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16.04.2010 09:06

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Marktbericht Auslandsaktien (KW 15)

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Dow Jones springt über 11.000 Punkte - Nikkei stabil – Roche und Syngenta mit Zahlen

Der amerikanische Aktienmarkt hat in dieser Handelswoche wieder an Fahrt gewonnen. So kletterte der Dow Jones deutlich über die Marke von 11.000 Punkten. Damit notiert der Leitindex mittlerweile wieder auf dem Niveau vom September 2008. Der breiter aufgestellte S&P-500-Index legte gegenüber dem Schlussstand vom vergangenen Freitag um rund 1,5 Prozent zu. Neue Impulse versprechen sich die Marktteilnehmer von der Berichtssaison, die am Montag nach Handelsschluss mit den Zahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa (WKN: 850206) gestartet wurde. Von großer Bedeutung sind in dieser Woche außerdem die Zahlen von Intel (WKN: 855681), General Electric (WKN: 851144) und Google (WKN: A0B7FY).

Die Quartalszahlen von Alcoa (WKN: 850206) wurden mit großer Spannung vom Markt erwartet und bestimmten das Handelsgeschehen zu Beginn dieser Woche. Im Vorfeld notierte die Aktie um mehr als ein Prozent höher und wurde schon mit Vorschusslorbeeren bedacht. Die Aktie von Palm (WKN: A0ETPB) zählte zu den Gewinnern des Tages. Nach dem sich das Unternehmen am Wochenende selbst zum Verkauf angeboten hatte, stieg die Aktie um 17 Prozent. Das Management von Palm glaubt, auf Dauer nicht selbständig existieren zu können. Die Aktie von Caterpillar (WKN: 850598) war mit einem Plus von mehr als zwei Prozent der Spitzenreiter im Dow Jones und konnte damit von einer Hochstufung profitieren.

Am Dienstag war der Markt hin- und hergerissen. Auf der einen Seite belasteten die Zahlen von Alcoa (WKN: 850206), bei denen die positive Überraschung ausgeblieben war. Jedoch überwog dann doch die Zuversicht auf die Zahlen von Intel (WKN: 855681), die nach Ende des Handels veröffentlicht werden sollten. Während die Alcoa-Aktie zu den wenigen Verlierern gehörte, zählten die Werte, bei denen die Zahlen in dieser Woche noch anstehen, zur Gewinnerriege.

Deutliche Gewinne konnte der Markt am Mittwoch verbuchen. Die Zahlen von Intel (WKN: 855681), die am Vorabend präsentiert worden waren, stimmten die Marktteilnehmer sehr positiv. Die Aktie vom weltweit größten Chiphersteller stieg um mehr als drei Prozent und zog auch die Anteilsscheine der Nummer zwei, Texas Instruments (WKN: 852654), um mehr als vier Prozent mit nach oben. Die Zahlen von JPMorgan Chase (WKN: 850628) sorgten für eine positive Überraschung und für einen Kursanstieg um mehr als vier Prozent. Zu den wenigen Verlierern an diesem Tag zählte die Aktie von Mosaic (WKN: A0DK91), die unter einer Herabstufung litt. Nachbörslich präsentierte der Paketdienst UPS (WKN: 929198) überraschend starke Zahlen. Die Analysten rechneten mit einem Quartalsgewinn von 57 Cent, gemeldet wurden jedoch 71 Cent. Zudem wurde die Prognose für das Gesamtjahr nach oben geschraubt. Im nachbörslichen Handel stieg die Aktie um vier Prozent.

In einem sehr ruhigen Handel konnte sich der japanische Leitindex deutlich über der 11.000er Marke etablieren. Der Nikkei225 schließt diese Berichtswoche mit 11.273 Punkten ab. Kaum Auswirkungen auf den Kursverlauf von Toyota Motor (WKN: 853510) hatte die Nachricht aus den USA, dass eine große Verbraucherzeitschrift vom Kauf des Lexus Geländewagen abrät. Aber Toyota Motor kommt zur Zeit aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus und es bleibt abzuwarten, wie sich daraufhin die Verkaufszahlen in dem noch immer weltweit größten Automobilmarkt, den USA, entwickeln werden.

Am Donnerstag teilte der Pharma- und Diagnostikkonzern Roche (WKN: 855167) den Marktteilnehmern den Verlauf des ersten Quartals 2010 mit und enttäuschte wie so oft nicht. Mit einem Umsatzwachstum von sechs Prozent auf 12,25 Milliarden Franken liegt der Schweizer Konzern laut Konzernchef Schwan für 2010 voll auf Kurs. Das spiegelt auch die Aktie an der Börse mit einem Plus von mehr als 1,5 Prozent am Morgen wieder. Zur Steigerung des Umsatzes trug der Blockbuster Avastin, mit einem Plus von 18 Prozent, deutlich bei. Außerdem gab das Unternehmen bekannt, dass es nach der Übernahme von Genentech im vergangenen Jahr, bis 2015 wieder schuldenfrei sein möchte.

Auch Syngenta (WKN: 580854) ließ sich am Donnerstag nicht lange bitten und präsentierte seine Zahlen zum Auftakt der ersten drei Monate 2010. Der Agrarchemiekonzern musste dabei einen Umsatzrückgang von drei Prozent verzeichnen. Nachdem der Konkurrent Monsanto (WKN: 578919) bereits Anfang des Monats eine Gewinnwarnung herausgeben musste, kam dies für die Marktteilnehmer nicht ganz überraschend. Das weltgrößte Unternehmen dieser Sparte haderte im ersten Quartal mit den ungünstigen Wetterbedingungen, dem Preisdruck im Pflanzenschutzbereich und mit dem Vergleich zum sehr starken Quartal des vorigen Jahres. Da aber ein leichter Umsatzrückgang erwartet wurde, das Unternehmen selbst zudem für den Rest des Jahres optimistisch ist und der Aktienkurs nach der Gewinnwarnung Monsantos nachgegeben hatte, ist der Kursanstieg am Donnerstagmorgen um mehr als drei Prozent nachvollziehbar.

Der italienische Telekommunikationskonzern Telecom Italia (WKN: 120470) hat seine Geschäftszahlen für das Jahr 2009 veröffentlicht. Das Unternehmen erwirtschaftete bei einem Umsatz von 27 Milliarden Euro einen Gewinn von 1,58 Milliarden Euro. Positiv bewertete die Börse die Jahresplanung für die Geschäftsjahre 2010-2012. Durch die Fortsetzung der in den vergangenen Jahren begonnenen Maßnahmen zur Kostensenkung konnte die Verschuldung des Unternehmens auf 33,9 Milliarden Euro gesenkt werden. In der anhängenden Steuer- und Betrugsaffäre bei der Tochter Telecom Italia Sparkle erwartet das Unternehmen Belastungen in Höhe von 300 Millionen. Dafür wurden aber bereits Rückstellungen gebildet.

Die Börse Stuttgart ist Deutschlands zweitgrößter Handelsplatz mit einem Marktanteil von 34 Prozent im börslichen Präsenzhandel. Segmente sind EUWAX als Handelsplattform für verbriefte Derivate, Bond-X für festverzinsliche Wertpapiere und 4-X für den Handel mit ausländischen Aktien. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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