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17.11.2011 13:25

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Börse Frankfurt am Mittag: Verluste ausgeweitet, Air Berlin unter Druck, Q-Cells gesucht

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Indizes weiten ihre Verluste zur Mittagszeit aus. Neben den wieder zunehmenden Sorgen bezüglich der Schuldenkrise in Europa belasten auch schwache Vorgaben aus den USA. Der DAX verliert aktuell 1,40 Prozent auf 5.830,39 Punkte, während der MDAX um 1,58 Prozent auf 8.720,14 Stellen nachgibt. Der SDAX fällt derweil um 1,11 Prozent zurück auf 4.448,51 Zähler, während der TecDAX 1,70 Prozent auf 676,33 Punkte sinkt. Der Bund-Future gewinnt unterdessen 0,20 Prozent auf 138,43 Punkte, während der Euro um 0,19 Prozent auf 1,3465 US-Dollar zulegt.

Die Wall Street dürfte heute schwächer in den Handel starten. So verliert der Dow Jones Future derzeit 0,28 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt momentan 0,05 Prozent nach, während der S&P-Future um 0,08 Prozent zurückfällt.

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland zog nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im dritten Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahresquartal an. Nach vorläufigen Berechnungen hatten rund 41,2 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland. Das waren 495.000 Personen oder 1,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Diese Zahl stellt den höchsten Stand der Erwerbstätigkeit seit der Wiedervereinigung dar. Allerdings fiel der Anstieg zuletzt schwächer aus als im ersten Quartal (+1,4 Prozent) und im zweiten Quartal 2011 (+1,3 Prozent). Im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 zog die Zahl der Erwerbstätigen saisonal bedingt um 248 000 Personen bzw. 0,6 Prozent an. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, erhöhte sich die Zahl gegenüber dem Vorquartal um 90.000 Personen bzw. 0,2 Prozent. Weiteren Angaben zufolge kletterte die Zahl der Arbeitnehmer im Vergleich zum dritten Quartal 2010 insgesamt um 451.000 Personen oder 1,2 Prozent auf 36,7 Millionen Personen. Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger wuchs im selben Zeitraum um 44.000 Personen bzw. 1,0 Prozent auf rund 4,5 Millionen.

Aktien von METRO klettern um 0,5 Prozent nach oben und sind damit aktuell der einzige Gewinner im DAX. In der langen Liste der Verlierer stechen am unteren Ende Papiere von ThyssenKrupp mit einem Minus von 5,5 Prozent hervor. Deutliche Abschläge sind an zweit- und drittletzter Stelle ebenfalls bei der Infineon (-3,3 Prozent) und der Commerzbank (-3,1 Prozent) auszumachen. Vor dem Hintergrund der Energiewende in Deutschland haben Vertreter der saarländischen Landesregierung, saarländischer Kommunen und Stadtwerke mit dem Energieversorger RWE am Dienstag ihren Dialog über die Aktionärsstruktur der VSE AG fortgesetzt. Die Verhandlungsführer verständigten sich am Dienstag darauf, das Beteiligungsvorhaben exklusiv zu verhandeln. Als erste Schritte dazu werden eine gemeinsame Eckpunktevereinbarung verfasst und die Bewertung des zu veräußernden Aktienpaketes vorgenommen. Papiere von RWE geben aktuell 2,1 Prozent ab. Auch die Anteile des Konkurrenten E.ON liegen mit 2,1 Prozent im Minus.

Im MDAX fallen Aktien von MTU Aero Engines 0,4 Prozent zurück. Der Triebwerkshersteller hat im Rahmen der diesjährigen Dubai Air Show Aufträge für über 240 Triebwerke eingesammelt. Unternehmensangaben zufolge haben die Bestellungen einen Wert in Höhe von über 400 Mio. Euro. Papiere von EADS bewegen sich mit 2,5 Prozent im Minus. Der Luft- und Raumfahrtkonzern meldete, dass der mexikanische Low Cost Carrier Volaris mit Airbus eine Grundsatzvereinbarung über 44 ökoeffiziente A320-Flugzeuge mit 30 A320neo und 14 Flugzeugen der A320-Familie abgeschlossen hat. Damit wird Volaris zum ersten Kunden der A320neo in Mexiko. Anteile von Wacker Chemie können aktuell an der Indexspitze um 3,7 Prozent zulegen.

Im SDAX verlieren Aktien von Air Berlin 1,9 Prozent an Wert. Die Fluggesellschaft musste im dritten Quartal 2011 einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. So wuchs der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zwar um 10,8 Prozent auf 1,38 Mrd. Euro, der Nettogewinn reduzierte sich allerdings von 135,9 Mio. auf 30,2 Mio. Euro. Papiere von TAG Immobilien fallen um 1,8 Prozent zurück. Der Konzern hat seine Barkapitalerhöhung erfolgreich durchgeführt. So konnten die 5.000.000 neuen Aktien zum Bezugspreis von 6,10 Euro je Aktie aufgrund der hohen Nachfrage vollständig bei qualifizierten Investoren platziert werden. Papiere von CTS Eventim markieren aktuell mit einem Abschlag von 4,9 Prozent das Indexende. Anteile von SAF-HOLLAND (SAF-Holland SA) verlieren 3,2 Prozent, obwohl man in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen Umsatz- und Ergebnisanstieg ausweisen konnte. SAF-HOLLAND bleibt für das Gesamtjahr 2011 bei seiner Erwartung, ein Umsatzplus von bis zu 25 Prozent gegenüber 2010 zu erzielen. Das Ergebnis werde sich ebenfalls deutlich verbessern. Angesichts eines veränderten Kunden- und Produktmix sowie der aktuell steigenden Materialpreise werde das Wachstum der bereinigten EBIT-Marge allerdings voraussichtlich nicht mit dem Umsatzwachstum Schritt halten können. Die stärksten Zugewinne sind bei Norma Group mit einem Plus von 2,5 Prozent auszumachen.

Im TecDax können Anteile von Q-Cells ihre positive Vortagesentwicklung fortsetzen und legen um 7,2 Prozent zu. Gigaset verlieren hingegen 2,5 Prozent an Wert. Dabei konnte der Telefonhersteller im dritten Quartal 2011 durch die konsequente Fokussierung auf das Kerngeschäft nach einem Vorjahresverlust wieder einen Überschuss erzielen. Deshalb bestätigt der Vorstand trotz Verschärfung der Euro-Finanzkrise erneut seine Prognosen für das Jahr 2011. Papiere von Wirecard zählen mit einem Plus von 0,6 Prozent zu den Gewinnern. Der Bezahldienstleister präsentierte die endgültigen Geschäftszahlen für das dritte Quartal. Demnach lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 84,5 Mio. Euro um 19,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Nachsteuerergebnis kletterte auf 16,7 Mio. Euro, nach 13,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Für das Geschäftsjahr 2011 konkretisierte der Konzern seine vorherige EBITDA-Prognose (81 bis 89 Mio. Euro) auf nun 83 bis 89 Mio. Euro. Am Indexende geben centrotherm 6,7 Prozent ab.

DAX: 5.830,39 (-1,40 Prozent) MDAX: 8.720,14 (-1,58 Prozent) SDAX: 4.448,51 (-1,11 Prozent) TecDAX: 676,33 (-1,70 Prozent) (17.11.2011/ac/n/m)

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