Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes haben einen Fehlstart in die neue Handelswoche hingelegt, nachdem sich die Hoffnungen auf eine schnelle Lösung der Griechenland-Problematik verflüchtigt haben. Der DAX verschlechtert sich aktuell um 1,16 Prozent auf 7.080,61 Punkte. Der MDAX fällt um 0,87 Prozent auf 10.438,66 Stellen. Für den SDAX geht es derweil um 0,21 Prozent nach unten auf 5.284,50 Zähler. Der TecDAX verliert 0,29 Prozent auf 868,04 Punkte. Der Bund Future gewinnt 0,26 Prozent auf 126,40 Zähler, während der Euro um 0,39 Prozent auf 1,4207 US-Dollar nachgibt.
Die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte sind im Mai 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit vermindertem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterte der Index um 6,1 Prozent. Im April 2011 hatte die Jahresveränderungsrate bei 6,4 Prozent und im Mai 2010 bei 0,9 Prozent gelegen. Die Preissteigerungen für Energie waren für gut die Hälfte der gesamten Jahresveränderungsrate verantwortlich.
Die Aussicht auf ein neues Rettungspaket für Griechenland verhalf den US-Börsen vor dem Wochenende zu einer Erholung. Positive Impulse brachten auch die besser als erwartet ausgefallenen US-Frühindikatoren. Der Dow Jones gewann 0,36 Prozent auf 12.004,28 Punkte. Der S&P 500 stieg um 0,30 Prozent auf 1.271,50 Zähler. Dagegen gab der NASDAQ Composite um 0,28 Prozent auf 2.616,48 Punkte nach.
adidas sprinten im frühen Handel mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent als einziger Wert im grünen Bereich vor. Der Sportartikelhersteller erhofft sich von der Frauenfußballweltmeisterschaft in Deutschland eine leichte Belebung für das Geschäft. Der Umsatzanteil, den adidas mit Frauen macht, wurde vom Vorstandsvorsitzenden Herbert Hainer mit 30 Prozent angegeben. In den kommenden Jahren soll der Umsatzanteil im Geschäft mit Frauen weiter ausgebaut werden. Die rote Laterne wird indes von der Allianz mit einem Verlust von 1,7 Prozent gehalten.
EADS will einem Medienbericht zufolge in einen neuen Geschäftsbereich einsteigen und im weltweiten Krieg gegen Cyber-Attacken mitmischen. Ziel ist es, die bisherigen eigenen Aktivitäten zu bündeln und weiter im Markt zuzukaufen. "Wir wollen mehrere hundert Millionen in den Bereich investieren, wobei ein Großteil für den Aufkauf von Spezialfirmen verwendet werden soll", sagte Cassidian-Chef Stefan Zoller im Vorfeld der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris in einem Presseinterview. Dazu soll unter dem Dach der Sicherheitssparte Cassidian eine eigene Internetsicherheitsfirma gegründet werden. Damit will EADS einen Rückstand in dem weltweit boomenden Sektor aufholen. Für den Anteilsschein geht es um 1,2 Prozent nach unten. Im MDAX stehen heute ferner die Aktien von ElringKlinger im Fokus. Der Automobilzulieferer will einem Pressebericht zufolge im nächsten Jahr wieder in den angestrebten operativen Korridor von 16 bis 18 Prozent Marge zurückkehren. Der Titel verschlechtert sich um 0,6 Prozent. Indes will Aloysius Rauen, Chef des Kranherstellers Demag Cranes einem Pressebericht zufolge auch nach der Übernahme durch den US-Baumaschinenherstellers Terex Chef des Unternehmens bleiben. Die Aktie gewinnt 0,1 Prozent an Wert. An der Spitze des MDAX können sich die Papiere von Celesio mit einem Aufschlag von 2,7 Prozent ein wenig von den massiven Freitagsverlusten erholen. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren finden sich derweil die Aktien von IVG Immobilien mit einem Abschlag von 2,3 Prozent wieder.
Im TecDax stechen die Titel von JENOPTIK mit einem Zugewinn von 1,8 Prozent positiv hervor, während es am Indexende für ADVA um 2,9 Prozent nach unten geht.
Die Anteilsscheine von GSW Immobilien und NORMA Group werden heute erstmals im SDAX gelistet und ersetzen dabei die Titel von Colonia Real Estate und der Homag Group . Während GSW Immobilien um 0,9 Prozent nachgeben, verlieren NORMA 0,5 Prozent an Wert.
DAX: 7.080,61 (-1,16 Prozent) MDAX: 10.438,66 (-0,87 Prozent) SDAX: 5.284,50 (-0,21 Prozent) TecDAX: 868,04 (-0,29 Prozent) (20.06.2011/ac/n/m)