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24.01.2012 09:58

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Börse Frankfurt am Morgen: Abschläge, Siemens unter Druck

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach den Zugewinnen vom Vortag sind bei den wichtigsten deutschen Aktienindizes im frühen Dienstaghandel wieder rote Vorzeichen auszumachen. Dabei lässt der anhaltende Poker um die Endschuldung Griechenlands die Investoren vorsichtiger werden, was zu Gewinnmitnahmen führt. Der DAX verliert aktuell 0,60 Prozent auf 6.397,80 Punkte, während der MDAX um 0,67 Prozent auf 9.786,64 Stellen fällt. Für den SDAX geht es derweil um 0,45 Prozent auf 4.645,80 Zähler nach unten. Der TecDAX verschlechtert sich um 0,98 Prozent auf 741,64 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,06 Prozent auf 137,36 Punkte, während sich der Euro um 0,17 Prozent auf 1,2998 US-Dollar verbilligt.

Der Auftragseingang in Betrieben des deutschen Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten verzeichnete im November 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen Anstieg. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Eingänge preisbereinigt um 12,5 Prozent, wobei die Nachfrage im Hochbau um 19,0 Prozent und im Tiefbau um 5,1 Prozent zulegte. Gleichzeitig wuchs der Gesamtumsatz um 10,5 Prozent auf rund 9,8 Mrd. Euro. Daneben erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten im Vorjahresvergleich um 16.000 bzw. 2,2 Prozent auf rund 745.000 Personen.

Die wichtigsten US-Indizes gingen am Montag kaum verändert aus dem Handel. Der Dow Jones verlor 0,09 Prozent auf 12.708,82 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,09 Prozent auf 2.784,17 nachgab. Der S&P 500 gewann unterdessen 0,05 Prozent auf 1.316,00 Punkte.

Im Mittelpunkt des Interesses der Investoren steht heute der Zahlenausweis von Siemens . Der Technologiekonzern verlautbarte, dass er mit einem Umsatzplus ins neue Geschäftsjahr 2012 gestartet ist und trotz des schwierigeren konjunkturellen Umfeldes die Voraussetzungen für künftiges Wachstum schafft. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kletterte der Umsatz im ersten Quartal dank des guten Auftragsbestandes um 2 Prozent, der Auftragseingang lag um 5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auf der Ergebnisseite wurde das Niveau des Vorjahres wegen Projektverzögerungen und gestiegener Investitionen nicht erreicht. Das Ergebnis der Sektoren ging im Vergleich zum Vorjahreswert um 23 Prozent auf 1,60 Mrd. Euro zurück. Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten verschlechterte sich im Berichtszeitraum um 27 Prozent auf 1,36 Mrd. Euro und das entsprechende unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,53 Euro. Der Gewinn nach Steuern reduzierte sich um 17 Prozent auf 1,46 Mrd. Euro, das entsprechende unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug 1,64 Euro. Die Aktie verschlechtert sich als schwächster Wert im Dax um 3,1 Prozent. Indes stehen Versorger hoch im Kurs. So werden die ersten beiden Plätze der Gewinnerliste im DAX von E.ON und RWE mit Aufschlägen von 1,4 bzw. 1,1 Prozent belegt.

Software (Software) verlieren 5,3 Prozent an Wert. Das Unternehmen hat das Geschäftsjahr 2011 mit einem stabilen Umsatz und Ergebnis abgeschlossen. So war der Umsatz mit 1,1 Mrd. Euro stabil auf dem Rekordniveau des Geschäftsjahrs 2010. Der Geschäftsbereich Business Process Excellence (BPE) erwirtschaftete einen Umsatz in Höhe von 527 Mio. Euro, was einen währungsbereinigten Anstieg von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die EBIT-Marge des Konzerns wuchs um 50 Basispunkte auf 24,5 Prozent, was einem EBIT von 269 Mio. Euro entspricht (Vorjahr: 268 Mio. Euro). Der Gewinn nach Steuern lag mit 177 Mio. Euro leicht über dem Vorjahr (175 Mio. Euro). Q-Cells strebt indes zur Restrukturierung ihrer Finanzverbindlichkeiten ein zweistufiges Verfahren an. So ist zunächst eine Einigung mit den Inhabern der Ende Februar 2012 fällig werdenden Wandelschuldverschreibung geplant, die unter anderem eine zeitlich gestaffelte Teilrückzahlung des ausstehenden Anleihevolumens vorsieht. In einem zweiten Schritt sollen kurzfristig mittels eines Schulden- und Kapitalschnitts (sogenannter Debt-to-Equity-Swap) die 2014 und 2015 fälligen Wandelschuldverschreibungen in Eigenkapital überführt werden. Ferner hat Q-Cells eine Neubewertung der Beteiligungsansätze von Tochtergesellschaften sowie des Sachanlagevermögens vorgenommen. Zum 31. Dezember 2011 weist der Einzelabschluss nach HGB nun ein negatives Eigenkapital aus. Die Papiere des Photovoltaik-Unternehmens rauschen um 13,3 Prozent nach unten.

DAX: 6.397,80 (-0,60 Prozent) MDAX: 9.786,64 (-0,67 Prozent) SDAX: 4.645,80 (-0,45 Prozent) TecDAX: 741,64 (-0,98 Prozent) (24.01.2012/ac/n/m)

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