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03.11.2011 10:08

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Börse Frankfurt am Morgen: Indizes notieren wegen Griechenland-Sorgen im Minus

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Trotz der positiven Entwicklung an der Wall Street geht es für die wichtigsten deutschen Aktienindizes im frühen Donnerstaghandel wieder nach unten. Da Griechenland auf ein Referendum über das Hilfspaket für das Land beharrt, droht nun eine wochenlange Unsicherheit über die Zukunft des Landes. Vor diesem Hintergrund trennen sich die Anleger heute trotz überwiegend positiver Quartalsausweise weiter von Aktienbeständen. Der DAX verliert aktuell 1,43 Prozent auf 5.880,06 Punkte, während der MDAX um 0,82 Prozent auf 8.782,76 Stellen fällt. Für den SDAX geht es derweil um 0,81 Prozent auf 4.450,92 Zähler nach unten. Der TecDAX verschlechtert sich um 0,54 Prozent auf 679,29 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,27 Prozent auf 137,94 Punkte, während sich der Euro um 0,27 Prozent auf 1,3724 US-Dollar verteuert.

Die wichtigsten US-Indizes verzeichneten am Mittwoch deutliche Aufschläge. Dabei stützten positiv ausgefallene Arbeitsmarktdaten und die Aussagen der Fed zur US-Wirtschaft. Die Leitzinsen wurden wie erwartet unverändert belassen. Der Dow Jones verbesserte sich um 1,53 Prozent auf 11.836,04 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,27 Prozent auf 2.639,98 Zähler anstieg. Der S&P 500 legte um 1,61 Prozent auf 1.237,90 Punkte zu.

BMW hat im dritten Quartal 2011 bei Absatz, Umsatz und Konzernergebnis neue Bestmarken erreicht. Wesentliche Gründe hierfür waren die weltweit hohe Nachfrage nach den Fahrzeugen sowie deutliche Effizienzverbesserungen. So wuchs der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,8 Prozent auf 16,55 Mrd. Euro. Der Absatz der BMW Group stieg um 9,0 Prozent auf den in dieser Periode neuen Höchstwert von 399.218 Automobilen. Das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) erhöhte sich um 44,0 Prozent auf 1,72 Mrd. Euro, das Ergebnis vor Steuern (EBT) kletterte um 21,0 Prozent auf 1,64 Mrd. Euro. Zudem verbesserte sich der Konzernüberschuss um 23,8 Prozent auf 1,08 Mrd. Euro, nach zuvor 874 Mio. Euro. Die Aktie fährt um 1,2 Prozent vor. Daneben gewinnen HeidelbergCement 3,8 Prozent an Wert. Der Baustoffkonzern verzeichnete im dritten Quartal ein rückläufiges Ergebnis. Indes stieg der Konzernumsatz um 6,6 Prozent auf 3,62 Mrd. Euro. Ohne Berücksichtigung von Währungs- und Konsolidierungseffekten nahm der Umsatz um 9,8 Prozent zu, wobei alle Konzerngebiete einen Umsatzanstieg verzeichneten. Das operative Ergebnis verringerte sich aber um 1,8 Prozent auf 562 Mio. Euro. Insgesamt nahm der Konzernüberschuss im dritten Quartal aufgrund des schlechteren zusätzlichen ordentlichen Ergebnisses und der höheren Steuerquote um 14,0 Prozent von 367,6 Mio. auf 316,1 Mio. Euro ab. Der Anteil der Gruppe reduzierte sich um 16,8 Prozent auf 267,7 Euro.

adidas (adidas) geben als Schlusslicht im Dax um 2,9 Prozent nach. Der Sportartikelhersteller hat im dritten Quartal Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis erzielt. Auch nach neun Monaten wurde ein deutliches Wachstum verzeichnet, wobei der Gewinn eine Rekordhöhe erreichte. Angesichts der besser als erwarteten Ergebnisse für die ersten neun Monate hat das Management die Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr erhöht. Darüber hinaus wurde eine Übernahme gemeldet. Der Konzernumsatz lag mit 3,74 Mrd. Euro um 8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Bruttomarge des Konzerns verringerte sich indes um 0,3 Prozentpunkte auf 47,1 Prozent. Die Steuerquote verbesserte sich um 270 Basispunkte auf 27,3 Prozent. Folglich erhöhte sich der auf Anteilseigner entfallende Konzerngewinn auf 303 Mio. Euro (2010: 266 Mio. Euro). Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie stieg im dritten Quartal auf 1,45 Euro (2010: 1,27 Euro). Für das Gesamtjahr 2011 geht das Management nun davon aus, dass der Umsatz des Konzerns währungsbereinigt um annähernd 12 Prozent wachsen wird (bisherige Prognose: Anstieg um etwa 10 Prozent). Ferner wird erwartet, dass das Ergebnis je Aktie um annähernd 16 Prozent steigen und bei etwa 3,15 Euro liegen wird (bisherige Prognose: Anstieg um annähernd 15 Prozent auf 3,10 bis 3,12 Euro; 2010: 2,71 Euro). Des Weiteren hat er eine Vereinbarung zum Erwerb der Aktien von Five Ten, einer führenden Performance-Marke im Bereich Outdoor-Action-Sport, unterzeichnet.

Beiersdorf (Beiersdorf) verschlechtern sich um 0,5 Prozent. Der Konsumgüterkonzern musste in den ersten neun Monaten 2011 einen Ergebnisrückgang verzeichnen, während der Umsatz leicht zulegen konnte. Gleichzeitig wurde der Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt. So wuchs der Konzernumsatz um 1,1 Prozent auf 4,28 Mrd. Euro. Organisch belief sich das Wachstum auf 2,1 Prozent. Das betriebliche Ergebnis (EBIT) ohne Sondereffekte lag bei 492 Mio. Euro (Vorjahr: 552 Mio. Euro). Die EBIT-Umsatzrendite erreichte damit 11,5 Prozent (Vorjahr: 13,1 Prozent). Das Konzernergebnis nach Steuern verringerte sich auf 336 Mio. Euro, im Vergleich zu 353 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2010. Positiv aufgenommen wurde schließlich der Quartalsausweis von METRO . Der Einzelhandelskonzern konnte in den ersten neun Monaten trotz der schwierigen Rahmenbedingungen mit einem Ergebnisanstieg aufwarten. Der Umsatz lag im Berichtszeitraum mit 47,23 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert von 47,52 Mrd. Euro. Das EBIT kletterte inklusive Einmaleffekten auf 972 Mio. Euro, nach 794 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich wurde beim Konzernergebnis ein Anstieg auf 266 Mio. Euro verzeichnet, nach 229 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Titel rückt um 0,2 Prozent vor.

Im MDAX rollen Continental mit einem Abschlag von 3,3 Prozent hinterher. Der Automobilzulieferer wartete im dritten Quartal mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg auf und hat im Anschluss die Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt. Der Umsatz lag im Berichtszeitraum mit 7,71 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 6,49 Mrd. Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich auf 635,7 Mio. Euro, nach 365,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Um Einmaleffekte bereinigt lag das EBIT bei 743,7 Mio. Euro. Das Konzernergebnis nach Anteilen Dritter verbesserte sich auf 210,7 Mio. Euro, nach 14,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Daneben verschlechtern sich Rheinmetall am Indexende nach Neunmonatszahlen um 6,5 Prozent. Der Umsatz lag mit 3,11 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 2,72 Mrd. Euro. Das Umsatzplus wird von beiden Konzernsparten getragen. Im gleichen Zeitraum konnte das EBIT des Rheinmetall-Konzerns von 173 Mio. Euro auf 203 Mio. Euro verbessert werden. Der Konzernüberschuss beläuft sich im Berichtszeitraum auf 119 Mio. Euro, nach 100 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Indes geht es für FUCHS PETROLUB (FUCHS PETROLUB vz) um 0,2 Prozent nach oben. Der Schmierstoffhersteller konnte Umsatz und Gewinn in den ersten neun Monaten 2011 verbessern. So lagen die Umsätze mit 1,26 Mrd. Euro um 16 Prozent über dem Niveau der entsprechenden Vorjahresperiode. Unter Einbeziehung des Beteiligungsergebnisses stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 4,9 Prozent auf 200,2 Mio. Euro. Unter dem Strich erwirtschaftete der Konzern ein Ergebnis nach Steuern von 136,9 Mio. Euro, nach 132,7 Mio. Euro im Neunmonatszeitraum 2010. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,91 (Vorjahr: 1,85) Euro je Stammaktie sowie 1,93 (Vorjahr: 1,87) Euro je Vorzugsaktie. SGL CARBON (SGL Carbon) verteuern sich an der Indexspitze des MDAX um 2,1 Prozent. Der Graphit- und Karbonhersteller konnte in den ersten neun Monaten mit einem Ergebnisplus aufwarten und hat die Jahresprognose bekräftigt. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 1,12 Mrd. Euro um 11,7 Prozent über dem Vorjahreswert von 1,00 Mrd. Euro. Das den Anteilseignern zuzurechnende Ergebnis verbesserte sich auf 56,9 Mio. Euro, nach 44,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Für ProSiebenSat.1 Media (ProSiebenSat1 Media vz) geht es schließlich um 1,8 Prozent nach oben. Der Medienkonzern konnte seinen Gewinn wegen des Verkaufs der Benelux-Tochter vervielfachen.

Im TecDax stehen Pfeiffer Vacuum Technology mit einem Abschlag von 5,2 Prozent als schwächster Wert im Blick. Das Unternehmen hat in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres Umsatz und Ergebnis verbessert. So lag der Umsatz mit 405,5 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 158,5 Mio. Euro. Dabei resultierte das deutliche Umsatzplus durch den Zukauf des ehemaligen Wettbewerbers adixen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte auf 62,6 Mio. Euro, nach 37,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Nachsteuerergebnis verbesserte sich auf 41,7 Mio. Euro, was gegenüber dem Vorjahreswert von 29,0 Mio. Euro einem Plus von 43,7 Prozent entspricht. Unterdessen verbessern sich QIAGEN um 0,2 Prozent. Der Biotechnologiekonzern hat bereits gestern Abend die Ergebnisse für das dritte Quartal und die ersten neun Monate des Jahres 2011 bekannt gegeben. Dabei konnte der Umsatz zwar gesteigert werden, der Gewinn ging jedoch zurück. Die Erwartungen wurden bestätigt.

DAX: 5.880,06 (-1,43 Prozent) MDAX: 8.782,76 (-0,82 Prozent) SDAX: 4.450,92 (-0,81 Prozent) TecDAX: 679,29 (-0,54 Prozent) (03.11.2011/ac/n/m)

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