem Gewinn von 485 Mio. Euro im Vorjahr. Die Gruppe hatte von Januar bis März in der Rückversicherung Schäden aus Naturkatastrophen von 2,7 Mrd. Euro zu verkraften. Das sind (vor Steuern) fast 2,5 Mrd. Euro mehr, als für ein Quartal zu erwarten gewesen wären (bei einer Betrachtung nach Steuern sind es 1,8 Mrd. Euro mehr). Das Papier verliert 1,4 Prozent an Wert. Indes verbilligen sich Allianz um 2,1 Prozent. Der Versicherungskonzern setzt bei seiner Strategie vor allem auf Indien und China. So ließ Manuel Bauer, verantwortliches Mitglied des Allianz-Konzernvorstands für die Wachstumsmärkte, in einem Presseinterview verlauten, dass der Umsatzanteil der sogenannten Wachstumsmärkte in den kommenden zehn Jahren von aktuell etwa 12 Prozent auf das Doppelte steigen soll. Besonderes Augenmerk legt der Allianz-Konzern nach Aussage des Managers dabei auf China und Indien. Deutsche Post geben um 0,1 Prozent nach. Der Konzern will künftig die Portopreise selbst bestimmen und fordert ein Ende der Preisregulierung im Briefbereich. Wie Konzernchef Ralf Appel gegenüber der Presse verlauten ließ, muss das Unternehmen Mehrwertsteuer zahlen und der Mindestlohn ist gefallen. Nun sei es an der Zeit, dass man die Preise wie jedes Unternehmen marktgerecht gestalten dürfe. Die rote Laterne wird derzeit von BASF mit einem Verlust von 3,9 Prozent gehalten.

Der Antriebssystem- und Energieanlagenspezialist Tognum konnte im ersten Quartal 2011 Umsatz- und Ergebnis kräftig steigern. Auftragseingang und Umsatz sind in nahezu allen Endmärkten zweistellig gewachsen. Der Umsatz erhöhte sich um 29,8 Prozent auf 661,4 Mio. Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss wuchs von 22,3 Mio. auf 50,8 Mio. Euro. Der bereinigte Gewinn je Aktie liegt damit bei 0,39 Euro (2010: 0,17 Euro). Der Anteilsschein verbessert sich um 0,4 Prozent. EADS geben um 0,4 Prozent nach. Der Luft- und Raumfahrtkonzern verlautbarte, dass China Southern Airlines , der künftig erste A380-Betreiber Chinas, bei Airbus den maßgeschneiderten, auf Flugstunden basierenden Ersatzteilversorgungsservice "Flight Hour Services (FHS)" für ihre Flotte von fünf A380 bestellt hat, die in der zweiten Jahreshälfte 2011 in Dienst gestellt werden soll. Der spanische Baukonzern ACS hat sich einem Medienbericht zufolge die Mehrheit auf der Hauptversammlung des deutschen Konkurrenten HOCHTIEF gesichert und kann somit vollendete Tatsachen schaffen. Die Aktie von HOCHTIEF verliert daraufhin 1,3 Prozent an Wert. Vorne stechen ProSiebenSat.1 Media mit einem Aufschlag von 1,9 Prozent positiv hervor, während sich die Anleger gleichzeitig von der Aktie von Praktiker trennen, die 1,3 Prozent verlieren.

Im TecDax stehen heute vor allem auch die Aktien von Gigaset im Blick. Das Unternehmen konnte sein Ergebnis im ersten Quartal 2011 deutlich steigern. Zwar sanken die Umsatzerlöse aus dem fortgeführtem Geschäft leicht, das erwirtschaftete EBITDA konnte dabei jedoch auf dem Niveau des außergewöhnlich guten Vorjahresquartals gehalten werden und erreichte erneut rund 17 Mio. Euro. Das Konzernergebnis konnte um 7,0 Mio. Euro auf 8,4 Mio. Euro verbessert werden. Die Aktie legt als bester Wert im TecDAX um 4 Prozent zu. QSC geben indes um 1,1 Prozent nach. Das Unternehmen konnte im ersten Quartal nach eigenen Angaben den Transformationsprozess von einem TK-Netzbetreiber zu einem ITK-Serviceanbieter erfolgreich fortsetzen und steigerte weiter ihre Finanz- und Ertragskraft. Zudem wurde die Prognose für 2011 bekräftigt. Insgesamt belief sich der Umsatz im ersten Quartal 2011 auf 105,1 Mio. Euro, nach 105,9 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern in Höhe von -1,3 Mio. Euro wurde im abgelaufenen Quartal einen Konzerngewinn in Höhe von 6,5 Mio. Euro erwirtschaftet, gegenüber 3,2 Mio. Euro im ersten Quartal 2010. Ferner verbessern sich Evotec um 1 Prozent. Der Biotechnologiekonzern teilte mit, dass die Forschungsallianz mit Boehringer Ingelheim einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht hat. QIAGEN verlieren 0,9 Prozent an Wert. Der Biotechnologiekonzern meldete, dass er mit der Auslieferung von mehr als 75 Millionen digene HPV-Tests weltweit seit der US-Zulassung dieses bedeutenden molekulardiagnostischen Tests im Jahr 1999 einen wichtigen Meilenstein erreicht hat. Der Test gilt als der "Goldstandard" für das Screening von Frauen auf Humane Papillomaviren (HPV), die primäre Ursache von Gebärmutterhalskrebs. STRATEC Biomedical Systems hat aufgrund zusätzlicher und detaillierterer Kundeninformationen die Guidance der Umsatzerlöse für 2011 konkretisiert und das untere Ende des Umsatzkorridors auf mindestens 114 Mio. Euro angehoben. Der Titel gibt um 1 Prozent vor. Hinten verlieren Drägerwerk Prozent.

Im SDAX fallen die Aktien von elexis als bester Wert mit einem Zugewinn von 14,4 Prozent ins Auge. Das Unternehmen steht möglicherweise kurz vor der Übernahme. So hat die SMS GmbH entschieden, den elexis-Aktionären ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot in Höhe von 19,00 Euro je Aktie in bar zu unterbreiten. Dies entspricht den Angaben zufolge einer Prämie von rund 34 bzw. rund 46 Prozent auf den gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der vergangenen drei bzw. zwölf Monate. Auf dem letzten Platz verlieren CeWe Color 4,1 Prozent an Wert.

DAX: 7.423,48 (-0,92 Prozent) MDAX: 10.707,64 (+0,12 Prozent) SDAX: 5.359,41 (+0,15 Prozent) TecDAX: 927,00 (+0,02 Prozent) (09.05.2011/ac/n/m)

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