21.12.2012 09:54
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Börse Frankfurt am Morgen: Verluste, Fresenius Medical Care im Blick

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes präsentieren sich am letzten Handelstag der Woche kurz nach Börsenstart in rot. Für eine Belastung sorgen dabei die ins Stocken geratenen US-Haushaltsverhandlungen. Der DAX verschlechtert sich aktuell um 0,41 Prozent auf 7.640,65 Punkte, während der MDAX um 0,43 Prozent auf 12.017,17 Stellen nachgibt. Für den SDAX geht es derweil um 0,37 Prozent auf 5.280,87 Zähler nach unten. Der TecDAX fällt um 0,62 Prozent auf 834,27 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,14 Prozent auf 144,52 Punkte, während sich der Euro um 0,21 Prozent auf 1,3208 US-Dollar verbilligt.

Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mitteilte, hat sich das Konsumklima in Deutschland etwas eingetrübt. Der Gesamtindikator prognostiziert demnach für Januar einen Wert von 5,6, nach revidiert 5,8 Zählern im Dezember. Damit hat sich der Aufwärtstrend vorerst in eine leichte Abwärtsbewegung verwandelt. Trotz der moderaten Verluste bleibt das Niveau des Konsumklima-Indikators aber weiter zufriedenstellend.

Der Auftragseingang in Betrieben des deutschen Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten verzeichnete derweil im Oktober nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen deutlichen Anstieg. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Eingänge preisbereinigt um 30,5 Prozent, wobei die Nachfrage im Hochbau um 17,0 Prozent und im Tiefbau um 47,7 Prozent zulegte. Dabei wird der deutliche Anstieg im Tiefbau auch bedingt durch vergleichsweise niedrige Auftragseingänge im Oktober des Vorjahres.

Die US-Leitindizes präsentieren sich am Donnerstag vor dem Hintergrund gemischter Konjunkturdaten lange uneinheitlich. Positive Äußerungen von John Boehner, dem republikanischen Präsidenten des Repräsentantenhauses, sorgten jedoch wieder für neue Hoffnung im Haushaltsstreit und verhalfen den Indizes zu Gewinnen. Der Dow Jones gewann 0,45 Prozent auf 13.311,72 Punkte. Der NASDAQ Composite verbesserte sich um 0,20 Prozent auf 3.050,39 Zähler, während der S&P 500 ein Plus von 0,55 Prozent auf 1.443,69 Punkte verzeichnete.

Eine Nachricht gibt es heute vom Dialysespezialisten Fresenius Medical Care . So hat man die Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Erstattung von Dialysebehandlungen in den USA erfolgreich beendet. So hat die US-Staatsanwaltschaft am gestrigen Donnerstag mitgeteilt, dass sie das Verfahren nicht weiter verfolgen wird. Damit werden auch die im Zusammenhang stehenden Ermittlungen der Justizbehörden in St. Louis im Bundesstaat Missouri eingestellt. Das Papier verteuert sich um 0,2 Prozent. Der Chemiekonzern BASF meldete derweil, dass er mit der schwedischen Atlas Copco (Atlas Copco AB (A)) einen Vertrag über den Verkauf seines Arbeitsgebiets MEYCO Equipment unterzeichnet hat, das Betonspritzmaschinen für den Tunnel- und Bergbau anbietet. BASF verschlechtern sich um 0,5 Prozent. Im Dax laufen derweil adidas um 0,6 Prozent vor. Das Unternehmen profitiert vom positiven Quartalsausweis des Wettbewerbers Nike. Besser läuft es nur noch für Infineon mit einem Plus von 1 Prozent, während die letzten beiden Plätze von Deutsche Bank und Commerzbank mit Wertverlusten von 1,5 bzw. 1,3 Prozent getragen werden.

Im TecDax geht es für Nordex um 0,4 Prozent nach unten. Der Windturbinenhersteller teilte mit, dass er zwei weitere Aufträge für seine Mittelwind-Anlage N100/2500 aus Großbritannien erhalten hat. Dabei umfasst der erste Auftrag drei Windparks, die Nordex im Jahr 2013 für den Versorger Severn Trent Water plc in Mittelengland errichtet und über eine feste Laufzeit von 15 Jahren wartet. Ein weiteres Projekt hat die Stadtverwaltung Bristol in Auftrag gegeben, die mit dem Öko-Kraftwerk am Standort Avonmouth Docks ihre Umweltbilanz verbessern aber auch eigene Energiekosten senken will. Insgesamt umfassen die zwei Aufträge ein Leistungsvolumen von 15 Megawatt.

Für eine Enttäuschung sorgte heute SKW Metallurgie (SKW Stahl-Metallurgie). So hat der Spezialchemiekonzern seine Prognosen für das Gesamtjahr 2012 konkretisiert. Die anhaltend hohe konjunkturelle Unsicherheit wichtiger Industrienationen, insbesondere in Europa, ist ausschlaggebend hierfür. Daher wird für das Geschäftsjahr 2012 beim ausgewiesenen EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) mit einem Wert zwischen 22 und 24 Mio. Euro gerechnet. Hierin sind nennenswerte Belastungen aus den Anlaufkosten für die neuen Werke in Bhutan, Russland und Schweden, insbesondere im ersten Halbjahr 2012, enthalten. Der Konzernumsatz dürfte knapp über 400 Mio. Euro liegen. Angesichts der im kommenden Jahr erwarteten positiven EBITDA-Beiträge aus den Werksausbauten in Brasilien und den USA und den 2012 angelaufenen neuen Produktionsanlagen in Russland und Bhutan wird für 2013 grundsätzlich mit einer deutlichen Ergebnissteigerung gerechnet. Dies ist jedoch den Konzernangaben zufolge nur unter der Prämisse einer Stabilisierung der Weltkonjunktur realistisch prognostizierbar. Die Aktie fällt um 1,2 Prozent.

DAX: 7.640,65 (-0,41 Prozent) MDAX: 12.017,17 (-0,43 Prozent) SDAX: 5.280,87 (-0,37 Prozent) TecDAX: 834,27 (-0,62 Prozent) (21.12.2012/ac/n/m)

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