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14.06.2012 13:28

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Börse Frankfurt am Mittag: Verluste ausgeweitet, DEUTZ und centrotherm deutlich schwächer

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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Indizes weiten ihre Verluste zur Mittagszeit aus. Nach der Rating-Herabstufung des Euro-Mitgliedslands Spanien durch Moody's herrscht erneut große Nervosität am Markt. Der DAX verliert aktuell 0,41 Prozent auf 6.127,46 Punkte, während der MDAX um 0,97 Prozent auf 9.884,79 Stellen nachgibt. Für den SDAX geht es derweil um 0,34 Prozent auf 4.720,47 Zähler nach unten. Der TecDAX gibt 1,28 Prozent ab auf 724,55 Punkte. Der Bund-Future gibt 0,04 Prozent ab auf 141,65 Punkte, während der Euro um 0,03 Prozent auf 1,2570 US-Dollar verliert.

Die Wall Street dürfte heute etwas freundlicher in den Handel starten. So gewinnt der Dow Jones Future derzeit 0,29 Prozent. Der NASDAQ-Future zieht um 0,05 Prozent an, während der S&P-Future um 0,03 Prozent nach oben klettert. Aus den USA werden heute die Verbraucherpreise, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Leistungsbilanz und das Realeinkommen gemeldet.

Wie heute bekannt gegeben wurde, sind die deutschen Großhandelsverkaufspreise im Mai 2012 mit abgebremstem Tempo angestiegen. Laut dem Statistischen Bundesamt kletterten die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 Prozent, nach Zuwächsen von 2,4 Prozent im April 2012 und 8,9 Prozent im Mai 2011. Ferner gingen die Großhandelspreise binnen Monatsfrist um 0,7 Prozent zurück, während sie im April 2012 um 0,5 Prozent gestiegen und im Mai 2011 unverändert geblieben waren. Einen wesentlichen Anteil an der Preisveränderung zum Vorjahresmonat hatten im Mai 2012 die um 4,1 Prozent höheren Preise im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen, nach +6,4 Prozent im April. Auf Monatssicht verbilligten sich diese Produkte um 3,3 Prozent.

Ferner teilte das Statistische Bundesamt mit, dass die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen, die nicht nur bei Gründung eines Gewerbebetriebes erfolgen müssen, sondern auch bei Verlagerung, Umwandlung oder Übernahme, sich im ersten Quartal 2012 um 5,6 Prozent verringerte und rund 207.500 betrug.

Im Dax setzen sich zur Mittagszeit Aktien von Bayer mit einem Plus von 1,3 Prozent an die Spitze. Auf dem dritten Platz gewinnen E.ON (EON) 0,8 Prozent hinzu. Der Energieversorger hat sich einem Medienbericht zufolge nach langem Streit jetzt mit den Betriebsräten auf einen Sozialplan zum Abbau der 6.000 Arbeitsplätze in Deutschland geeinigt. Der Gesundheitskonzern Fresenius (Fresenius SECo) meldete derweil, dass die erste von drei Vollzugsbedingungen zur erfolgreichen Übernahme der RHÖN-KLINIKUM (RHOeN-KLINIKUM) (-1,9 Prozent) erfüllt wurde. Die in der Angebotsunterlage vorgesehene Vollzugsbedingung zur Dividendenzahlung des Klinikbetreibers ist eingetreten. Die Fresenius-Aktie reagiert mit einem Plus von 1,1 Prozent. Als schwächster Wert fallen aktuell adidas um 3,0 Prozent zurück.

Anteile von GERRY WEBER (GERRY WEBER International) klettern aktuell im MDAX um 0,8 Prozent nach oben. Der Modekonzern konnte Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr deutlich verbessern. Zudem wurde die Planung für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Aktien von Fraport fallen um 0,2 Prozent zurück, obwohl der Flughafenbetreiber die Zahl der abgefertigten Passagiere im Mai um 1,4 Prozent steigern konnte. Trotz der im Vergleich zum Vorjahresmonat zahlreichen Flugplanausdünnungen aufgrund dreier zusätzlicher Feiertage - inklusive der entsprechenden "Brückentage" - konnte ein neuer Mai-Spitzenwert erreicht werden.

Aktien von DEUTZ verlieren 5,3 Prozent und bewegen sich damit auf dem letzten Platz im MDAX. Der schwedische Nutzfahrzeugkonzern Volvo (Volvo AB (B)) will seine Beteiligung an dem Motorenhersteller deutlich erhöhen. Durch den Zukauf würde sich der Anteil von Volvo an DEUTZ von zuletzt 6,7 auf 25 Prozent plus eine Aktie erhöhen. Kabel Deutschland gab derweil bekannt, dass man das Wachstum im Laufe des Geschäftsjahres 2011/12 deutlich gesteigert hat und in die Gewinnzone zurückkehren konnte. Dabei profitierte der Kabelnetzbetreiber insbesondere von der lebhaften Nachfrage nach Premium TV- und Breitbandprodukten, die zu erheblichen Zuwächsen bei der Zahl der Abonnements, bei Umsatz und Ergebnis führte. Die Unternehmensaktie reagiert indes mit einem Minus von 0,7 Prozent. Auf der Spitzenposition behaupten sich aktuell Anteile von TUI mit einem Plus von 2,4 Prozent.

Im TecDax brechen Aktien von centrotherm photovoltaics um 25,7 Prozent ein, nachdem das Unternehmen am späten Mittwochabend bekannt gab, dass Warenkreditversicherer aufgrund der anhaltend schlechten Marktlage und der daraus resultierenden angespannten Finanzierungssituation Warenlieferungen an den Konzern nicht weiter versichern werden. Den Angaben zufolge erwartet der Vorstand auf Basis dieser Information einen negativen Liquiditätseffekt in einem niedrigen zweistelligen Euro-Millionenbetrag. PSI gab derweil bekannt, dass man einen weiteren Auftrag aus der Automobilindustrie an Land gezogen hat. So wurde das PSI-Tochterunternehmen PSIPENTA Software Systems GmbH von der Goldschmitt techmobil AG mit der Einführung einer integrierten ERP- und MES-Lösung beauftragt. Neben der ERP-Suite PSIpenta/Automotive werden im Zuge des Auftrags die Module Servicemanagement, Betriebsdatenerfassung sowie Reporting eingeführt. Finanzielle Einzelheiten der Vereinbarung wurden nicht bekannt gegeben. Die PSI-Aktie verliert derzeit 0,9 Prozent. An der Indexspitze klettern aktuell United Internet um 1,4 Prozent nach oben.

DAX: 6.127,46 (-0,41 Prozent) MDAX: 9.884,79 (-0,97 Prozent) SDAX: 4.720,47 (-0,34 Prozent) TecDAX: 724,55 (-1,28 Prozent) (14.06.2012/ac/n/m)

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