Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Indizes können sich im frühen Dienstaghandel wieder von ihren Vortagesverlusten erholen und profitieren dabei vor allem von den positiven Vorgaben von der Wall Street. Der DAX gewinnt aktuell 1,24 Prozent auf 6.002,09 Punkte, während der MDAX um 0,64 Prozent auf 9.090,68 Stellen steigt. Für den SDAX geht es derweil um 0,62 Prozent auf 4.560,50 Zähler nach oben. Der TecDAX verbessert sich um 1,55 Prozent auf 700,32 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,03 Prozent auf 137,87 Punkte, während sich der Euro um 0,03 Prozent auf 1,3762 US-Dollar verteuert.
Nach einer Berg- und Talfahrt sind die US-Indizes am Montag mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Angesichts der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung in Griechenland und der politischen Stabilität hatten die Kurse lange in der Verlustzone gelegen, im späten Handel aber ins Plus gedreht. Der Dow Jones gewann 0,71 Prozent auf 12.068,39 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,34 Prozent auf 2.695,25 Zähler zulegte. Der S&P 500 verbesserte sich um 0,63 Prozent auf 1.261,08 Punkte.
Im Dax richtet sich der Fokus der Investoren heute auf die Aktie der Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft), die als schwächster Wert im DAX 0,2 Prozent hinzugewinnt. Der Versicherer verlautbarte, dass das schwierige Umfeld an den Finanzmärkten, Währungseffekte und die hohen Belastungen aus Naturkatastrophen das Neun-Monats-Ergebnis geprägt haben. Für das Gesamtjahr 2011 geht Munich Re aber weiterhin von einem positiven Jahresergebnis aus und strebt eine stabile Dividende an. So verzeichnete die Gruppe in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Gewinn von 80 Mio. Euro, nach 1,96 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Darin sind Belastungen von 3,6 Mrd. Euro aus den großen Naturkatastrophen zu Jahresbeginn enthalten. Das operative Ergebnis von Januar bis September lag bei 402 Mio. Euro (Vorjahr: 3,37 Mrd. Euro). Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich im DAX die Papiere von Infineon mit einem Zugewinn von 2,2 Prozent wieder.
Im MDAX geht es für Heidelberger Druck (Heidelberger Druckmaschinen) um 3,1 Prozent nach oben. Das Unternehmen veröffentlichte heute die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2011/12 und hat im Anschluss ein Effizienzsteigerungsprogramm angekündigt. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 1,18 Mrd. Euro (wechselkursbereinigt: 1,21 Mrd. Euro) in etwa auf Vorjahresniveau (knapp 1,20 Mrd. Euro). Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ohne Sondereinflüsse konnte auf -21 Mio. Euro verbessert werden, nach -41 Mio. Euro im Vorjahr. Beim Nachsteuerergebnis wurde ein Verlust von 66 Mio. Euro verbucht, nach einem Minus von 88 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Mit Enttäuschung wurde ferner der Neunmonatsbericht von LEONI aufgenommen. Der Automobilzulieferer hat in den ersten neun Monaten 2011 ein deutliches Umsatz- und Gewinnplus erzielt. So wuchs der Konzernumsatz um 30 Prozent auf den neuen Rekordwert von 2,77 Mrd. Euro. Ferner legte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 90 Prozent auf 183,6 Mio. Euro zu und der Gewinn nach Steuern wurde auf 115,1 Mio. Euro mehr als verdoppelt, nach zuvor 47,7 Mio. Euro. Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage und der guten Auftragssituation in beiden Unternehmensbereichen bekräftigte LEONI die im Juli angehobene Prognose für das Gesamtjahr. Der Titel gibt am Indexende um 3,1 Prozent nach. Des Weiteren verteuern sich Aareal Bank an der Indexspitze um 7 Prozent. Der Immobilienfinanzierer konnte im dritten Quartal 2011 einen deutlichen Anstieg beim Ergebnis ausweisen. So übertraf das Konzernbetriebsergebnis mit 47 Mio. Euro den Wert des Vorjahreszeitraums um rund 42 Prozent. Nach neun Monaten hat die Aareal Bank Gruppe ein Konzernbetriebsergebnis von 138 Mio. Euro erwirtschaftet und damit bereits das Ergebnis des Gesamtjahres 2010 übertroffen (134 Mio. Euro). Ferner kletterte der Konzerngewinn auf 24 Mio. Euro (Q3/2010: 10 Mio. Euro), bzw. auf 69 Mio. Euro (9M 2010: 27 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss stieg im dritten Quartal 2011 auf 133 Mio. Euro (Q3/2010: 131 Mio. Euro) und das Provisionsergebnis zog im abgelaufenen Quartal auf 38 Mio. Euro (Q3/2010: 24 Mio. Euro) an.
GAGFAH (Gagfah) verbessern sich um 0,4 Prozent. Wie schon gestern bekannt gegeben wurde, hat der Immobilienkonzern in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2011 einen Gewinnrückgang verzeichnet. So ging das EBIT-Ergebnis von 268,1 Mio. Euro im Vorjahr um 13 Prozent auf 234,3 Mio. Euro zurück, während das EBT von 33,4 Mio. Euro auf 10,0 Mio. Euro um 70 Prozent sank. Ferner wurde ein FFO von 110,7 Mio. Euro bzw. 0,49 Euro je Aktie erzielt, nach 128,6 Mio. Euro oder 0,57 Euro je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Net Asset Value (NAV) belief sich zum Ende des dritten Quartals auf 12,10 Euro je Aktie.
AIXTRON (AIXTRON SE) legen um 0,7 Prozent zu. Der Technologiekonzern gab heute nach der erfolgreichen Produkteinführung der CRIUS II-L den nächsten Meilenstein bekannt. Den Angaben zufolge liefert die neue CRIUS II-XL mit einer Konfiguration von beispielsweise 19x4-Zoll nicht nur die weltweit größte Kapazität, sondern auch höchsten Durchsatz und maximale Produktivität. Damit sind Hersteller in der Lage, bei effizientester Ausnutzung der Standfläche zu niedrigsten Betriebskosten zu produzieren.
Im SDAX notieren Delticom annähernd auf Vortagesniveau. Der Internet-Reifenhändler konnte in den ersten neun Monaten 2011 seinen Umsatz um 15,8 Prozent erhöhen. Der Periodenüberschuss verbesserte sich von 15,3 Mio. Euro im Vorjahr auf nunmehr 19 Mio. Euro. Tipp24 verbessern sich indes nach Neunmonatsszahlen um 0,2 Prozent. Der Glücksspielanbieter konnte in diesem Zeitraum Umsatz und EBIT steigern.
DAX: 6.002,09 (+1,24 Prozent) MDAX: 9.090,68 (+0,64 Prozent) SDAX: 4.560,50 (+0,62 Prozent) TecDAX: 700,32 (+1,55 Prozent) (08.11.2011/ac/n/m)