Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes zeigen sich im frühen Donnerstaghandel von ihrer freundlichen Seite. Neben den leicht positiven Vorgaben von der Wall Street stützt dabei auch die sich abzeichnende Lösung der griechischen Schuldenkrise. Der DAX gewinnt aktuell 0,79 Prozent auf 6.802,21 Punkte, während der MDAX um 0,53 Prozent auf 10.371,47 Stellen steigt. Für den SDAX geht es derweil um 0,16 Prozent auf 4.973,53 Zähler nach oben. Der TecDAX verbessert sich um 0,40 Prozent auf 776,69 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,04 Prozent auf 137,79 Punkte, während sich der Euro um 0,42 Prozent auf 1,3304 US-Dollar verteuert.
Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist im November 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gesunken. So belief sich die Gesamtzahl auf 13.185 Insolvenzen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat schrumpfte die Gesamtzahl der gestellten Insolvenzanträge damit um 9,5 Prozent. Hierbei entfielen 2.389 auf Unternehmen (-4,4 Prozent) und 10.796 auf andere Schuldner (-10,5 Prozent). Die Verbraucher verbuchten ein Minus von 10,4 Prozent auf 8.673 Insolvenzanträge.
Die wichtigsten Indizes an der Wall Street konnten am Mittwoch mit leichten Zugewinnen aus dem Handel gehen. Dabei wurde die Stimmung der Investoren durch die Hoffnung auf eine baldige Lösung im griechischen Schuldendrama verbessert. Daneben stand eine Vielzahl von Quartalsbilanzen im Fokus der Investoren. Der Dow Jones verbesserte sich um 0,04 Prozent auf 12.883,95 Punkte, während der NASDAQ Composite 0,41 Prozent auf 2.915,86 Zähler zulegte. Für den S&P 500 ging es um 0,22 Prozent nach oben auf 1.349,96 Punkte.
Im Dax fahren Daimler an der Indexspitze um 4,7 Prozent vor. Der Automobilhersteller konnte im vergangenen Jahr nach vorläufigen und ungeprüften Zahlen Rekordergebnisse erzielen. So wurden 2,1 Millionen Fahrzeuge abgesetzt und damit das Vorjahresniveau um 11 Prozent übertroffen. Zu diesem Anstieg haben alle Automobil-Geschäftsfelder beigetragen. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 9 Prozent auf 106,5 Mrd. Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte war ein Zuwachs von 10 Prozent zu verzeichnen. Ferner erzielte Daimler in 2011 ein um 24 Prozent höheres Konzern-EBIT aus dem laufenden Geschäft von 8,98 (Vorjahr: 7,21) Mrd. Euro. Einschließlich Sonderfaktoren stieg das Konzern-EBIT um 20 Prozent auf 8,76 (Vorjahr: 7,27) Mrd. Euro. Beide EBIT-Werte sind neue Bestwerte. Das Konzernergebnis erreichte mit 6,03 (Vorjahr: 4,67) Mrd. Euro ebenfalls einen Rekordwert. Das Ergebnis je Aktie betrug 5,32 (Vorjahr: 4,28) Euro. Der Konzern rechnet damit, dass der Absatz im Jahr 2012 insgesamt weiter deutlich steigen und der Umsatz ebenfalls weiter zunehmen wird. Indes wird ein EBIT aus dem laufenden Geschäft in der Größenordnung des Vorjahres angestrebt.
HeidelbergCement (HeidelbergCement) verbessern sich daneben nach vorläufigen Zahlen zum vierten Quartal um 1,2 Prozent. Der Umsatz des Baustoffkonzerns verbesserte sich im Schlussquartal um 13,8 Prozent auf 3,28 Mrd. Euro. Auf vergleichbarer Basis wurde ein Umsatzplus von 14,3 Prozent ausgewiesen. Auch beim operativen Ergebnis vor Abschreibungen verbuchte man einen Anstieg auf 639 Mio. Euro, nach 598 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die entsprechende Marge verringerte sich jedoch auf 19,5 Prozent (Vorjahreswert: 20,7 Prozent). Das operative Ergebnis verbesserte sich im Schlussquartal des Fiskaljahres 2011 auf 410 Mio. Euro, nach 384 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Gesamtjahr 2011 verzeichnete der Baustoffkonzern beim Umsatz einen Anstieg um 9,7 Prozent auf rund 12,9 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen verbesserte sich um 3,6 Prozent auf 2,32 Mrd. Euro, während der operative Gewinn um 3,0 Prozent auf 1,47 Mrd. Euro zulegen konnte. Auf dem letzten Platz verlieren Deutsche Börse AG 1,3 Prozent an Wert.
Im MDAX stehen HUGO BOSS (HUGO BOSS vz) mit einem Zugewinn von 0,8 Prozent im Blickfeld der Anleger. Der Modekonzern veröffentlichte die Kennzahlen des vorläufigen, noch nicht testierten Konzernabschlusses des Jahres 2011. Dabei konnte man Rekordergebnisse erzielen. Sowohl Umsatz als auch Gewinn wurden demnach deutlich gesteigert, nachdem auch das Schlussquartal stärker als zunächst vom Management erwartet ausfiel. So stieg der Konzernumsatz im auf vorläufiger Basis auf 2,06 Mrd. Euro, was einer Steigerung von 19 Prozent auf währungsbereinigter Basis und in Berichtswährung entspricht. Das auf die Anteilseigner entfallende Konzernergebnis lag mit 284 Mio. Euro um 53 Prozent über dem Vorjahreswert. Daneben geht es für RHÖN-KLINIKUM (RHOeN-KLINIKUM) um 1,5 Prozent nach oben. Der Klinikbetreiber hat im abgelaufenen Fiskaljahr die konzerneigenen Ziele erreicht. Nach vorläufigen Berechnungen erhöhten sich die Umsatzerlöse im Gesamtjahr um 3,0 Prozent auf 2,63 Mrd. Euro. Dabei stieg die Zahl der behandelten Patienten um 11,5 Prozent auf 2.277.000. Der Konzerngewinn lag im Berichtszeitraum bei 161 Mio. Euro und übertraf damit den Wert der Vergleichsperiode 2010 um 11,0 Prozent. Das operative EBITDA beläuft sich in 2011 auf 337 Mio. Euro, was einem Plus von 9,8 Prozent entspricht. Das berichtete EBITDA ist darüber hinaus durch einen einmaligen, nicht-operativen Sondereffekt in Höhe von 17 Mio. Euro positiv beeinflusst.
DAX: 6.802,21 (+0,79 Prozent) MDAX: 10.371,47 (+0,53 Prozent) SDAX: 4.973,53 (+0,16 Prozent) TecDAX: 776,69 (+0,40 Prozent) (09.02.2012/ac/n/m)