Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte starten am ersten Handelstag der Woche mit leichten Zugewinnen. Aktuell steigt der Dax um 0,15 Prozent auf 5.886,28 Punkte, während der MDAX um 0,08 Prozent auf 7.846,50 Zähler abgibt. Beim SDAX sind aktuell Aufschläge von 0,34 Prozent auf 3.761,56 Zähler auszumachen, während der TecDax um 0,58 Prozent auf 828,09 Zähler zulegen kann. Beim Bund-Future ist derzeit ein Plus von 0,06 Prozent auf 124,09 Punkten auszumachen.
Am Freitag hatten die US-Börsen nach gut ausgefallenen Daten zum Arbeitsmarkt mit deutlichen Zugewinnen geschlossen. Der Dow Jones verbesserte sich um 1,17 Prozent auf 10.566,20 Punkte, während der Nasdaq Composite um 1,48 Prozent auf 2.326,35 Zähler anstieg. Getrieben wurden die Kurse dabei von besser als erwarteten Arbeitsmarktdaten: Zwar hatte sich die Arbeitsmarktsituation in den USA im Februar 2010 weiter verschlechtert. Das Minus bei der Beschäftigtenzahl außerhalb der Landwirtschaft von 36.000 Personen fiel jedoch geringer als der von vielen Volkswirten befürchtete Rückgang von 68.000 Personen aus. Zudem verharrte die Arbeitslosenquote bei 9,7 Prozent, während Volkswirte einen Anstieg auf 9,8 Prozent erwartet hatten. Auch an den asiatischen Leitbörsen waren überwiegend deutlichere Zugewinne auszumachen. Unter anderem verbesserte sich der japanische Nikkei-Index um rund 2 Prozent. Am heutigen Handelstag wird mit einem allgemein ruhigen Handelsverlauf gerechnet, zumal am Nachmittag in den USA keine relevanten Konjunkturdaten zur Veröffentlichung anstehen. Auf der Unternehmensseite werden unter anderem die Geschäftszahlen von CDC und Chesapeak Energy veröffentlicht.
An der Spitze des DAX befinden sich zu Handelsbeginn Anteilsscheine von METRO . Diese profitieren von einem Pressebericht, wonach die Konzerntochter Media-Saturn ihr Online-Angebot deutlich ausbauen will. Zudem werde die Elektronik-Kette auch in China expandieren und möglicherweise im Spätsommer die erste Filiale in Shanghai eröffnen. Aktuell kann der Wert an der DAX-Spitze 1,5 Prozent zulegen. Auch Anteilsscheine der Deutsche Lufthansa können deutlicher hinzugewinnen. In einem Zeitungsinterview hatte der Verbraucherschützer Gerd Billen im Tarifstreit zwischen der Fluglinie und der Pilotenvereinigung Cockpit im Interesse der Kunden dazu aufgefordert, einen neuen Streik zu vermeiden. Wie es weiter heißt, seien Streiks derzeit nach der am Dienstag endenden Friedenspflicht nicht sehr wahrscheinlich. Derzeit kann der Wert mehr als 1 Prozent fester tendieren. Mit an der DAX-Spitze rangieren unter anderem Commerzbank, K+S sowie ThyssenKrupp.
Am unteren Ende kommen Salzgitter nach den in der vergangenen Woche vorgelegten Geschäftszahlen mehr als 1 Prozent zurück. Dabei hat der Wert unter anderem unter negativen Analystenkommentaren zu leiden. Daneben sind unter anderem bei Daimler und SAP Abschläge auszumachen.
Im MDAX richten sich die Blicke unter anderem auf den Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf AG . In einem Interview erklärte der Finanzchef, dass man sich nach dem deutlichen Ergebnisrückgang im vorangegangenen Fiskaljahr voraussichtlich auch im laufenden Geschäftsjahr auf einen zweistelligen Rückgang beim operativen Ergebnis einstellen müsse. Langfristig seien die Perspektiven jedoch trotz der Krise weiter intakt. Die Aktie muss zu Handelsbeginn aktuell rund 3,6 Prozent abgeben. Schwächer tendieren mitunter auch Vossloh und Tognum, die Abschläge von knapp 1 Prozent ausweisen müssen. Am oberen Ende des MDAX rangieren derzeit Praktiker und RATIONAL jeweils mit Zugewinnen von 3 Prozent.
Auch im TecDAX setzt sich die Aufwärtsbewegung der vergangenen Handelstage weiter fort. An der Spitze befinden sich aktuell Anteilsscheine von Roth & Rau, die nach den deutlichen Abschlägen vom Freitag aktuell 2,5 Prozent zulegen können. Der Solartechnikkonzern hatte am Schlusstag der vergangenen Woche Geschäftszahlen vorgelegt. Aus dem Solarsektor sind unter anderem auch SMA Solar, und Q-Cells gefragt, die jeweils Zugewinne von mehr als 1,5 Prozent vorzuweisen haben. Daneben befinden sich Drägerwerk und die Software AG deutlicher auf der Gewinnerseite. Am unteren Ende rangieren aktuell MediGene sowie Pfeiffer Vacuum, die 0,8 bzw. 0,6 Prozent leichter tendieren.
DAX: 5.886,28 (+0,15 Prozent) MDAX: 7.846,50 (-0,08 Prozent) SDAX: 3.761,56 (+0,34 Prozent) TecDAX: 828,09 (+0,58 Prozent)
(08.03.2010/ac/n/m)