Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes können ihren Aufwärtstrend vom Vortag auch im frühen Mittwochhandel fortsetzen. Die Stimmung am Markt bleibt nach den jüngsten EU-Gipfelbeschlüssen positiv. Der DAX gewinnt aktuell 1,04 Prozent auf 6.525,94 Punkte, während der MDAX um 0,83 Prozent auf 10.000,02 Stellen steigt. Für den SDAX geht es derweil um 0,46 Prozent auf 4.752,90 Zähler nach oben. Der TecDAX verbessert sich um 0,30 Prozent auf 746,12 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,06 Prozent auf 139,63 Punkte, während sich der Euro um 0,04 Prozent auf 1,3071 US-Dollar verbilligt.
Die US-Indizes haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Nach freundlichem Beginn drückten enttäuschende Konjunkturdaten die Kurse zunächst in den roten Bereich. Sowohl der Einkaufsmanagerindex von Chicago als auch das US-Verbrauchervertrauen verfehlten die Erwartungen. Letztlich schlossen die Indizes aber kaum verändert. Der Dow Jones verlor 0,16 Prozent auf 12.632,91 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,07 Prozent auf 2.813,84 Zähler zulegte. Der S&P 500 schloss 0,05 Prozent schwächer bei 1.312,41 Punkten.
Im Mittelpunkt des Interesses der Investoren steht heute im Dax der Zahlenausweis von Infineon (Infineon Technologies). Der Technologiekonzern hat seinen Umsatz im ersten Quartal gesteigert, während das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken ist. Umsatz und Ergebnis lagen dabei leicht über den Prognosen. Für das zweite Quartal wird ein unveränderter bis leicht rückläufiger Umsatz gegenüber dem Vorquartal erwartet. Der Umsatz belief sich im ersten Quartal auf 946 Mio. Euro, gegenüber 922 Mio. Euro im Vorjahr. Das Gesamtsegmentergebnis sank auf 141 Mio. Euro von 177 Mio. Euro im Vorjahr. Die Gesamtsegmentergebnis-Marge ging von 19,2 Prozent auf 14,9 Prozent zurück. Damit lag sie jedoch auf dem vom Konzern anvisierten Zielniveau von 15 Prozent über den Durchschnitt eines Zyklus. Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten lag im ersten Quartal bei 104 Mio. Euro, nach 149 Mio. Euro im Vorjahr. Neben dem geringeren Gesamtsegmentergebnis haben auch Steueraufwendungen in Höhe von 20 Mio. Euro zum Rückgang des Ergebnisses aus fortgeführten Aktivitäten beigetragen. Der Konzernüberschuss erreichte 96 Mio. Euro, nach 232 Mio. Euro im Vorjahr und 125 Mio. Euro im Vorquartal. Die Aktie verbessert sich um 2,9 Prozent. Daneben geht es für Allianz um 1,7 Prozent nach oben. Das Unternehmen verlautbarte, dass ein Konsortium mit Beteiligung des Versicherungskonzerns am 31. Januar den Erwerb eines 24,1-prozentigen Anteils an Gassled von der norwegischen Statoil (Statoil ASA) abgeschlossen hat. Schließlich legen ThyssenKrupp um 1,7 Prozent zu. Der Aufsichtsrat des Stahlkochers hat den Verkauf der Edelstahlsparte Inoxum an den finnischen Konkurrenten Outokumpu Oy genehmigt. Die Gewinnerliste im DAX wird von RWE mit einem Aufschlag von 3,2 Prozent angeführt, während mit MAN, Fresenius und Fresenius Medical Care lediglich drei Werte leichte Abschläge ausweisen müssen.
Hannover Rück (Hannover Rueckversicherung) steigen um 0,2 Prozent. Der Rückversicherer zeigt sich zufrieden mit den Ergebnissen der Vertragserneuerungen in der Schaden-Rückversicherung zum 1. Januar 2012. So standen vom gesamten Vorjahres-Prämienvolumen in der Schaden-Rückversicherung (ohne fakultatives Geschäft und strukturierte Rückversicherung) in Höhe von 5,49 Mrd. Euro zum 1. Januar 2012 knapp zwei Drittel der Verträge mit einem Volumen von insgesamt 3,48 Mrd. Euro zur Erneuerung an. Hiervon wurden Verträge im Umfang von 3,13 Mrd. Euro verlängert, Verträge über 347 Mio. Euro hingegen gekündigt bzw. in veränderter Form erneuert. Inklusive der Zuwächse von 563 Mio. Euro aus neuen oder veränderten Verträgen und dank verbesserter Preise ergibt sich damit ein erneuertes Prämienvolumen von 3,69 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 6 Prozent.
Bereits gestern nach US-Börsenschluss meldete sich QIAGEN mit den Ergebnissen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2011 zu Wort. Dabei konnten die Erwartungen übertroffen werden. Der Konzernumsatz stieg im vierten Quartal 2011 um 17 Prozent auf 334,4 Mio. US-Dollar, nach 286,0 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Nettogewinn wurde auf 73,6 Mio. US-Dollar bzw. 31 Cents je Aktie beziffert, nach zuvor 62,0 Mio. US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 28 Cents bei Erlösen in Höhe von 323,2 Mio. US-Dollar prognostiziert. Im Gesamtjahr 2011 steigerte Qiagen den Umsatz um 8 Prozent auf 1,17 Mrd. US-Dollar. Der bereinigte Nettogewinn belief sich auf 234,4 Mio. US-Dollar bzw. 98 Cents je Aktie, nach 222,7 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Titel verbilligt sich als Schlusslicht im TecDax um 3 Prozent. Indes klettern JENOPTIK um 0,3 Prozent nach oben. Der Technologiekonzern konnte im abgelaufenen Fiskaljahr 2011 nach vorläufigen Berechnungen einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg ausweisen. So lag der Umsatz nach vorläufigen Berechnungen mit. ca. 540 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 478,8 Mio. Euro. Der Auftragseingang wird für das gesamte Geschäftsjahr 2011 bei voraussichtlich knapp 650 Mio. Euro liegen, was einem Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 534,6 Mio. Euro entspricht. Beim Konzern-EBIT erwartet JENOPTIK einen Gewinn von knapp 48 Mio. Euro, nach 29,0 Mio. Euro im Vorjahr. Das Vorsteuerergebnis soll im Fiskaljahr 2011 mehr als 30 Mio. Euro erreichen, nach 15,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Im SDAX rücken CeWe Color um 0,9 Prozent vor. Das Unternehmen konnte im abgelaufenen Fiskaljahr dank eines starken Schlussquartals die Jahresziele beim Umsatz übertreffen. So lag der Umsatz nach vorläufigen Berechnungen mit 469 Mio. Euro um 5 Prozent über dem Vorjahreswert. Damit konnte man auch die zuvor veröffentlichte konzerneigene Prognose von 447 bis 460 Mio. Euro überbieten.
DAX: 6.525,94 (+1,04 Prozent) MDAX: 10.000,02 (+0,83 Prozent) SDAX: 4.752,90 (+0,46 Prozent) TecDAX: 746,12 (+0,30 Prozent) (01.02.2012/ac/n/m)