Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Indizes haben einen schwächeren Start in die neue Handelswoche erwischt. Als Belastungsfaktor erweist sich dabei die unsichere politische Lage in Griechenland. Der DAX verliert aktuell 1,57 Prozent auf 5.872,66 Punkte, während der MDAX um 0,70 Prozent auf 9.012,87 Stellen fällt. Für den SDAX geht es derweil um 0,30 Prozent auf 4.559,96 Zähler nach unten. Der TecDAX verschlechtert sich um 0,68 Prozent auf 701,97 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,54 Prozent auf 138,34 Punkte, während sich der Euro um 0,53 Prozent auf 1,3712 US-Dollar verbilligt.
An den US-Börsen belastete am Freitag neben der europäischen Schuldenkrise der eher verhalten ausgefallene Arbeitsmarktbericht. Die US-Indizes konnten aber einen Großteil ihrer zeitweise deutlichen Einbußen bis zum Handelsende wieder wettmachen. Der Dow Jones schloss mit einem Minus von 0,51 Prozent bei 11.983,24 Punkten, während der NASDAQ Composite um 0,44 Prozent auf 2.686,15 Zähler sank. Der S&P 500 gab um 0,63 Prozent auf 1.253,23 Punkte nach.
Bayer hat vor dem Hintergrund der Staatsschuldenkrise ein riesiges Liquiditätspolster aufgebaut. Wie der Finanzchef des Pharmakonzerns, Werner Baumann, in einem Presseinterview verlautbarte, habe man zur Zeit eine Liquiditätsposition von etwa 3,8 Mrd. Euro. Das sei gut das Fünffache dessen, was in "Nichtkrisenzeiten" an Kasse gehalten werde. Abgeschmolzen werde der Betrag erst im kommenden Jahr, wenn eine 2 Mrd. Euro schwere Anleihe fällig werde. Damit werde vermieden, dass Liquiditätsengpässe an den Finanzmärkten auf das eigene Geschäft durchschlagen. Wie unterdessen bereits am Freitag bekannt wurde, hat Bayer in den USA die Zulassung für seinen Gerinnungshemmer Xarelto zum Schutz vor Schlaganfällen erhalten. Die Aktie verbessert sich als einziger Gewinner im Dax um 3,3 Prozent. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren finden sich derweil die Anteilsscheine der Deutschen Börse AG mit einem Abschlag von 3 Prozent wieder.
Axel Springer schießen als bester Wert im MDAX um 4,8 Prozent nach oben. Der Verlagskonzern hat nach den Zahlen zum dritten Quartal die Erwartungen für das Gesamtjahr bekräftigt. Nach neun Monaten verzeichnete man beim EBITDA ein Allzeit-Hoch, während der Konzernumsatz um 11,7 Prozent zulegen konnte. Der Konzern wuchs dabei sowohl organisch als auch durch die Konsolidierung erworbener Gesellschaften. Indes hat der Bereich Digitale Medien ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum erzielt. So steigerte der Konzern das um Sondereffekte und Kaufpreisallokationen bereinigte EBITDA in den ersten neun Monaten auf 446,3 Mio. Euro (Vorjahr: 385,8 Mio. Euro). Beim Konzernumsatz verzeichnete man gleichzeitig einen Zuwachs von 11,7 Prozent auf 2,32 Mrd. Euro. Der Konzernüberschuss belief sich in den ersten neun Monaten auf 233,2 Mio. Euro, nach 257,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der um wesentliche nicht-operative Effekte bereinigte Konzernüberschuss stieg um 7,7 Prozent auf 259,5 Mio. Euro. Das auf Aktionäre der Axel Springer AG entfallende bereinigte Ergebnis je Aktie legte von 2,28 Euro auf 2,31 Euro zu. Die rote Laterne wird unterdessen mit einem Wertverlust von 4,2 Prozent von Heidelberger Druck eingenommen.
Im TecDax geht es für QSC um 2,6 Prozent nach oben. Der Telekommunikationsanbieter hat sein profitables Wachstum im dritten Quartal 2011 fortsetzen können und Umsatz und operatives Ergebnis deutlich gesteigert. Auch nach neun Monaten wurde ein klarer Umsatz- und Ergebniszuwachs verzeichnet. Zudem wurde die Prognose für das Gesamtjahr 2011 nach oben korrigiert. So wuchs der Umsatz im dritten Quartal auf 128,3 Mio. Euro, nach 105,6 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Der Konzerngewinn belief sich auf 6,4 Mio. Euro, nach 5,8 Mio. Euro im dritten Quartal 2010. In den ersten neun Monaten des Jahres erhöhte sich der Umsatz um 12 Prozent auf 355,2 Mio. Euro. Der Konzerngewinn stieg um 27 Prozent auf 16,8 Mio. Euro oder 0,12 Euro je Aktie. Angesichts der positiven Entwicklung in den ersten neun Monaten hebt QSC die untere Grenze der Free-Cashflow-Prognose für das laufende Geschäftsjahr an: Das Unternehmen erwartet nun einen Free Cashflow von 40 bis 45 Mio. Euro anstatt wie bisher von 35 bis 45 Mio. Euro. Ferner ist weiterhin die erstmalige Ausschüttung einer Dividende für das laufende Geschäftsjahr geplant.
alstria office REIT (alstria office REIT-AG) hat in den ersten neun Monaten trotz rückläufiger Umsatzerlöse beim Ergebnis deutlich zugelegt. So lag der Umsatz mit 66,6 Mio. Euro um 1,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Trotz sinkender Umsätze stieg das operative Ergebnis (FFO) in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich um 18,7 Prozent auf 25,6 Mio. Euro. Dabei konnte der auf Büroimmobilien spezialisierte Konzern von der verbesserten Finanzierungsstruktur des Unternehmens sowie von den im Laufe des Jahres 2011 abgeschlossenen Akquisitionen profitieren. Das Nettoergebnis wurde schließlich nach einem Verlust in Höhe von 11,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 27,6 Mio. Euro verbessert. Der Titel gibt um 1,1 Prozent nach. Air Berlin notieren nach Passagierzahlen für Oktober 2011 annähernd auf Vortagesniveau. So wurden im abgelaufenen Monat 3.345.832 (2010: 3.490.259) Fluggäste befördert, was einem Minus von 4,1 Prozent entspricht. Grund dafür ist, dass auch die Kapazität gezielt um 3,4 Prozent reduziert wurde. Die Auslastung der Flotte verringerte sich gleichzeitig um 0,6 Prozentpunkte auf 79,7 Prozent und lag damit fast auf Vorjahresniveau von 80,3 Prozent. comdirect bank verlieren schließlich nach Monatszahlen für Oktober 0,3 Prozent an Wert. So erhöhte sich die Kundengesamtzahl der comdirect Gruppe Ende Oktober auf 2.528.782 (September: 2.523.068). Es wurden 1.686.786 Wertpapierdepots geführt (September: 1.685.326), und das betreute Kundengesamtvermögen lag im Oktober bei 41,06 Mrd. Euro (September: 39,40 Mrd. Euro).
DAX: 5.872,66 (-1,57 Prozent) MDAX: 9.012,87 (-0,70 Prozent) SDAX: 4.559,96 (-0,30 Prozent) TecDAX: 701,97 (-0,68 Prozent) (07.11.2011/ac/n/m)