Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Nachdem die wichtigsten deutschen Indizes am Freitag dank positiver Vorgaben aus den USA mit Zugewinnen aus Handel gehen konnten, zeichnet sich heute kurz nach Handelsbeginn ein sehr verhaltenes Bild ab. Eine Lösung der politischen Griechenland-Krise ist offenbar auch zu Wochenbeginn außer Reichweite. Der DAX verliert aktuell 1,64 Prozent auf 6.471,79 Punkte, während der MDAX um 1,26 Prozent auf 10.421,54 Stellen nachgibt. Für den SDAX geht es derweil um 0,30 Prozent auf 5.013,10 Zähler nach unten. Der TecDAX gibt um 1,01 Prozent nach auf 775,12 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,35 Prozent auf 143,27 Punkte, während der Euro um 0,16 Prozent auf 1,2876 US-Dollar verliert.
Die US-Leitindizes mussten am Freitag weitgehend im Minus aus dem Handel gehen. Der Dow Jones verlor am Ende 0,27 Prozent auf 12.820,60 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentierte sich mit einem Plus von 0,01 Prozent bei 2.933,82 Zählern, während der S&P 500 einen Abschlag von 0,34 Prozent auf 1.353,39 Punkte zeigte. Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den schlechten Vorgaben der US-Börsen unentschlossen. Nach der negativen Entwicklung des vorangegangenen Handelstages schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Plus von 0,23 Prozent bei 8.973,84 Punkten.
Wie das Statistische Bundesamt heute bekannt gab, sind die deutschen Großhandelsverkaufspreise im April 2012 mit beschleunigtem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Preise um 2,4 Prozent, nach Zuwächsen von 2,2 Prozent im März 2012 und 9,2 Prozent im April 2011. Ferner zogen die Großhandelspreise binnen Monatsfrist um 0,5 Prozent an, während sie im März 2012 um 0,9 Prozent und im April 2011 um 0,2 Prozent gestiegen waren.
Die Betriebe des deutschen Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten wiesen derweil im März 2012 einen Beschäftigungszuwachs aus. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um rund 158.700 Personen bzw. 3,2 Prozent auf knapp 5,2 Millionen per Ende März. Damit setzte sich die seit Januar 2011 anhaltende Zunahme der Beschäftigtenzahl im Vorjahresvergleich fort.
Im Dax sind kurz nach Handelsbeginn ausschließlich Verlierer zu finden. Aktien von Henkel bewegen sich mit einem Minus von 0,1 Prozent auf dem ersten Platz. Anteile von Infineon (Infineon Technologies) geben um 1,9 Prozent nach. Der Technologiekonzern teilte am Sonntag mit, dass sein Vorstandsvorsitzender Peter Bauer aus gesundheitlichen Gründen am Ende des laufenden Geschäftsjahres auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausscheiden wird. Deutliche Abschläge von über 2 Prozent sind aktuell bei HeidelbergCement und Deutsche Bank auszumachen. ThyssenKrupp verlieren als schwächster Wert 2,7 Prozent.
Im MDAX fallen Anteile von HOCHTIEF um 3,1 Prozent zurück. Dabei hat sich die zum Baukonzern gehörende Konzerntochter Leighton Holdings einen Großauftrag in Australien gesichert. Das Auftragsvolumen des Gesamtprojekts wurde auf 570 Mio. Australische Dollar (AUD) beziffert. Für Aktien von Celesio geht es um 0,3 Prozent nach unten. Der Pharmagroßhändler verzeichnete im ersten Quartal 2012 erste Erfolge bei der strategischen Neuausrichtung und konnte Umsatz sowie Ergebnis verbessern. Die Ertragsprognose für 2012 wurde bekräftigt. Aurubis bewegen sich aktuell mit einem Plus von 1,4 Prozent auf der Spitzenposition, obwohl man im zweiten Quartal einen Ergebnisrückgang ausweisen musste. Allerdings wird für das laufende Fiskaljahr ein auf dem Vorjahresniveau liegendes Gesamtjahresergebnis erwartet. Fraport geben als Schlusslicht 4,2 Prozent ab.
Im TecDax setzen sich aktuell Anteile von Gigaset mit einem Plus von 3,4 Prozent an die Spitze. Der Telefonhersteller gab heute bekannt, dass er wie erwartet solide in das neue Geschäftsjahr gestartet ist. Zudem unterzeichnete der Konzern im ersten Quartal eine neue Vertriebspartnerschaft mit einem führenden europäischen Hypermarkt-Händler für das südliche Europa sowie eine exklusive Vertriebsvereinbarung mit einem bedeutenden nordeuropäischen Operator. Aktien von Carl Zeiss Meditec klettern derweil um 0,3 Prozent nach oben. Der Medizintechnikkonzern will in Zukunft noch profitabler werden und ist auf der Suche nach Zukäufen. Nordex gab derweil bekannt, dass sich das Neugeschäft weiterhin positiv entwickelt. So hat der Windturbinenhersteller jetzt im wichtigen Markt Großbritannien fünf neue Aufträge gewonnen. Die Unternehmensaktie muss dennoch 0,8 Prozent abgeben. Als schwächster Wert fallen aktuell QSC um 3,6 Prozent zurück.
DAX: 6.471,79 (-1,64 Prozent) MDAX: 10.421,54 (-1,26 Prozent) SDAX: 5.013,10 (-0,30 Prozent) TecDAX: 775,12 (-1,01 Prozent) (14.05.2012/ac/n/m)