Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes befinden sich im Donnerstaghandel auch zur Mittagszeit wieder auf dem Vormarsch. Gestützt wird die Stimmung am Markt dabei von der Hoffnung auf gute US-Konjunkturdaten am Nachmittag. Allerdings ist das Handelsvolumen dünn. Der DAX gewinnt aktuell 1,12 Prozent auf 5.856,52 Punkte, während der MDAX um 0,96 Prozent auf 8.801,64 Stellen steigt. Für den SDAX geht es derweil um 0,63 Prozent auf 4.329,47 Zähler nach oben. Der TecDAX verbessert sich um 1,16 Prozent auf 674,27 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,21 Prozent auf 137,54 Punkte, während sich der Euro um 0,18 Prozent auf 1,3059 US-Dollar verteuert.
Die deutschen Reallöhne wiesen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im dritten Quartal 2011 einen Anstieg aus. So waren die Reallöhne um durchschnittlich 0,6 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Im zweiten Quartal 2011 war ein Plus von 1,9 Prozent und im dritten Quartal 2010 ein Zuwachs von 1,5 Prozent zu verzeichnen gewesen. Ferner stiegen die Nominallöhne um 3,0 Prozent und die Verbraucherpreise erhöhten sich um 2,5 Prozent. Während sich die Inflationsrate das achte Quartal in Folge erhöhte, stiegen die Nominallöhne im Vergleich zu den beiden Vorquartalen deutlich schwächer an.
An den US-Börsen zeichnet sich heute eine positive Handelseröffnung ab. So verbessert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,42 Prozent. Der NASDAQ-Future legt um 0,40 Prozent zu, während der S&P-Future 0,56 Prozent gewinnt. Konjunkturseitig stehen heute in den USA das BIP, der Chicago Fed National Activity Index, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Verbraucherstimmung, die Frühindikatoren und der FHFA-Hauspreisindex zur Veröffentlichung an.
RWE (RWE) rücken um 2,6 Prozent vor. Der Versorger konnte mit dem russischen Erdgaskonzern OAO Gazprom (Gazprom (Spons ADRs)) keine Einigung über gemeinsamen Bau und Betrieb von Kraftwerken erzielen. Daher wurde in gegenseitigem Einvernehmen beschlossen, die exklusiven Gespräche über ein mögliches Joint Venture zum gemeinsamen Bau und Betrieb von Kraftwerken in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden zum Jahresende auslaufen zu lassen. Fresenius Medical Care steigt in das Geschäft mit Dialysedienstleistungen in Ecuador ein. Mit Wirkung zum 1. Dezember hat man von einer Unternehmerfamilie aus Ecuador acht privat geführte Dialysekliniken übernommen. Die Akquisition wird jährlich rund 17 Mio. US-Dollar zum Umsatz von FMC beitragen und soll sich bereits im ersten Jahr nach Abschluss positiv auf das Konzernergebnis auswirken. Zudem wird FMC den lokalen Vertriebspartner Nefrocontrol S. A. übernehmen. Diese Übernahme wird jährlich weitere rund 7,5 Mio. US-Dollar zum Umsatz beitragen. Die Anteilsscheine des Dialysespezialisten notieren annähernd auf Vortagesniveau. Daneben fliegen Deutsche Lufthansa um 1 Prozent vor. Die Fluggesellschaft und die International Consolidated Airlines Group (IAG) haben einen Vertrag über den Verkauf der British Midland Ltd. (BMI) an IAG unterzeichnet. Der Bruttokaufpreis beträgt 172,5 Mio. Britische Pfund (GBP) in bar (ca. 207 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der vereinbarten Anpassungen wird der Nettokaufpreis jedoch voraussichtlich deutlich negativ sein. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren stehen im Dax die Titel der Deutschen Bank mit einem Zugewinn von 2,9 Prozent, während die rote Laterne gleichzeitig von der Deutschen Börse AG mit einem Abschlag von 0,6 Prozent eingenommen wird.
Im MDAX richtet sich der Fokus der Investoren heute auf den Zahlenausweis von Südzucker (Suedzucker). Der Zuckerproduzent konnte in den ersten neun Monaten (1. März 2011 bis 30. November 2011) des laufenden Geschäftsjahres 2011/12 beim Umsatz und Ergebnis zulegen. So wuchs der Konzernumsatz im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um rund 12 Prozent auf 5,24 Mrd. Euro. Das operative Konzernergebnis erhöhte sich um 41 Prozent auf 586 Mio. Euro. Diese Ergebnisverbesserung wird vor allem durch das Segment Zucker getragen. Für das Geschäftsjahr 2011/12 rechnet der Konzern weiterhin mit einem Anstieg des Konzernumsatzes auf rund 6,8 (Vorjahr: 6,2) Mrd. Euro und des operativen Konzernergebnisses auf rund 750 (Vorjahr: 519) Mio. Euro. Die Aktie steigt um 2,3 Prozent.
Im SDAX geht es für HORNBACH HOLDING (HORNBACH vz) um 3,7 Prozent nach oben. Der Baumarktkonzern erzielte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2011/2012 (1. März bis 30. November 2011) neben einem deutlichen Umsatzwachstum auch einen überproportionalen Ergebnisanstieg. So wuchsen die Umsätze um 6,6 Prozent auf 2,58 Mrd. Euro. Gleichzeitig legte das Betriebsergebnis (EBIT) um 12,8 Prozent auf 191,2 Mio. Euro zu. Wachstumsmotor waren einmal mehr die Bau- und Gartenmärkte in Deutschland, die mit einem flächenbereinigten Umsatzplus von kumuliert 6,0 Prozent die Branche weiterhin deutlich auf Abstand halten.
DAX: 5.856,52 (+1,12 Prozent) MDAX: 8.801,64 (+0,96 Prozent) SDAX: 4.329,47 (+0,63 Prozent) TecDAX: 674,27 (+1,16 Prozent) (22.12.2011/ac/n/m)