05.11.2012 13:07
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Börse Frankfurt am Mittag: Verluste, Deutsche Post unter Druck

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes haben einen schwächeren Start in die neue Handelswoche erwischt und notieren im Montaghandel auch zur Mittagszeit in der Verlustzone. Die Anleger halten sich am Vortag der US-Präsidentschaftswahl mit größeren Neuengagements zurück. Zudem fielen auch die Vorgaben von den US-Börsen negativ aus. Der DAX verschlechtert sich aktuell um 0,66 Prozent auf 7.315,57 Punkte, während der MDAX um 0,32 Prozent auf 11.589,46 Stellen nachgibt. Für den SDAX geht es derweil um 0,34 Prozent auf 5.032,27 Zähler nach unten. Der TecDAX notiert mit 0,30 Prozent im Minus bei 805,32 Punkten. Der Bund-Future gewinnt 0,18 Prozent auf 142,12 Punkte, während sich der Euro um 0,26 Prozent auf 1,2790 US-Dollar verbilligt.

Die Wall Street dürfte heute mit uneinheitlichen Vorzeichen in den Handel starten. So geht es für den Dow Jones Future derzeit um 0,10 Prozent nach unten. Der NASDAQ-Future verliert ebenfalls 0,10 Prozent an Wert, während der S&P-Future um 0,07 Prozent fällt. Aus den USA wird heute der ISM-Service-Index gemeldet.

Deutsche Börse AG (Deutsche Boerse) rücken als Spitzenreiter im Dax um 1,9 Prozent vor. Der Börsenbetreiber teilte mit, dass Eurex Clearing, eines der weltweit führenden Clearing-Häuser, am 22. November Europas ersten zentralen Kontrahenten (CCP) für den Markt der bilateralen Wertpapierleihe starten wird. Volkswagen (Volkswagen vz) fahren mit einem Abschlag von 0,9 Prozent hinterher. Der Automobilkonzern wird seine Autos einem Magazinbericht zufolge künftig weitaus günstiger anbieten können als bisher. Wie es heißt, rechnet Volkswagen mit über 1.500 Euro geringeren Produktionskosten pro Fahrzeug als bislang. Möglich wird dies durch ein völlig neuartiges Entwicklungs- und Produktionssystem. Der zur Deutschen Bank (Deutsche Bank) gehörenden Tochter BHF laufen derweil einem Medienbericht zufolge die Kundenberater davon. Die Aktie der Deutschen Bank verbilligt sich daraufhin um 1,6 Prozent.

Mit einem Abschlag von 2,2 Prozent stehen unterdessen die Titel der Deutschen Post (Deutsche Post) aktuell als Schlusslicht im DAX deutlich unter Druck. Das Bundeskartellamt hat ein Verfahren gegen das Unternehmen wegen möglicher Behinderung von Briefdienstleistern eingeleitet. Dabei sind Beschwerden von unabhängigen Briefdienstleistern Anlass für das Missbrauchsverfahren, in denen der Deutschen Post AG vorgeworfen wird, den Wettbewerb auf dem Briefdienstleistungsmarkt zu behindern.

E.ON (EON) will sein Sparprogramm weiter fortsetzen und Stellen von Führungskräften streichen. "Ein Sparprogramm darf nicht nur die Basis treffen, sondern muss auch Führungskräfte einbeziehen", sagte E.ON-Personalvorstand Regine Stachelhaus gegenüber der Presse. Man gehe aber nicht mit dem Rasenmäher durch den Konzern. Zugleich kündigte die Personal-Chefin weitere Einsparungen an. Die Titel des Energieversorgers verlieren 0,8 Prozent an Wert. Eine negative Nachricht gibt es zudem zu Siemens . Der Technologiekonzern muss einem Medienbericht zufolge in Zusammenhang mit seinem Engagement im Solargeschäft weitere Einmalbelastungen hinnehmen. Wie es heißt, muss Siemens durch den Ausstieg aus dem Solargeschäft erneut Belastungen von brutto mehr als 250 Mio. Euro verbuchen. Diese setzen sich aus Firmenwertabschreibungen, operativen Verlusten sowie Abschreibungen auf bereits begonnene Solaranlagen zusammen. Das Papier fällt um 0,3 Prozent.

FUCHS PETROLUB (FUCHS PETROLUB vz) verbessern sich nach Zahlen für die ersten neun Monate 2012 auf Platz zwei der Gewinnerliste im MDAX um 2,9 Prozent. Der Schmierstoffhersteller konnte in diesem Zeitraum Umsatz und Ergebnis zweistellig steigern. Neben erhöhten Absatzmengen haben sich rohstoffkostenbedingte Verkaufspreiserhöhungen sowie positive Effekte aus der Währungsumrechnung sichtlich auf den Umsatz ausgewirkt. Für das Gesamtjahr erwartet FUCHS ein EBIT, das um etwa 10 Prozent über dem Vorjahreswert liegen sollte. Davor legen Klöckner & Co um 3,1 Prozent zu, während die rote Laterne von LEONI mit einem Wertverlust von 2,4 Prozent getragen wird.

QSC (QSC) erzielte im dritten Quartal dank eines Steuereffekts ein Gewinnplus. Der Umsatz zeigte sich infolge der zügigen Abschmelzung des konventionellen TK-Geschäfts erwartungsgemäß rückläufig. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bekräftigt. Die Aktie des Telekommunikationsanbieters mit eigener DSL-Infrastruktur rückt als Spitzenreiter im TecDax um 7,8 Prozent vor. Bereits gestern meldete sich unterdessen QIAGEN mit seinem Zahlenausweis zu Wort. Der Biotech-Konzern hat im dritten Quartal seinen Umsatz gesteigert. Beim bereinigten Konzernergebnis konnte man ebenfalls zulegen. Das Unternehmen bestätigte ferner seinen Ausblick. Der Titel verbilligt sich um 0,6 Prozent. Die zu PSI gehörende PSIPENTA Software Systems GmbH hat einen Auftrag vom chinesischem Eisenbahnbau-Konzern CSR Qingdao Sifang Locomotive Co., Ltd. erhalten. PSI verschlechtern sich um 0,6 Prozent.

Im SDAX gewinnen Balda 0,4 Prozent an Wert. Das Unternehmen musste im ersten Fiskalquartal einen Umsatzrückgang ausweisen. Das operative Ergebnis fiel unterdessen ausgeglichen aus.

DAX: 7.315,57 (-0,66 Prozent) MDAX: 11.589,46 (-0,32 Prozent) SDAX: 5.032,27 (-0,34 Prozent) TecDAX: 805,32 (-0,30 Prozent) (05.11.2012/ac/n/m)

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