Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach einem herben Verlust am vergangenen Freitag sind die deutschen Börsen am Montag mit moderaten Abschlägen in den Handel gegangen. Die US-Börsen hatten am Freitag nach dem deutschen Börsenschluss im späten Handel noch einmal deutlich nachgegeben. Der DAX verliert aktuell 0,27 Prozent auf 5.465,24 Punkte, während der MDAX 0,59 Prozent auf 8.362,47 Stellen abgibt. Für den SDAX geht es derweil um 0,49 Prozent abwärts auf 4.234,97 Zähler. Der TecDAX verliert 0,01 Prozent auf 690,36 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,05 Prozent auf 135,24 Punkte, während sich der Euro um 0,29 Prozent auf 1,4406 US-Dollar verteuert.
Um 14 Uhr 30 werden heute in den USA die Zahlen zum Chicago Fed National Activity Index für den Monat Juli bekanntgegeben.
Die US-Börsen schlossen am vergangenen Freitag mit deutlichen Abschlägen. Der Dow Jones ging mit einem Minus von 1,57 Prozent bei 10.817,65 Punkten aus dem Handel, während der NASDAQ Composite um 1,62 Prozent auf 2.341,84 Punkte nachgab. Der S&P 500 verlor daneben 1,50 Prozent auf 1.123,53 Punkte.
Der Dax wird am Morgen von der BMW-Aktie (BMW) belastet, die 2,1 Prozent abgibt. Der Autohersteller will einem Bericht der "Automobilwoche" vom Samstag zufolge für sein Werk in Leipzig eine eigene Windkraftanlage zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien bauen. Demnach will der Autobauer vier Windräder in Leipzig errichten, um künftig in der Fertigung der geplanten Carbonautos Strom aus erneuerbaren Energien einzusetzen. Die Windkraftanlage solle spätestens zum Produktionsstart der Elektromodelle i3 und i8 im Herbst 2013 fertiggestellt sein. Wie es weiter hieß sind die Pläne für Leipzig nur ein Teil der geplanten Erweiterung des weltweiten Produktionsnetzwerks. Um den Bestellansturm zu bewältigen und die Lieferzeiten im Rahmen zu halten geht der Hersteller in die Produktionsoffensive. So plant Konzernchef Reithofer laut dem Bericht eine neue Montagefabrik in Brasilien. Von 26 möglichen Standorten seien zwei in der engeren Auswahl, davon liege einer nahe São Paulo.
Auf der Verliererseite liegen im DAX daneben die Aktien von BASF und Volkswagen (Volkswagen vz), die 2,2 Prozent bzw. 2,1 Prozent verlieren. Stärkster Wert im DAX sind derzeit Titel von Infineon Technologies, die 1,9 Prozent anziehen. Dahinter folgen E.ON und die Commerzbank mit Kursgewinnen von 1,1 Prozent bzw. 0,6 Prozent.
Im MDAX gehört die Aktie des Flughafenbetreibers Fraport mit einem Minus von 0,6 Prozent zu den Verlierern. Das Unternehmen sieht sich durch die jüngsten Marktturbulenzen kaum beeinträchtigt. Eine Kapitalerhöhung zur Finanzierung von Zukäufen steht beim führenden deutschen Flughafenbetreiber ebenfalls nicht auf der Agenda. "Wir gehen davon aus, dass wir nachhaltig eine Überschussnachfrage in Frankfurt haben werden", erklärte der Finanzvorstand Matthias Zieschang in eiem Zeitungsinterview. Bis 2015 werde Frankfurt mit der schrittweisen Erhöhung der Kapazität auf etwa 100 Flugbewegungen stündlich und gut 65 Millionen Passagiere an London-Heathrow vorbei zur Nummer 1 in Europa werden. Die stärksten Gewinner im MDAX sind derzeit die Aktien von Deutsche EuroShop (+3,2 Prozent), Sky Deutschland (+1,1 Prozent) und Hannover Rück (+0,8 Prozent). Auf der Gegenseite verlieren Heidelberger Druckmaschinen 2,9 Prozent, während TUI 2,1 Prozent abgeben. Anteile von LANXESS geben 2,1 Prozent ab.
Im SDAX verteuert sich die Aktie von Sixt in der Spitzengruppe mit einem Plus von 3,0 Prozent. Der Autovermieter konnte im ersten Halbjahr mit einem kräftigen Ergebnisanstieg aufwarten und das Konzernergebnis nahezu verdoppeln. Im Anschluss wurden die Jahresprognosen trotz der bestehenden Risiken bestätigt. Stärkster Wert im SDAX sind Titel von Air Berlin mit einem Kursgewinn von 4,7 Prozent. An letzter Stelle finden sich Constantin Medien (-4,4 Prozent) wieder.
Der TecDax wird derweil von der Nordex-Aktie (+4,7 Prozent) angeführt. Q-Cells sacken am Indexende 3,0 Prozent ab.
DAX: 5.465,24 (-0,27 Prozent) MDAX: 8.362,47 (-0,59 Prozent) SDAX: 4.234,97 (-0,49 Prozent) TecDAX: 690,36 (-0,01 Prozent) (22.08.2011/ac/n/m)