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29.03.2012 13:16

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Börse Frankfurt am Mittag: Verluste, Zahlenflut aus der zweiten Reihe

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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes sind im Donnerstaghandel bis zur Mittagszeit tiefer in die Verlustzone abgerutscht. Dabei wird die Stimmung am Markt durch Konjunktursorgen belastet. Zudem stehen zahlreiche Zahlenausweise aus der zweiten Reihe im Blickfeld der Investoren. Der DAX verliert aktuell 1,08 Prozent auf 6.923,12 Punkte, während der MDAX um 0,97 Prozent auf 10.573,71 Stellen fällt. Für den SDAX geht es derweil um 1,25 Prozent auf 5.186,11 Zähler nach unten. Der TecDAX verschlechtert sich um 0,86 Prozent auf 787,36 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,28 Prozent auf 138,25 Punkte, während sich der Euro um 0,29 Prozent auf 1,3276 US-Dollar verbilligt.

Die Erwerbstätigkeit in Deutschland hat sich im Februar 2012 erneut erhöht, womit sich die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt fortgesetzt hat. Dies gab das Statistische Bundesamt heute bekannt. Nach vorläufigen Berechnungen lag die Zahl der Erwerbstätigen mit einem Wohnort in Deutschland bei knapp 41,1 Millionen Personen. Das waren 1,4 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat. Im Januar hatte die Zahl der Erwerbstätigen ebenfalls um 1,4 Prozent über dem Vorjahresergebnis gelegen. Unterdessen verringerte sich die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen, die nicht nur bei Gründung eines Gewerbebetriebes erfolgen müssen, sondern auch bei Verlagerung, Umwandlung oder Übernahme, im Jahr 2011 um 4,8 Prozent und betrug rund 821.200. Schließlich ist der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist im Februar 2012 deutlich geschrumpft. Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) heute verkündete, sank der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresmonat um real 16 Prozent. Hierbei schrumpfte das Inlandsgeschäft um 12 Prozent, während das Auslandsgeschäft um 18 Prozent nachgab.

Die Wall Street dürfte heute mit roten Vorzeichen in den Handel starten. So verschlechtert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,67 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt um 0,72 Prozent nach, während der S&P-Future um 0,50 Prozent fällt. Aus den USA werden heute das BIP und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gemeldet.

Die Deutsche Lufthansa kündigte heute die Emission einer Umtauschanleihe mit Fälligkeit im Jahr 2017 an, die nach Wahl der Anleihegläubiger in Aktien der US-Fluglinie JetBlue Airways umgetauscht werden kann. Das Papier gibt um 1 Prozent nach. Im Dax notieren zur Mittagszeit mit Deutsche Post und Fresenius Medical Care lediglich zwei Werte knapp in der Gewinnzone, während die rote Laterne von Daimler mit einem Wertverlust von 2,1 Prozent getragen wird.

STADA Arzneimittel (STADA Arzneimittel) konnte im abgelaufenen Fiskaljahr den Konzernumsatz moderat steigern. Die ausgewiesenen Ertragskennzahlen waren in 2011 angesichts hoher belastender einmaliger Sondereffekte - maßgeblich auf Grund von Wertberichtigungen von Forderungen gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen - stark rückläufig, lagen aber operativ, d.h. unter Ausklammerung der einmaligen Sondereffekte, alle über den entsprechend bereinigten Ertragskennzahlen des Vorjahres. Indes bestätigte der Vorstand den bereits am 01.03.2012 veröffentlichten positiven Ausblick für die künftige Entwicklung des STADA-Konzerns. Das Papier steigt um 1,5 Prozent. Vossloh verteuern sich daneben um 0,3 Prozent. Der Bahntechnikkonzern verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis. Wesentlich für diese Entwicklung waren Projektverschiebungen in China, die Lieferunterbrechungen in Libyen sowie eine Nachfrageschwäche in mehreren europäischen Märkten. Dagegen war die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen des Vossloh-Konzerns zum Ende des Geschäftsjahres 2011 so hoch wie nie zuvor. In einem für das Unternehmen operativ schwierigen Jahr erreichte der Auftragsbestand mit rund 1,5 Mrd. Euro ein Rekordniveau. Indes wird eine unveränderte Dividende vorgeschlagen. Der Vossloh-Konzern rechnet allerdings damit, dass im laufenden Geschäftsjahr und im Jahr 2013 Umsatz und Ergebnis wieder steigen.

ElringKlinger (ElringKlinger) konnte derweil im abgelaufenen Fiskaljahr bei Umsatz und Ergebnis deutlich zulegen. Beim Umsatz wurde dabei die Marke von einer Milliarde Euro übersprungen. Dabei profitierte der Konzern von der 2011 weltweit um knapp 4 Prozent gewachsenen Pkw-Produktion sowie einer hohen Zahl von Produktneuanläufen. Zu dem starken Wachstum haben zudem auch die 2011 getätigten Akquisitionen beigetragen. Der ElringKlinger-Konzern erwartet, dass die globale Fahrzeugproduktion 2012 leicht wächst. Vor diesem Hintergrund plant der Konzern, den Umsatz 2012 organisch um 5 bis 7 Prozent zu steigern. Das um Einmaleffekte bereinigte EBIT des Konzerns (126,0 Mio. Euro im Jahr 2011) wird 2012 in einer Bandbreite von 145 bis 150 Mio. Euro gesehen. Die Aktie des Automobilzulieferers fährt mit einem Abschlag von 1,2 Prozent hinterher. BayWa wartete ferner im zurückliegenden Fiskaljahr mit einem Ergebnisanstieg auf. Der Umsatz konnte gleichzeitig überproportional verbessert werden. Der Erfolg des Jahres 2011 wurde dabei von allen Segmenten getragen. Die Papiere des Handels- und Dienstleistungskonzerns verbilligen sich um 0,6 Prozent.

Für die Aktien von Deutsche Wohnen geht es um 3,5 Prozent nach unten. Der Immobilienkonzern konnte im abgelaufenen Fiskaljahr den Konzerngewinn mehr als verdoppeln. Diese erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens beruht vor allem auf einem verbesserten Ergebnis aus der Wohnungsbewirtschaftung, den Zukäufen, sinkenden Zinsaufwendungen sowie einer stabilen Kostenstruktur. Für negative Schlagzeilen sorgt indes im MDAX HOCHTIEF . Der Baukonzern hat auf die Prognoseänderung bei seiner australischen Tochter Leighton reagiert und ebenfalls seine Erwartungen für das laufende Fiskaljahr nach unten korrigiert. So erwartet der Vorstand aus dem operativen Geschäft ein Vorsteuerergebnis des Konzerns, das nun leicht unter 550 Mio. Euro liegt. Der Konzerngewinn werde knapp unter 180 Mio. Euro erwartet. HOCHTIEF verlieren 1,5 Prozent an Wert.

SMA Solar (SMA Solar Technology) hat 2011 das zweitbeste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt. Dennoch musste der Spezialist für Solarwechselrichter im abgelaufenen Fiskaljahr einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang ausweisen. Auch für das laufende Fiskaljahr wird ein weiterer Umsatzrückgang erwartet. Der Titel verschlechtert sich daraufhin als Schlusslicht im TecDax um 8,7 Prozent.

Praktiker (Praktiker) hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 einen deutlichen Verlust eingefahren. Für das laufende Fiskaljahr stellt die Baumarktkette eine deutliche Verbesserung beim operativen Ergebnis sowie ein leichtes Umsatzplus in Aussicht. Der Titel fällt um 0,7 Prozent. Jungheinrich (Jungheinrich vz) verschlechtern sich indes nach endgültigen Zahlen für das abgelaufene Fiskaljahr um 1,8 Prozent. Der Konzern konnte Umsatz und Gewinn steigern. Grammer verlieren 1,2 Prozent an Wert. Der Automobilzulieferer hat im Geschäftsjahr 2011 den höchsten Umsatz der über 50-jährigen Unternehmensgeschichte erzielt. Dabei profitierte man von einer weltweit dynamischen Nachfrage für Landmaschinen und Lkw sowie einer hohen Exporttätigkeit der deutschen Automobilhersteller. Auch das Ergebnis konnte klar gesteigert werden.

Für Hamborner REIT geht es um 0,7 Prozent nach unten. Der Konzern konnte im abgelaufenen Fiskaljahr mit einem Ergebnisplus aufwarten. CENTROTEC (CENTROTEC Sustainable) notieren mit 0,9 Prozent im Plus. Der Heizungs- und Solarspezialist ist im abgelaufenen Jahr in die Verlustzone gerutscht. Ströer Out-of-Home Media (Stroeer Out-of-Home Media) brechen schließlich am Indexende um 8,7 Prozent ein. Der Spezialist für Außenwerbung musste für das zurückliegende Jahr ebenfalls einen Verlust ausweisen. Auf um Einmaleffekte bereinigter Basis konnte der Konzern einen Anstieg beim bereinigten Gewinn ausweisen.

DAX: 6.923,12 (-1,08 Prozent) MDAX: 10.573,71 (-0,97 Prozent) SDAX: 5.186,11 (-1,25 Prozent) TecDAX: 787,36 (-0,86 Prozent) (29.03.2012/ac/n/m)

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