Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienmärkte tendieren im frühen Montaghandel fester. Dabei stützt die Hoffnung auf eine baldige Lösung der europäischen Schuldenkrise und die am Freitag im späten Handel positive Entwicklung an der Wall Street. Der DAX gewinnt aktuell 1,89 Prozent auf 6.080,10 Punkte, während der MDAX 2,20 Prozent auf 9.225,42 Stellen steigt. Für den SDAX geht es derweil um 0,81 Prozent auf 4.507,13 Zähler nach oben. Der TecDAX verbessert sich um 1,21 Prozent auf 700,53 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,28 Prozent auf 133,02 Punkte, während sich der Euro um 0,03 Prozent auf 1,3872 US-Dollar verteuert.
Die Wall Street konnte am Freitag mit kräftigen Zugewinnen aus dem Handel gehen. Neben dem erfreulichen Quartalsausweis von Google wurde die Stimmung am Markt auch von besser als erwarteten Einzelhandelsdaten beflügelt. Der Dow Jones verbesserte sich um 1,45 Prozent auf 11.644,49 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,82 Prozent auf 2.667,85 Zähler anstieg. Der S&P 500 legte um 1,74 Prozent auf 1.224,58 Punkte zu.
Der Vorstandschef der Deutschen Bank (Deutsche Bank), Josef Ackermann, ist einem Medienbericht zufolge als Vorsitzender des Internationalen Bankenverbandes (IIF) zentral an den Verhandlungen über einen Schuldenschnitt für Griechenland beteiligt. Wie es unter Berufung auf Finanz- und Bankenkreise heißt, gehe es dabei um einen Erlass von bis zu 50 Prozent der griechischen Schulden, den die privaten Banken formal freiwillig leisten sollen. Der Titel rückt um 2,7 Prozent vor. Daneben legen Commerzbank um 1 Prozent zu.
Deutsche Telekom verbessern sich um 0,5 Prozent. Der Telekommunikationskonzern teilte bereits am Freitag mit, dass das Unternehmen BUYIN nach Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden am heutigen Montag als Einkaufs-Kooperation von Deutsche Telekom und France Télécom in Brüssel seinen Geschäftsbetrieb aufnimmt. Den Angaben zufolge wird das gemeinsame Beschaffungsunternehmen mit operativen Einheiten in Frankreich und Deutschland von Volker Pyrtek (52) geleitet, dem bisherigen Einkaufschef der Deutschen Telekom. Die Partner haben ihre Beschaffungsaktivitäten in den Bereichen Endgeräte, Mobilfunknetze, großen Teilen der Festnetzausrüstung und Service-Plattformen in einem 50:50 Joint Venture zusammengeführt. E.ON (EON) verteuern sich um 1,5 Prozent. Der Versorger will einem Pressebericht zufolge im Zuge des Streits mit der Bundesregierung um die Kosten des Atomausstiegs auf Schadensersatz in Milliardenhöhe klagen. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich im Dax Infineon mit einem Zugewinn von 3,3 Prozent wieder, während die rote Laterne mit einem Abschlag von 0,4 Prozent an Fresenius Medical Care geht. Daneben notieren nur noch Fresenius knapp im Minus.
HOCHTIEF (HOCHTIEF) rücken um 3,2 Prozent vor. Der Baukonzern will einem Medienbericht zufolge seine Position in den Auslandsmärkten durch Zukäufe stärken. Wie der Vorstandschef Frank Stieler gegenüber der Presse verlautbarte, werde man in Kürze an der Westküste Kanadas ein Hochbauunternehmen mit einem Umsatz von deutlich mehr als 100 Millionen Euro kaufen. Zudem prüfe man in Indien die Übernahme einer Ingenieurbaugesellschaft - ebenfalls ein Zukauf in dreistelliger Millionenhöhe.
Die im TecDax notierte Beteiligungsgesellschaft BB BIOTECH (BB Biotech) will den chronischen Abschlag auf den Wert ihrer Beteiligungen mit Aktienrückkäufen massiv verringern. "Wenn ein lokales, europäisches Biotechunternehmen schlecht performt, dann spüren selbst wir das, auch wenn wir den Wert überhaupt nicht im Portfolio haben. Dann leidet das Sentiment insgesamt. Wir gehen das Problem jetzt aktiv an über den Rückkauf eigener Aktien. Wir wollen den Discount auf 10 bis 15 Prozent eindämmen", sagte der Vorstandschef Daniel Koller am Samstag gegenüber der Presse. Der Titel verteuert sich um 0,5 Prozent.
DAX: 6.080,10 (+1,89 Prozent) MDAX: 9.225,42 (+2,20 Prozent) SDAX: 4.507,13 (+0,81 Prozent) TecDAX: 700,53 (+1,21 Prozent) (17.10.2011/ac/n/m)