23.11.2012 09:56
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Börse Frankfurt am Morgen: Uneinheitlich, EADS im Blick

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Standardwerte zeigen im frühen Freitaghandel in einem nachrichtenarmen Umfeld keine einheitliche Tendenz. Der DAX verschlechtert sich aktuell um 0,19 Prozent auf 7.231,48 Punkte, während der MDAX um 0,49 Prozent auf 11.326,40 Stellen nachgibt. Für den SDAX geht es derweil um 0,18 Prozent auf 4.992,50 Zähler nach oben. Der TecDAX notiert mit 0,01 Prozent im Plus bei 824,37 Punkten. Der Bund-Future gewinnt 0,13 Prozent auf 142,35 Punkte, während sich der Euro um 0,05 Prozent auf 1,2879 US-Dollar verteuert.

Die deutsche Wirtschaft trotzt der europäischen Rezession, wenn auch mit nachlassendem Wachstumstempo. Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach vorläufigen Berechnungen - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal, nach Zuwächsen von 0,3 Prozent im zweiten Quartal und 0,4 Prozent im Vorjahresquartal. Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) aus dem Ausland. Aus dem Inland kamen hingegen unterschiedliche Signale. Im Vorjahresvergleich stieg das preisbereinigte BIP um 0,4 Prozent, nach Zuwächsen von 0,5 Prozent im Vorquartal und 2,6 Prozent im Vorjahresquartal. Der vergleichsweise geringe Zuwachs ist wie schon im zweiten Quartal unter anderem einem Kalendereffekt geschuldet. Nach Kalenderbereinigung ergibt sich ein entsprechend stärkerer Anstieg des BIP von 0,9 Prozent. Der Auftragseingang in Betrieben des deutschen Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten verzeichnete indes im September einen Rückgang. Gegenüber dem Vorjahresmonat schrumpften die Eingänge preisbereinigt um 3,8 Prozent, wobei die Nachfrage im Hochbau um 2,0 Prozent zulegte und im Tiefbau um 10,0 Prozent nachgab.

Die US-Börsen blieben gestern aufgrund des Feiertages "Thanksgiving" geschlossen. Auch heute findet nur ein verkürzter Handel statt.

Vor dem Hintergrund der erneuten Lieferverzögerung der ICE-Züge von Siemens an die Deutsche Bahn soll es einem Medienbericht zufolge nun einen Krisen-Gipfel auf Vorstandsebene geben. Den Angaben zufolge soll der Krisengipfel noch vor Weihnachten stattfinden. Auf der Agenda würden Themen wie Schadenersatz und das weitere Vorgehen wegen der Lieferverzögerung stehen. Siemens verbilligen sich um 0,4 Prozent. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren stehen im Dax zur Stunde Bayer mit einem Wertzuwachs von 0,6 Prozent, während die rote Laterne von der Commerzbank mit einem Minus von 2,3 Prozent getragen wird.

Die Bundesregierung will einem Medienbericht zufolge bei ihrem geplanten Einstieg beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS EADS-Anteile vom französischen Staat übernehmen. Wie es heißt, habe die Bundesregierung die staatseigene Förderbank KfW beauftragt, direkt Gesellschafter-Anteile vom französischen Staat zu kaufen. In der Folge würde die KfW deutlich weniger Aktien von Daimler übernehmen. Der Autobauer hält bislang noch 15 Prozent der Aktien und möchte diese verkaufen. Bislang war immer geplant, dass diese an den deutschen Staat gehen sollten. EADS fliegen als zweitschwächster Wert im MDAX mit einem Abschlag von 3,2 Prozent hinterher. Schlechter läuft es nur noch für METRO, die um 3,4 Prozent nachgeben. Vorne gewinnen Gerresheimer 0,9 Prozent an Wert.

Eine Nachricht gibt es heute auch aus dem TecDAX. Evotec ist vom französischen Ministerium für Hochschulwesen und Forschung für drei Jahre für das französische Steuerguthaben Forschung akkreditiert worden. Dabei ermöglicht die französische Maßnahme Steuerguthaben Forschung ('Crédit d'Impôt Recherche', CIR) es teilnahmeberechtigten französischen Forschungsunternehmen, die in Frankreich körperschaftssteuerpflichtig sind, Steuervergünstigungen von bis zu 30 Prozent auf an Evotec ausgelagerte F&E-Aktivitäten in Anspruch zu nehmen. Die Aktie des Biotechnologiekonzerns verbessert sich um 1,5 Prozent.

DAX: 7.231,48 (-0,19 Prozent) MDAX: 11.326,40 (-0,49 Prozent) SDAX: 4.992,50 (+0,18 Prozent) TecDAX: 824,37 (+0,01 Prozent) (23.11.2012/ac/n/m)

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