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09.11.2011 10:02

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Börse Frankfurt am Morgen: Indizes legen zu, Deutsche Post nach Zahlen im Höhenrausch

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Indizes haben einen positiven Start in den Mittwochhandel erwischt. Die Stimmung der Investoren ist derzeit gut, nachdem der italienische Regierungschef Berlusconi gestern seine Bereitschaft zum Rücktritt erklärt hat. Daneben stehen heute zahlreiche Quartalsausweise im Blickfeld der Anleger. Der DAX gewinnt aktuell 1,14 Prozent auf 6.029,43 Punkte, während der MDAX um 1,04 Prozent auf 9.159,43 Stellen steigt. Für den SDAX geht es derweil um 0,72 Prozent auf 4.568,26 Zähler nach oben. Der TecDAX verbessert sich um 0,63 Prozent auf 706,89 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,17 Prozent auf 137,80 Punkte, während sich der Euro um 0,15 Prozent auf 1,3805 US-Dollar verbilligt.

Die wichtigsten US-Indizes gingen am Dienstag mit Zugewinnen in den Feierabend. Die Nachricht vom bevorstehenden Rücktritt Silvio Berlusconis hatte im späteren Handel für positive Impulse gesorgt. Der Dow Jones legte bis Handelsende 0,84 Prozent auf 12.170,18 Punkte zu, während der NASDAQ Composite 1,20 Prozent auf 2.727,49 Zähler hinzugewann. Der S&P 500 notierte abschließend bei 1.275,92 Punkten (+1,17 Prozent).

Deutsche Post (Deutsche Post) schießen auf Platz eins der Gewinnerliste im Dax um 6,7 Prozent nach oben. Der Brief- und Logistikkonzern hat auch im dritten Quartal 2011 seinen Umsatz gesteigert und die Profitabilität deutlich erhöht. Zu der positiven Umsatzentwicklung hätten alle Unternehmensbereiche beigetragen. Der BRIEF-Bereich profitiere mit seinem Paketgeschäft nach wie vor von dem rasanten Wachstum des Internet-Handels. Aufgrund starker Margenverbesserungen hatten alle Unternehmensbereiche darüber hinaus zweistellige Zuwächse bei der Profitabilität verbuchen können. Die Ergebnisprognose für 2011 wurde vor diesem Hintergrund angehoben. So erhöhte sich der Konzernumsatz zwischen Juli und September im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent auf 13,1 Mrd. Euro. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseinflüsse legten die Umsätze des Unternehmens mit 5,7 Prozent deutlich stärker zu. Das operative Ergebnis des Konzerns stieg um 18,5 Prozent auf 646 Mio. Euro. Allein 440 Mio. Euro entfielen hiervon auf die drei DHL-Divisionen, über 50 Mio. Euro mehr als noch ein Jahr zuvor. Der Konzerngewinn verbesserte sich im dritten Quartal von 226 Mio. Euro im Vorjahr auf 385 Mio. Euro im Jahr 2011. Dies entspricht einem Anstieg des Quartalsergebnisses je Aktie von 19 Cent auf 32 Cent.

Dagegen musste der Versorger E.ON (EON) in den ersten neun Monaten einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnen. Der Umsatz lag im Neunmonatszeitraum mit 77,51 Mrd. Euro um 21 Prozent über den Wert des Vorjahres. Das Adjusted EBITDA sank hingegen um 39 Prozent auf rund 6,55 Mrd. Euro. Dieser Rückgang hat im Wesentlichen drei Gründe: Erstens belasten die vorzeitige Abschaltung deutscher Kernkraftwerke und die Kernbrennstoffsteuer das Ergebnis mit rund 2,3 Mrd. Euro, zweitens liegt das Ergebnis im Gashandelsgeschäft wegen des weiterhin anhaltenden Margendrucks rund 0,8 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert. Drittens belasten in Großbritannien gestiegene Einkaufspreise im Vertriebsgeschäft sowie der Verkauf von Central Networks das Ergebnis gegenüber 2010 mit rund 0,5 Mrd. Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss lag zum Ende des dritten Quartals bei 1,59 Mrd. Euro und damit 64 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Ausblick für das Gesamtjahr 2011 wurde indes bestätigt. Der Titel gewinnt 1,9 Prozent an Wert. Gleichzeitig verbilligen sich Henkel (Henkel vz) als Schlusslicht im DAX um 3 Prozent. Der Konsumgüterkonzern hat im dritten Quartal Umsatz und bereinigtes Ergebnis verbessert. Dabei haben alle Unternehmensbereiche eine deutliche Margensteigerung verzeichnet. Die Erwartungen für das organische Umsatzwachstum im laufenden Geschäftsjahr hob Henkel erneut leicht an. So wuchs der Umsatz im dritten Quartal 2011 auf 4,03 Mrd. Euro und damit um 1,7 Prozent gegenüber dem Wert des Vorjahresquartals. Bereinigt um Wechselkurseffekte verbesserte sich der Umsatz um 5,7 Prozent. Organisch verzeichnete der Umsatz mit plus 6,5 Prozent erneut eine hohe Steigerungsrate. Der bereinigte Quartalsüberschuss nach Abzug nicht beherrschender Anteile stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,9 Prozent auf 366 Mio. Euro. Der Quartalsüberschuss lag bei 314 Mio. Euro, gegenüber 343 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Nach Abzug nicht beherrschender Anteile in Höhe von 7 Mio. Euro lag der Quartalsüberschuss bei 307 Mio. Euro (Vorjahr: 337 Mio. Euro). Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie stieg auf 0,85 Euro, gegenüber 0,80 Euro im Vorjahresquartal. Unbereinigt lag das EPS bei 0,71 Euro, gegenüber 0,78 Euro im Vergleichsquartal.

Nicht so gut lief es in den ersten neun Monaten 2011 bei Symrise . Der Umsatz lag mit 1,21 Mrd. Euro in etwa auf Vorjahresniveau. Auf wechselkursbereinigter Basis wurde ein leichtes Umsatzplus von 2 Prozent ausgewiesen. Der Periodenüberschuss sank allerdings auf 117,4 Mio. Euro, nach 127,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Aktie des Aromenherstellers verbessert sich trotzdem um 3,5 Prozent. Hannover Rück (Hannover Rueckversicherung) verteuern sich indes nach Neunmonatszahlen um 1,1 Prozent. Die gebuchte Bruttoprämie für das Gesamtgeschäft zum 30. September 2011 erhöhte sich um 6,0 Prozent auf 9,1 Mrd. Euro. Bei konstanten Währungskursen hätte das Wachstum 8,1 Prozent betragen. Der Selbstbehalt blieb mit 90,7 Prozent (91,0 Prozent) nahezu unverändert. Die Nettoprämie stieg um 5,5 Prozent auf 7,9 Mrd. Euro. Bei konstanten Währungskursen läge das Wachstum bei 7,5 Prozent. Das operative Ergebnis (EBIT) blieb angesichts der hohen Großschadenlast im ersten Quartal sowie eines verringerten Ergebnisses der Personen-Rückversicherung mit 487,8 Mio. Euro (862,0 Mio. Euro) hinter dem starken Ergebnis der Vergleichsperiode zurück. Der Konzernüberschuss lag bei 381,7 Mio. Euro (582,0 Mio. Euro). Der Gewinn je Aktie betrug 3,16 Euro (4,83 Euro). Ferner wurde die Gesamtjahresprognose bekräftigt.

Für eine Enttäuschung sorgte daneben der Metalldistributeur Klöckner & Co (KloecknerCo). So verbesserte sich der Umsatz im dritten Quartal auf 1,89 Mrd. Euro, nach 1,40 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis ein Verlust von 12 Mio. Euro ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 15 Mio. Euro verbucht hatte. Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet Klöckner & Co trotz der Abschwächung der Nachfrage weiterhin vor allem durch die Beiträge der Akquisitionen einen Anstieg des Absatzes um mehr als 25 Prozent und des Umsatzes um mehr als 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund der schwachen Nachfrageentwicklung und des anhaltenden Preisdrucks erwartet das Unternehmen für das vierte Quartal ein unterhalb des dritten Quartals liegendes operatives Ergebnis (EBITDA). Zudem werden Restrukturierungskosten im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich das Ergebnis belasten. Für das Papier geht es am Indexende des MDAX um 4,7 Prozent nach unten. Des weiteren legen KUKA als Spitzenreiter um 5 Prozent zu. Der Maschinenbaukonzern verbesserte im dritten Quartal Umsatz und EBIT deutlich. So wurde beim Umsatz mit 369,0 Mio. Euro ein neuer Rekordwert erzielt, nach 273,9 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Ferner erwirtschaftete der Konzern im dritten Quartal 2011 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 19,2 Mio. (2010: 8,3 Mio.) Euro.

Zahlen gab es zudem heute auch aus dem TecDAX. JENOPTIK konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres mit einem Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 383,9 Mio. Euro um 10,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis nach Steuern lag bei 21,4 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 9,6 Mio. Euro). Die Aktie des Technologiekonzerns steigt um 0,8 Prozent.

DAX: 6.029,43 (+1,14 Prozent) MDAX: 9.159,43 (+1,04 Prozent) SDAX: 4.568,26 (+0,72 Prozent) TecDAX: 706,89 (+0,63 Prozent) (09.11.2011/ac/n/m)

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