Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Belastet von negativen Vorgaben aus den USA sind die deutschen Standardwerte mehrheitlich schwächer in den Tag gestartet. Der Dax gibt zur Stunde 0,19 Prozent ab auf 5.973,12 Punkte. Der MDAX rückt indes um 0,25 Prozent vor auf 8.000,34 Stellen. Der SDAX verliert 0,17 Prozent auf 3.827,63 Zähler. Dagegen gewinnt der TecDax 0,20 Prozent auf 741,27 Punkte. Der Bund Future gewinnt 0,09 Prozent auf 129,32 Zähler. Der Euro zieht um 0,25 Prozent an auf 1,2018 Dollar.
Die Inflation in Deutschland hat sich im Mai nach endgültigen Angaben des Statistischen Bundesamtes beschleunigt. Wie bekannt gegeben wurde, wuchs die Inflationsrate auf 1,2 Prozent, nach einer Jahresteuerungsrate von 1,0 Prozent im April 2010 und 0,0 Prozent im Mai 2009. Der für die Geldpolitik wichtige Schwellenwert von 2,0 Prozent wird damit weiterhin unterschritten.
Die Wall Street ist am Vorabend nach Handelsschluss in Deutschland noch deutlich abgesackt. Der Dow Jones, der im Hoch mit 1,3 Prozent im Plus lag, schloss am Ende 0,4 Prozent schwächer. Daneben verloren der S&P 500 0,6 und der Nasdaq Composite 0,5 Prozent. Laut dem Konjunkturbericht Beige Book hat sich die wirtschaftliche Lage in den USA seit der Veröffentlichung des letzten Berichts in allen 12 FED-Distrikten verbessert. Allerdings bezeichnen einige Notenbankbezirke die Wachstumsgeschwindigkeit als "bescheiden". Die Situation auf dem Arbeitsmarkt in Amerika hat sich leicht positiv entwickelt, der Lohndruck war lediglich begrenzt. Im weiteren Handelsverlauf werden der EZB-Zinsentscheid und in den USA die Handelsbilanz, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der Staatshaushalt erwartet.
Die T-Aktie liegt aktuell mit 0,2 Prozent im Minus. Dabei gab die Deutsche Telekom bekannt, dass T-Systems von der DekaBank den Zuschlag für die Übernahme und den Betrieb der Informations- und Kommunikationsinfrastruktur erhalten hat. Dabei sei eine Vertragslaufzeit von sechs Jahren vereinbart worden. Das Volumen über die gesamte Laufzeit liege im dreistelligen Millionen Euro Bereich. An der DAX-Spitze gewinnen Henkel 0,6 Prozent, gefolgt von Linde und adidas. Auf der Gegenseite kommen Titel der Deutschen Bank (Deutsche Bank) um 2,6 Prozent zurück. Einem Pressebericht zufolge droht dem Finanzkonzern ein milliardenschweres Problem in den USA. Eine Tochter des deutschen Branchenprimus könnte drastisch unterkapitalisiert sein. Die US-Einlagensicherung kritisiert fehlendes Eigenkapital der amerikanischen Tochter Taunus, hieß es.
Wie der im MDAX gelistete Aromenhersteller Symrise erklärte, stärkt er seine weltweite Marktführerschaft in der Herstellung von synthetischem Menthol mit einem signifikanten Ausbau der Produktionskapazitäten. Den Angaben zufolge beabsichtigt der Konzern, die bestehenden Kapazitäten bis zur Jahresmitte 2012 zu verdoppeln. Mit diesem Projekt in einem strategisch wichtigen Wachstumsmarkt vertiefe Symrise die Kooperation mit LANXESS . Symrise geben leicht ab. LANXESS gewinnen dagegen 1,8 Prozent.
In Zusammenhang mit der Übernahme der IDS Scheer durch die Software AG wird einem Medienbericht zufolge offenbar wegen des Verdachts des Insiderhandels ermittelt. Nach dem Zeitungsbericht haben bereits Durchsuchungen in den Firmenzentralen in Saarbrücken und Darmstadt sowie in Privatwohnungen stattgefunden. Die Aktie der Software AG legt davon unbeeindruckt im TecDAX 1,6 Prozent zu. An der Spitze gewinnen JENOPTIK 3,3 Prozent. Am Indexende kommen Kontron um 2,2 Prozent zurück.
DAX: 5.973,12 (-0,19 Prozent) MDAX: 8.000,34 (+0,25 Prozent) SDAX: 3.827,63 (-0,17 Prozent) TecDAX: 741,27 (+0,20 Prozent) (10.06.2010/ac/n/m)