Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendieren im frühen Dienstaghandel wenig verändert. Im Blickfeld der Investoren stehen weiterhin die Regierungskrise in Italien und der Haushaltsstreit in den USA. Der DAX verbessert sich aktuell um 0,16 Prozent auf 7.542,81 Punkte, während der MDAX um 0,28 Prozent auf 11.932,32 Stellen zulegt. Für den SDAX geht es derweil um 0,05 Prozent auf 5.122,80 Zähler nach unten. Der TecDAX steigt um 0,02 Prozent auf 831,88 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,08 Prozent auf 145,71 Punkte, während sich der Euro um 0,05 Prozent auf 1,2943 US-Dollar verteuert.
Die deutschen Großhandelsverkaufspreise sind im November nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit verlangsamtem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Preise um 3,2 Prozent, nach Zuwächsen von 4,6 Prozent im Oktober und 4,9 Prozent im November 2011. Die um 2,2 Prozent höheren Preise im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen hatten einen wesentlichen Anteil an der Preisveränderung gegenüber dem Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vormonat gingen sie aber um 4,0 Prozent zurück. Ferner gingen die Großhandelspreise binnen Monatsfrist um 0,7 Prozent zurück, während sie im Oktober um 0,6 Prozent gefallen und im November 2011 um 0,7 Prozent gestiegen waren.
Die US-Leitindizes zeigten sich am Montag leicht im Plus. Im Fokus der Investoren standen weiterhin die Haushaltsverhandlungen bezüglich der fiskalischen Klippe. Der Dow Jones gewann 0,11 Prozent auf 13.169,88 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentierte sich mit einem Plus von 0,30 Prozent bei 2.986,96 Zählern, während der S&P 500 einen Aufschlag von 0,03 Prozent auf 1.418,55 Punkte verzeichnete.
Im Blickfeld der Investoren stehen heute im Dax die Anteilsscheine von ThyssenKrupp , die sich als bester Wert um 1,2 Prozent verteuern. Der Industriekonzern hat bereits gestern Wertberichtigungen in Milliardenhöhe bei Steel Americas angekündigt. Zudem wurde erklärt, aufgrund eines Milliardenverlusts für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Dividendenzahlung vorzunehmen. Aufgrund des fortgeschrittenen Stadiums des Verkaufsprozesses der Werke in Brasilien und den USA wurden die Business Area für das Geschäftsjahr 2011/2012 als nicht fortgeführte Aktivität ausgewiesen. In diesem Zusammenhang wurden zudem Wertberichtigungen in Höhe von 3,6 Mrd. Euro bei Steel Americas vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2011/2012 musste ThyssenKrupp bei seinen fortgeführten Aktivitäten (ohne Inoxum und Steel Americas) einen rückläufigen Auftragseingang ausweisen. Auch der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten lag unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Die Auftrags- und Umsatzrückgänge sind im Wesentlichen durch niedrigere Absatzmengen und Preise im Werkstoff-Geschäft bedingt. Im Industriegüter-Geschäft hingegen setzte sich die positive Entwicklung weiter fort. Auftragseingang und Umsatz konnten auf ein neues Rekordniveau gesteigert werden. Das bereinigte EBIT der fortgeführten Aktivitäten halbierte sich. Der Jahresfehlbetrag des Gesamtkonzerns betrug -5,0 Mrd. Euro und erhöhte sich um -3,2 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahreswert. Der Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG am Jahresfehlbetrag betrug -4,7 Mrd. Euro bzw. -194 Mio. Euro für das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten.
Das Gasfördergeschäft des Energieversorgers E.ON (EON SE) steht einem Medienbericht zufolge deutlich unter Druck. Der Gewinn der Förder-Sparte Exploration & Production brach in den ersten neun Monaten 2012 laut Zwischenbericht um 25 Prozent auf 421 Mio. Euro ein. Für das kommende Jahr sollen einem Pressebericht zufolge die Gas-Manager weitere Gewinne bei der Zentrale abgemeldet haben. Ursache seien offenbar Schwierigkeiten, die Förderung in dem Gas- und Ölfeld Skarv in der Nordsee vor Norwegen hochzufahren. E.ON steigen um 0,7 Prozent. Unterdessen erweitert die zum Automobilhersteller Daimler gehörende Sparte Daimler Trucks die Produktion bei der Detroit Diesel Corp. am Standort Redford im US-Bundesstaat Michigan. Wie schon gestern mitgeteilt wurde, wird die Nutzfahrzeugtochter insgesamt 120 Mio. US-Dollar in den Ausbau der Produktion am Standort Redford investieren. Das Papier fährt um 0,7 Prozent vor. Schlusslichter im DAX sind Deutsche Bank und Commerzbank mit Wertverlusten von 1,4 bzw. 1,5 Prozent.
Im MDAX geht es an der Indexspitze für GERRY WEBER um 1,9 Prozent nach oben, während gleichzeitig die rote Laterne von Rheinmetall mit einem Abschlag von 0,8 Prozent getragen wird.
DAX: 7.542,81 (+0,16 Prozent) MDAX: 11.932,32 (+0,28 Prozent) SDAX: 5.122,80 (-0,05 Prozent) TecDAX: 831,88 (+0,02 Prozent) (11.12.2012/ac/n/m)