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02.02.2012 09:59

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Börse Frankfurt am Morgen: Aufschläge, Deutsche Bank unter Druck

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendieren im frühen Donnerstaghandel erneut knapp in der Gewinnzone. Dabei profitieren die Indizes zum einen von den positiven Vorgaben aus Asien. Auf der anderen Seite enttäuschte der Zahlenausweis der Deutschen Bank. Der DAX gewinnt aktuell 0,33 Prozent auf 6.638,58 Punkte, während der MDAX um 0,41 Prozent auf 10.169,73 Stellen steigt. Für den SDAX geht es derweil um 0,36 Prozent auf 4.818,74 Zähler nach oben. Der TecDAX verbessert sich um 0,25 Prozent auf 757,76 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,06 Prozent auf 139,33 Punkte, während sich der Euro um 0,13 Prozent auf 1,3152 US-Dollar verbilligt.

Nachdem sich die wichtigsten US-Indizes am Dienstag nach eher durchwachsen ausgefallenen Quartalszahlen mit uneinheitlicher Tendenz aus dem Handel verabschiedeten, ging es am Mittwoch klar nach oben. Dabei stützten auch Hoffnungen auf einen Durchbruch bei der Griechenland-Problematik. Der Dow Jones gewann 0,66 Prozent auf 12.716,46 Punkte, während der NASDAQ Composite 1,22 Prozent auf 2.848,27 Zähler zulegte. Der S&P 500 notierte 0,89 Prozent stärker bei 1.324,09 Punkten.

Der Fokus der Investoren richtet sich heute vor allem auf die Quartalsbilanz der Deutschen Bank (Deutsche Bank). Die Bank wies im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlich höheren Gewinn aus. Dabei wurde im klassischen Bankgeschäft ein Rekordergebnis vor Steuern erreicht, während gleichzeitig Rekorderträge erzielt wurden. Im Bereich Corporate & Investment Bank (CIB) konnte man im Gesamtjahr trotz schwieriger Marktbedingungen und branchenweit niedriger Kundenaktivitäten ein solides Ergebnis verbuchen. Im vierten Quartal zeigte sich der Gewinn indes rückläufig. Der Gewinn nach Steuern lag im Gesamtjahr 2011 bei 4,33 Mrd. Euro, gegenüber einem Gewinn von 2,33 Mrd. Euro im Vorjahr. 2011 betrug der Ertragsteueraufwand bei 1,1 Mrd. Euro, woraus sich eine effektive Steuerquote von 20 Prozent ergab. 2010 hatten der Ertragsteueraufwand bei 1,6 Mrd. Euro und die effektive Steuerquote bei 41 Prozent gelegen. Die Steuerquote für das aktuelle Geschäftsjahr resultierte im Wesentlichen aus Änderungen bei dem Ansatz und der Bewertung latenter Steuern, einer vorteilhaften geografischen Verteilung des Konzernergebnisses und der teilweisen Steuerbefreiung des Gewinns im Zusammenhang mit der Hua Xia Bank. Der Vorsteuergewinn betrug 5,39 Mrd. Euro (Vorjahr: 3,98 Mrd. Euro). Das Ergebnis je Aktie (verwässert) belief sich auf 4,30 Euro, gegenüber 2,92 Euro im Jahr 2010. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern nach Zielgrößendefinition und bezogen auf das durchschnittliche Active Equity lag 2011 bei 9,8 Prozent nach 14,7 Prozent im Jahr 2010. Die Aktie gibt als Schlusslicht im Dax um 1,5 Prozent nach.

Von besonderem Interesse ist ferner auch der Zahlenausweis der Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft). Der Versicherungskonzern hat das Jahr 2011 trotz außerordentlicher Großschäden und Belastungen infolge der Finanzkrise nach vorläufigen Berechnungen mit einem Gewinn abgeschlossen. Im vierten Quartal 2011 konnte der Gewinn dabei gesteigert werden. Die Dividende soll stabil bleiben. Die Gruppe verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinn von 0,71 Mrd. Euro, nach 2,43 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Zum Ergebnis 2011 trug ein Steuerertrag von 0,55 (Vorjahr: Steueraufwand von 0,69) Mrd. Euro bei, der im Wesentlichen auf die steuerliche Abzugsfähigkeit der schweren Naturkatastrophenverluste des Jahres 2011 und die Entlastungswirkung aus früheren Verlusten in den USA zurückzuführen ist. Die gebuchten Bruttobeiträge der Gruppe stiegen im Geschäftsjahr 2011 um fast 9 Prozent auf 49,6 Mrd. Euro. Das Kapitalanlageergebnis der Gruppe sank um 22 Prozent auf 6,8 Mrd. Euro. Im vierten Quartal 2011 belief sich der Gewinn auf 0,63 (Vorjahr: 0,48) Mrd. Euro. Die gebuchten Bruttobeiträge der Gruppe erhöhten sich von 11,5 Mrd. Euro im Vorjahr auf 12,4 Mrd. Euro, während das Kapitalanlageergebnis von 1,4 Mrd. Euro auf 1,9 Mrd. Euro anzog. Der Titel gewinnt 0,4 Prozent an Wert. Die Gewinnerliste im DAX wird momentan von den Anteilsscheinen der Deutschen Börse AG angeführt, die sich um 2,5 Prozent verteuern.

Im MDAX schießen Sky Deutschland als bester Wert um 9,8 Prozent nach oben. Der Bezahlfernsehsender hat im Jahr 2011 seine Kundenzahl steigern und so Umsatz und EBITDA verbessern können. So erreichte man zum Ende des Jahres eine Gesamtzahl von 3.012.000 Abonnenten. Die Zahl der Nettoneukunden stieg insgesamt um 359.000, was fast dem doppelten des Nettowachstums im Vorjahreszeitraum (183.000) entspricht und damit den höchsten Nettokundenzuwachs in der Unternehmensgeschichte darstellt. Das fortgesetzte Kundenwachstum und die gestiegene Nachfrage nach den Produkten und Services von Sky führten zu einem Anstieg der Umsätze um 17 Prozent auf 1,14 Mrd. (2010: 977 Mio.) Euro. Das EBITDA verbesserte sich um 42 Prozent auf -155 Mio. Euro, nach -269 Mio. Euro in 2010. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU) stieg auf 30,46 (2010: 28,68) Euro. Auf dem letzten Platz geben Fraport um 1,4 Prozent nach.

Bechtle verbessern sich um 1,6 Prozent. Der IT-Dienstleister hat auf Basis vorläufiger Zahlen seine für 2011 geplanten ambitionierten Wachstumsziele erreicht und das Jahr mit neuen Rekordwerten abgeschlossen. So rechnet er mit einem Rekordumsatz von rund 2,0 Mrd. Euro, das entspricht einer Steigerung von fast 16 Prozent gegenüber 2010. Beim Vorsteuerergebnis (EBT) konnte Bechtle um 39 Prozent zulegen auf etwa 86 Mio. Euro. Die EBT-Marge verbesserte sich somit von 3,6 auf 4,3 Prozent.

Im SDAX rücken Amadeus FiRe (Amadeus Fire) um 1,8 Prozent vor, nachdem der Personaldienstleister im abgelaufenen Fiskaljahr nach vorläufigen Berechnungen einen Gewinnanstieg erzielen konnte.

DAX: 6.638,58 (+0,33 Prozent) MDAX: 10.169,73 (+0,41 Prozent) SDAX: 4.818,74 (+0,36 Prozent) TecDAX: 757,76 (+0,25 Prozent) (02.02.2012/ac/n/m)

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