Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nachdem die wichtigsten deutschen Aktienindizes mit Zugewinnen in die neue Handelswoche starten konnten, geht es am Dienstag im frühen Handel wieder nach unten. Dabei belasten auch relativ schwache Konjunkturdaten aus Deutschland. Der DAX verschlechtert sich aktuell um 1,76 Prozent auf 5.916,10 Punkte. Der MDAX fällt um 2,07 Prozent auf 9.125,42 Stellen. Für den SDAX geht es derweil um 1,28 Prozent nach unten auf 4.598,46 Zähler. Der TecDAX gibt um 2,24 Prozent nach auf 739,75 Punkte. Der Bund Future gewinnt 0,22 Prozent auf 133,22 Zähler, während sich der Euro um 0,33 Prozent auf 1,4391 US-Dollar verschlechtert.
Die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich nach dem schwungvollen Jahresauftakt im zweiten Quartal deutlich abgekühlt. Wie das Statistische Bundesamt Destatis heute verkündete, lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt im zweiten Quartal lediglich um 0,1 Prozent höher als noch im ersten Quartal. Das Ergebnis für das erste Quartal 2011 wurde leicht nach unten korrigiert auf nun + 1,3 Prozent (vorläufig: +1,5 Prozent).
An der Wall Street schlossen die US-Indizes am Montagabend im grünen Bereich. Der Dow Jones gewann 1,90 Prozent auf 11.482,90 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,88 Prozent auf 2.555,20 Punkte zulegte. Der S&P 500 rückte 2,18 Prozent auf 1.204,49 Punkte vor.
Als einziger Wert im positiven Terrain können im Dax E.ON um 0,2 Prozent zulegen. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren finden sich derweil MAN mit einem Wertverlust von 3 Prozent wieder.
EADS (EADS) fliegen mit einem Abschlag von 1,3 Prozent hinterher. Die australische Fluggesellschaft Qantas hat einen Großauftrag an den Flugzeugbauer Airbus vergeben. So hat die australische Fluglinie eine Absichtserklärung zum Kauf von mindestens 106 Maschinen vom Typ A320 mit der Tochter des Luft- und Raumfahrtkonzerns unterzeichnet. Bei 78 der bestellten Maschinen handelt es sich um die neue treibstoffsparende Version A320neo. Daneben verschlechtern sich Deutsche Wohnen um 1,7 Prozent. Der Konzern konnte seinen Konzerngewinn im ersten Halbjahr mehr als verdoppeln. Zudem wurde die Prognose für das nachhaltige Ergebnis angehoben.
Im TecDax stehen heute insbesondere die Aktien von United Internet mit einem Abschlag von 2,7 Prozent im Blick. Der Konzern konnte im ersten Halbjahr mit einem deutlichen Ergebnisplus aufwarten. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 1,01 Mrd. Euro um 8,4 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Auch bei den Kundenverträgen konnte United Internet stark wachsen und mit einem Plus von 400.000 neuen Verträgen auf 10,16 Millionen das Wachstum des ersten Halbjahres 2010 (290.000 neue Verträge) deutlich übertreffen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich deutlich auf 160,0 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 142,2 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern stieg im Jahresvergleich um 22,9 Prozent auf 144,2 Mio. Euro. In diesem Ergebnis enthalten ist ein positiver Saldo von 16,3 Mio. Euro aus dem Verkauf der Anteile an Versatel , der Bewertung der in diesem Zusammenhang erhaltenen Call-Optionen sowie dem letztmals einzubeziehenden negativen at-equity-Ergebnis von Versatel. Daneben verschlechtern sich Roth & Rau (RothRau) nach Halbjahreszahlen um 0,1 Prozent. So lag der Konzernumsatz im Berichtszeitraum mit 92,8 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 118,8 Mio. Euro. Insgesamt belief sich das operative Ergebnis (EBIT) für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2011 auf -24,4 Mio. Euro, nach 6,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das um Sondereffekte bereinigte EBIT lag im Berichtszeitraum bei -11,8 Mio. Euro. Unter dem Strich wurde beim Konzernergebnis nach Anteilen Dritter ein Verlust von 18,9 Mio. Euro ausgewiesen, nach einem Gewinn von knapp 5,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Schließlich geben QIAGEN um 0,8 Prozent nach. Der Biotech-Konzern hat eine Kooperationsvereinbarung mit dem US-Pharmakonzern Pfizer geschlossen. Die Entwicklung eines molekularen therapiebegleitenden Tests für ein Präparat von Pfizer, das derzeit in weltweiten klinischen Studien zur Behandlung von nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) erprobt wird, ist Gegenstand der Vereinbarung.
Aus dem SDAX meldeten heute auch noch einige Nachzügler ihre Quartalsbilanzen. SKW Stahl-Metallurgie Holding konnte im ersten Halbjahr einen Umsatz- und Ergebnisanstieg ausweisen. Der Umsatz des Spezialchemiekonzerns wuchs um 14 Prozent auf 215,6 Mio. Euro. Das EBITDA wurde um 22 Prozent auf 19,7 Mio. Euro gesteigert. Nach Steuern erzielte das Unternehmen einen Gewinnwachstum von 51 Prozent auf 7,4 Mio. Euro. Das Papier verbessert sich um 0,1 Prozent. Daneben geht es für Ströer Out-of-Home Media (Stroeer Out-of-Home Media) nach Halbjahreszahlen um 3,1 Prozent nach unten. Der Umsatz des Außenwerbespezialisten lag im Berichtszeitraum mit 282,3 Mio. Euro um 16,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Beim EBITDA wurde ein Anstieg auf 53,1 Mio. Euro verzeichnet, nach 44,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich wurde beim Konzernergebnis ein Fehlbetrag von 1,2 Mio. Euro ausgewiesen, nach einem Fehlbetrag von 5,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim bereinigten Periodenergebnis wurde ein Überschuss von 16,5 Mio. Euro verzeichnet, nach einem Überschuss von 11,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
DAX: 5.916,10 (-1,76 Prozent) MDAX: 9.125,42 (-2,07 Prozent) SDAX: 4.598,46 (-1,28 Prozent) TecDAX: 739,75 (-2,24 Prozent) (16.08.2011/ac/n/m)