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22.06.2011 10:01

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Börse Frankfurt am Morgen: Uneinheitlich, Merck unter Druck

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach der erfolgreich überstandenen Vertrauensfrage des griechischen Ministerpräsidenten Papandreou tendieren die wichtigsten deutschen Aktienindizes im frühen Mittwochhandel uneinheitlich. Die Anleger schnaufen nach den gestrigen deutlichen Zugewinnen heute erstmal durch und warten auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed, die am Abend ansteht. Der DAX verschlechtert sich aktuell um 0,08 Prozent auf 7.279,62 Punkte. Der MDAX steigt um 0,12 Prozent auf 10.664,88 Stellen. Für den SDAX geht es derweil um 0,18 Prozent nach oben auf 5.318,14 Zähler. Der TecDAX gibt um 0,10 Prozent nach auf 875,56 Punkte. Der Bund Future verliert 0,01 Prozent auf 125,88 Zähler, während der Euro um 0,15 Prozent auf 1,4395 US-Dollar zulegt.

Die Wall Street konnte am Dienstag mit kräftigen Zugewinnen an die positive Entwicklung vom Vortag anknüpfen. Dabei profitierten die US-Indizes von der Hoffnung der Investoren, dass es schließlich doch zu einer Lösung bei der Griechenland-Krise kommen wird. Der Dow Jones gewann am Ende 0,91 Prozent auf 12.190,01 Punkte, während der NASDAQ Composite um 2,19 Prozent auf 2.687,26 Punkte zulegte. Der S&P 500 stieg 1,34 Prozent auf 1.295,52 Punkte.

Für negative Schlagzeilen sorgt heute im Dax Merck . Der Pharmahersteller hat im Nachgang zum behördlichen Feedback beschlossen, den weltweiten Zulassungsprozess für Cladribin-Tabletten zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS) nicht weiter zu verfolgen. So ist man auf der Grundlage von Gesprächen mit der US-Zulassungsbehörde FDA der Ansicht, dass die Daten der laufenden klinischen Studien die Anforderungen der FDA höchstwahrscheinlich nicht erfüllen werden und damit auch nicht die Grundlage für eine Zulassung liefern. Der Titel verschlechtert sich als Schlusslicht im DAX um 1,7 Prozent. Indes klagt RWE einem Medienbericht zufolge gegen die Atomsteuer. Dem Bericht zufolge reicht der Konzern am heutigen Mittwoch beim zuständigen Hauptzollamt Augsburg Widerspruch gegen den Bescheid zur Zahlung der Brennelemente-Steuer für den Meiler Gundremmingen ein. Da der Widerspruch voraussichtlich abgelehnt wird, wird RWE später klagen. Am Ende muss das Finanzgericht München entscheiden. RWE soll laut dem Bericht 2011 rund 700 Mio. Euro an Brennelemente-Steuer zahlen. Für die Aktie des Energieversorgers geht es um 0,5 Prozent nach oben. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich derweil die Titel der Deutschen Post mit einem Zugewinn von 0,6 Prozent wieder.

Im MDAX richtet sich der Fokus der Investoren auf die Anteilsscheine von Südzucker (Suedzucker), die sich als zweitbester Wert um 3,1 Prozent verteuern. Der Konzern hat nach einem starken ersten Quartal 2011/12 seine Jahresprognose erhöht. So hat man in den ersten drei Monaten (1. März 2011 bis 31. Mai 2011) des laufenden Geschäftsjahres 2011/12 den Konzernumsatz gegenüber Vorjahr um rund 7 Prozent auf 1,64 Mrd. Euro gesteigert. Das operative Konzernergebnis erhöhte sich um etwa 24 Prozent auf 184 Mio. Euro. Für das gesamte Geschäftsjahr 2011/12 rechnet Südzucker nunmehr mit einem Anstieg des Konzernumsatzes auf rund 6,5 (Vorjahr: 6,2) Mrd. Euro und einem operativen Konzernergebnis von mehr als 600 (Vorjahr: 519) Mio. Euro. Vorne legen Krones um 4 Prozent zu, während die rote Laterne von Vossloh mit einem Abschlag von 1,4 Prozent gehalten wird.

Mit einem Zugewinn von 3,5 Prozent können sich die Papiere von ADVA derzeit auf den ersten Platz der Gewinnerliste im TecDax setzen, während AIXTRON als Schlusslicht um 2,7 Prozent nachgeben.

Im SDAX geben DIC Asset um 0,3 Prozent nach. Der Immobilienkonzern verlautbarte, dass man den bestehenden Mietvertrag mit der Galeria Kaufhof GmbH über rund 20.400 Quadratmeter in Leverkusen (Wiesdorfer Platz 82) erfolgreich verlängert hat. Damit bleibt die Immobilie mit diesem Abschluss wie bisher vollständig vermietet.

DAX: 7.279,62 (-0,08 Prozent) MDAX: 10.664,88 (+0,12 Prozent) SDAX: 5.318,14 (+0,18 Prozent) TecDAX: 875,56 (-0,10 Prozent) (22.06.2011/ac/n/m)

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