Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendieren am letzten Tag der Handelswoche kurz nach Börsenstart kaum verändert. Die Anleger halten sich im Vorfeld des am Nachmittag mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktberichts mit Neuengagements zurück. Der DAX verliert aktuell 0,17 Prozent auf 6.644,58 Punkte, während der MDAX um 0,05 Prozent auf 10.207,30 Stellen fällt. Für den SDAX geht es derweil um 0,21 Prozent auf 4.870,03 Zähler nach oben. Der TecDAX verschlechtert sich um 0,13 Prozent auf 760,12 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,29 Prozent auf 139,49 Punkte, während sich der Euro um 0,14 Prozent auf 1,3153 US-Dollar verteuert.
Die wichtigsten Indizes an der Wall Street gingen am Donnerstag trotz insgesamt positiver Arbeitsmarktdaten wenig verändert aus dem Handel. Ferner standen zahlreiche Quartalsbilanzen im Blickfeld der Investoren. Der Dow Jones schloss 0,09 Prozent leichter bei 12.705,41 Punkten, während der NASDAQ Composite 0,40 Prozent auf 2.859,68 Zähler zulegte. Der S&P 500 notierte am Ende 0,11 Prozent fester bei 1.325,54 Punkten.
Die Deutsche Börse AG (Deutsche Boerse) hat gestern Abend Änderungen im DAX-Index bekannt gegeben. Die zum Umtausch eingereichte Gattung (Deutsche Boerse) wird durch die reguläre Gattung (ISIN DE0005810055) in Dax ersetzt. Die Änderungen werden zum 8. Februar 2012 wirksam und ergeben sich aus der Rückabwicklung des Tauschangebots nach der Untersagung des Zusammenschlusses mit der NYSE Euronext durch die EU-Kommission. Die derzeit noch im DAX notierte Aktie der Deutschen Börse AG (zum Umtausch) verbilligt sich um 0,5 Prozent. Die Gewinnerliste im DAX wird zur Stunde von Munich Re mit einem Aufschlag von 0,5 Prozent angeführt, während es am Indexende für Deutsche Bank um 1,7 Prozent nach unten geht.
Roland Koch, Vorstandschef des Baukonzerns Bilfinger Berger , hat in einem Zeitungsinterview den neuen Großaktionär Cevian in die Schranken verwiesen. Koch lehnte es ab, künftig einen größeren Anteil der Konzerngewinne auszuschütten. "Unsere Dividendenstrategie wird sich nicht ändern. Wir werden weiterhin etwa die Hälfte ausschütten. Der Rest fließt in das Unternehmen, vor allem in Akquisitionen." Die kühle Haltung Kochs gewinnt vor der Sondersituation des Baukonzerns an Brisanz. So hat der Konzern nach dem Verkauf der Australien-Tochter Valemus eine prall gefüllte Kasse. Koch sagte zwar, dass eine Sonderausschüttung an die Aktionäre denkbar sei, wollte sich aber nicht festlegen. Das Papier verschlechtert sich um 0,3 Prozent.
Bereits gestern wurde aus dem SDAX noch ein Zukauf gemeldet. Die CeWe Color AG & Co. OHG, eine Tochtergesellschaft von CeWe Color , hat aufgrund Vereinbarungen mit den bisherigen Gesellschaftern der Saxoprint GmbH mit Sitz in Dresden sämtliche Geschäftsanteile an der Saxoprint GmbH zusammen mit deren in- und ausländischen Tochtergesellschaften erworben. Der Erwerb erfolgt in Umsetzung der strategischen Entscheidung des Vorstands, in den Online-Druckmarkt einzutreten. Die Saxoprint GmbH ist einer der führenden Anbieter im Online-Druckmarkt und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 31,4 Mio. Euro erzielt. Über den Kaufpreis, den die CeWe Color vollständig aus Eigenmitteln finanziert, haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Die Aktie verteuert sich um 1,1 Prozent.
DAX: 6.644,58 (-0,17 Prozent) MDAX: 10.207,30 (-0,05 Prozent) SDAX: 4.870,03 (+0,21 Prozent) TecDAX: 760,12 (-0,13 Prozent) (03.02.2012/ac/n/m)