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10.12.2012 10:06

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Börse Frankfurt am Morgen: Indizes starten schwächer in die neue Handelswoche

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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes haben einen schlechten Start in die neue Handelswoche erwischt. Die Stimmung der Investoren wird dabei auch durch die italienische Regierungskrise getrübt. Der DAX büßt aktuell 0,43 Prozent auf 7.485,71 Punkte ein, während der MDAX um 0,78 Prozent auf 11.803,37 Stellen nachgibt. Für den SDAX geht es derweil um 0,27 Prozent auf 5.127,76 Zähler nach unten. Der TecDAX fällt um 0,57 Prozent auf 831,01 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,21 Prozent auf 146,03 Punkte, während der Euro unverändert bei 1,2903 US-Dollar notiert.

Der deutsche Außenhandelsüberschuss hat sich im Oktober vergrößert. Nach vorläufigen Außenhandelsdaten des Statistischen Bundesamtes wies die Außenhandelsbilanz einen Überschuss von 15,8 Mrd. Euro aus, nachdem im Vorjahresmonat ein Aktivsaldo von 11,0 Mrd. Euro verzeichnet worden war. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss bei 15,2 Mrd. Euro. Nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank schloss die Leistungsbilanz mit einem Plus von 13,6 Mrd. Euro, nach 9,9 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Deutschland exportierte Waren im Wert von 98,5 Mrd. Euro und importierte Waren für 82,7 Mrd. Euro. Damit erhöhten sich die Ausfuhren um 10,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, während die Einfuhren um 6,0 Prozent zulegten. Das Verarbeitende Gewerbe musste derweil im Oktober nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts einen Umsatzrückgang ausweisen. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank der Umsatz arbeitstäglich um 3,3 Prozent, nach einem Umsatzminus von 2,6 Prozent im September. Hierbei ging der Inlandsumsatz um 5,3 Prozent zurück und die Erlöse im Geschäft mit den ausländischen Abnehmern sanken um 1,1 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat fiel der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,8 Prozent, gegenüber einer Abnahme um 3,0 Prozent im September 2012. Der Inlandsabsatz fiel dabei um 1,5 Prozent, während der Auslandsumsatz um 0,2 Prozent abnahm. Das deutsche Handwerk musste schließlich im dritten Quartal nach vorläufigen Ergebnissen einen Umsatzrückgang ausweisen. So fielen die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,7 Prozent. Gleichzeitig waren in diesen Gewerben 0,7 Prozent weniger Personen tätig als Ende September 2011.

Die US-Leitindizes schlossen die Handelswoche nach einigen Konjunkturdaten mit uneinheitlichen Tendenzen ab. Der Dow Jones ging mit einem Zugewinn von 0,62 Prozent auf 13.155,13 Zähler aus dem Handel. Der NASDAQ Composite verbuchte einen Abschlag von 0,38 Prozent auf 2.978,04 Stellen und der S&P 500 schloss 0,29 Prozent fester bei 1.418,07 Punkten.

Im Dax legen Fresenius Medical Care um 0,2 Prozent zu. Der Dialysespezialist erweitert seinen Vorstand um das Ressort Forschung und Entwicklung. Dr. Olaf Schermeier wird zum 1. März 2013 die globale Verantwortung für diesen Bereich übernehmen und als neues Mitglied in den Vorstand einziehen. Unterdessen tendieren ThyssenKrupp nahezu unverändert. Der Stahl- und Industriekonzern will einem Medienbericht zufolge seine deutschen Stahlwerke auf den Prüfstand stellen. Wie es unter Berufung auf Arbeitsmarktkreise heißt, wird ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger nach der Trennung von drei Vorständen bis Mitte nächsten Jahres ein Konzept für die Zukunft des deutschen Stahlgeschäfts erarbeiten lassen, das "alle Möglichkeiten" prüfen soll. Den Kreisen zufolge gehören dazu alle Optionen von einer organisatorischen Ausgliederung der deutschen Stahlwerke bis zu einem Börsengang. Spätestens im Sommer wolle der Vorstand darüber entscheiden. Ebenso prüft der Vorstand Unternehmenskreisen zufolge den Verkauf der Autozulieferer-Töchter Bilstein (Stoßdämpfer) und Presta (Lenksäulen). Auch darüber soll 2013 entschieden werden. Verkaufsgespräche über den Baggerzulieferer Berco laufen den Kreisen zufolge bereits. Auf dem Verkaufszettel im DAX finden sich heute vor allem Banktitel wieder. So geben Commerzbank und Deutsche Bank auf den letzten beiden Plätzen um 1,9 bzw. 2 Prozent nach, während vorne Henkel um 0,6 Prozent vorrücken können.

Im MDAX geht es für Douglas (DOUGLAS) um 0,1 Prozent nach unten. Die Deutsche Börse AG (Deutsche Boerse) gab bereits am Freitag bekannt, dass sie über außerplanmäßige Veränderungen im MDAX entschieden hat. Demnach weist die Aktie von Douglas aufgrund der Übernahme durch die Beauty Holding Three AG einen Streubesitzanteil von unter 10 Prozent auf und erfüllt somit nicht mehr die erforderlichen Mindest-Freefloat-Kriterien für einen Verbleib im Index. Für die Douglas-Aktie wird die Aktie von Talanx in den MDAX aufgenommen. Die Änderungen finden mit Wirkung zum 12. Dezember 2012 statt.

DAX: 7.485,71 (-0,43 Prozent) MDAX: 11.803,37 (-0,78 Prozent) SDAX: 5.127,76 (-0,27 Prozent) TecDAX: 831,01 (-0,57 Prozent) (10.12.2012/ac/n/m)

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