Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes präsentieren sich nach der Einigung im US-Schuldenstreit im frühen Montaghandel in Feierlaune. Der DAX verbessert sich aktuell um 0,94 Prozent auf 7.226,03 Punkte. Der MDAX steigt um 1,59 Prozent auf 10.653,71 Stellen. Für den SDAX geht es derweil um 1,65 Prozent nach oben auf 5.379,77 Zähler. Der TecDAX legt um 1,93 Prozent zu auf 836,51 Punkte. Der Bund Future verliert 0,22 Prozent auf 130,07 Zähler, während sich der Euro um 0,25 Prozent auf 1,4390 US-Dollar verbessert.
Kurz vor der drohenden Zahlungsunfähigkeit haben sich in den USA Demokraten und Republikaner am Wochenende auf einen Kompromiss verständigt. Wie es heißt, sieht die Vereinbarung die Anhebung der gesetzlichen Schuldenobergrenze um mindestens 2,1 Bio. US-Dollar bis 2013 und damit über die Präsidentenwahlen hinaus vor. Ohne diese Maßnahme hätte die weltweit größte Volkswirtschaft bereits ab dem morgigen Dienstag einen Teil ihrer Schulden nicht mehr bedienen können.
Die US-Börsen setzten ihre Verlustserie auch am letzten Handelstag der Woche fort. Das beherrschende Thema war einmal mehr die drohende Zahlungsunfähigkeit der USA. Daneben belasteten auch enttäuschende Konjunkturdaten die Stimmung. So fiel das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal deutlich geringer aus als erwartet. Der Dow Jones verlor 0,79 Prozent auf 12.143,24 Punkte. Der S&P 500 büßte 0,65 Prozent auf 1.292,28 Zähler ein. Der NASDAQ Composite gab um 0,36 Prozent auf 2.756,38 Punkte nach.
E.ON (EON) rücken um 0,6 Prozent vor. Der Versorger will einem Medienbericht zufolge drei Standorte schließen und hunderte Arbeitsplätze abbauen. Ferner haben BASF und Purac, eine Tochter der niederländischen CSM (CSM NV (formerly Centrale Suiker Maatschappij NV)), Verhandlungen über die Gründung eines Joint Ventures zur Produktion biobasierter Bernsteinsäure aufgenommen. Die Anteilsscheine von BASF legen um 2,1 Prozent zu. Vorne fahren MAN um 2,3 Prozent vor, während Deutsche Telekom als einziger Titel im negativen Terrain 0,7 Prozent an Wert einbüßt.
Im MDAX stehen insbesondere auch MTU Aero Engines Holding mit einem Zugewinn von 0,8 Prozent im Fokus, nachdem der Triebwerkshersteller das beste Halbjahresergebnis in der Geschichte erzielt hat. Zudem wurde die Jahresprognose angehoben. So verbesserte sich das operative Ergebnis (bereinigt) um 14 Prozent auf 164,0 Mio. Euro. Der Umsatz erreichte 1,35 Mrd. Euro und lag damit auf Vorjahresniveau. Den Gewinn nach Steuern (bereinigt) hat das Unternehmen um 22 Prozent auf 89,1 Mio. Euro gesteigert. Für 2011 wird nun mit einem bereinigten EBIT von 325 Mio. Euro gerechnet. Bisher war die MTU von einem bereinigten EBIT in Höhe des Vorjahreswertes ausgegangen (2010: 311,3 Mio. Euro). Der Gewinn nach Steuern (Net Income bereinigt, 2010: 182,3 Mio. Euro) wird jetzt leicht über dem Vorjahresniveau erwartet. Der neue Ausblick basiert auf einem Dollarkurs von 1,40 US-Dollar / Euro. Bisher war die MTU von einem Wechselkurs von 1,35 US-Dollar / Euro ausgegangen. Daneben fliegen EADS um 1,6 Prozent vor. Der Luft- und Raumfahrtkonzern meldete heute, dass seine Tochter Astrium eine Vereinbarung zum Erwerb von Vizada für 960 Mio. US-Dollar von Mehrheitsaktionär Apax France, einem französischen Private-Equity-Fonds, getroffen hat. Für 2011 erwartet Vizada einen Umsatz von rund 660 Mio. und ein EBITDA von 95 Mio. US-Dollar. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich im MDAX FUCHS PETROLUB mit einem Aufschlag von 4,7 Prozent wieder, während die rote Laterne an Axel Springer geht. Der Titel notiert mit einem Abschlag von 0,7 Prozent als einziger Wert im roten Bereich.
MorphoSys verteuern sich um 2,2 Prozent. Der Biotechnologiekonzern verlautbarte, dass seine Geschäftseinheit für Forschungs- und diagnostische Antikörper AbD Serotec ihre bestehende Lizenzvereinbarung mit dem US-Pharmakonzern Merck & Co. erweitert hat, um den Einsatz der HuCAL GOLD-Antikörpertechnologie von MorphoSys im Bereich der Impfstoffforschung einsetzen zu können.
Im SDAX legen GRENKELEASING um 1,6 Prozent zu. Der Konzern konnte sein Ergebnis in der ersten Jahreshälfte 2011 verbessern und hat den Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 52,7 Prozent auf 24,2 Mio. Euro. Der Konzerngewinn kletterte um 47,6 Prozent auf 18,1 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nunmehr mit einem Gewinn zwischen 36 Mio. und 38 Mio. Euro.
DAX: 7.226,03 (+0,94 Prozent) MDAX: 10.653,71 (+1,59 Prozent) SDAX: 5.379,77 (+1,65 Prozent) TecDAX: 836,51 (+1,93 Prozent) (01.08.2011/ac/n/m)