Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienmärkte befinden sich auch im frühen Dienstaghandel wieder auf dem Rückzug. Neben den schwachen Vorgaben von der Wall Street belastet eine wieder aufgekommene Unsicherheit im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise. Der DAX verliert aktuell 1,51 Prozent auf 5.770,92 Punkte, während der MDAX 1,63 Prozent auf 8.741,43 Stellen fällt. Für den SDAX geht es derweil um 0,81 Prozent auf 4.404,13 Zähler nach unten. Der TecDAX verschlechtert sich um 2,05 Prozent auf 666,87 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,69 Prozent auf 135,55 Punkte, während sich der Euro um 0,33 Prozent auf 1,3697 US-Dollar verbilligt.
Die Wall Street zeigte sich am Montag mit deutlich schwächeren Tendenzen. Dabei drückten gedämpfte Erwartungen im Vorfeld des am 23. Oktober stattfindenden EU-Krisengipfels auf die Stimmung der Investoren. Der Dow Jones verschlechterte sich um 2,13 Prozent auf 11.397,00 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,98 Prozent auf 2.614,92 Zähler fiel. Der S&P 500 gab um 1,94 Prozent auf 1.200,86 Punkte nach.
Im Dax stehen heute im frühen Handel ThyssenKrupp als zweitschwächster Wert mit einem Abschlag von 3,3 Prozent unter Druck, nachdem der Konkurrent Steel Dynamics mit seinen Zahlen zum abgelaufenen Quartal nicht überzeugen konnte. Auf dem letzten Platz fahren BMW mit einem Verlust von 3,3 Prozent hinterher. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich unterdessen Fresenius Medical Care mit einem Zugewinn von 1,1 Prozent wieder.
Auch im MDAX haben derzeit Stahlwerte einen schweren Stand. So verbilligen sich Salzgitter um 2,7 Prozent, während es für Klöckner & Co um 2,8 Prozent nach unten geht. Die rote Laterne wird allerdings von TUI mit einem Wertverlust von 3,9 Prozent gehalten, während mit Heidelberger Druck und Kabel Deutschland lediglich zwei Titel grüne Vorzeichen ausweisen können.
Im SDAX geht es für Delticom an der Indexspitze um 2,4 Prozent nach oben. Der Internet-Reifenhändler präsentierte heute die vorläufigen Geschäftszahlen für das dritte Quartal und bestätigte im Anschluss die Prognose für das Gesamtjahr. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 99,4 Mio. Euro um 24,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Beim EBIT wurde ein Anstieg auf 9,5 Mio. Euro ausgewiesen, nach 6,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einer Umsatzrendite (EBIT-Marge in Prozent vom Umsatz) in Höhe von 9,5 Prozent (Vorjahreswert: 7,9 Prozent). Bereinigt man die quartalsweise EBIT-Marge um die Gewinne und Verluste aus Währungsdifferenzen, dann fällt sie aufgrund der niedrigeren Rohertragsmarge allerdings mit 8,5 Prozent deutlich niedriger aus als im Vorjahr (9,7 Prozent), teilte der Konzern weiter mit. Bei normalem Geschäftsverlauf rechnet das Management für das Gesamtjahr 2011 unverändert mit einem Umsatzplus von etwa 10 Prozent. Die EBIT-Marge sollte etwa ein Prozentpunkt niedriger sein als 2010. Daneben verschlechtern sich DIC Asset um 2,8 Prozent. Der Immobilienkonzern meldete heute, dass man mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Oktober 2011 die restlichen 50 Prozent an drei Joint Ventures mit Fonds übernimmt, die von Morgan Stanley Real Estate Investing beraten werden. DIC Asset wird dadurch alleinige Eigentümerin eines attraktiven Portfolios mit einem Marktwert von rund 190 Mio. Euro, das aus rund 20 Büro-Objekten in Berlin und Frankfurt besteht. Die durchschnittliche anfängliche Mietrendite bezogen auf den Kaufpreis liegt bei 7,7 Prozent. Die Übernahme vom langjährigen Projektpartner erfolgt über einen Share-Deal mit geringen Transaktionskosten. Es konnte ein bedeutender Abschlag auf den bestehenden Substanzwert des Portfolios (Net Asset Value, NAV) vereinbart werden.
DAX: 5.770,92 (-1,51 Prozent) MDAX: 8.741,43 (-1,63 Prozent) SDAX: 4.404,13 (-0,81 Prozent) TecDAX: 666,87 (-2,05 Prozent) (18.10.2011/ac/n/m)