In dieser Woche kämpfte der Dow Jones erneut um die Marke von 10.000 Punkten. Auch wenn das neue Jahreshoch fünfstellig ausfiel, kann von einem nachhaltigen Durchbruch vorerst keine Rede sein. Auch der breiter aufgestellte S&P 500 verharrt auf der Stelle und musste am Mittwoch die Gewinne der Vortage wieder abgeben. Das Auf und Ab im Markt wurde maßgeblich durch Quartalszahlen einiger großer Gesellschaften bestimmt.
Zum Wochenstart war es um den amerikanischen Aktienmarkt noch gut bestellt. Die Indizes konnten um ein Prozent zulegen. Spitzenreiter im Dow Jones war die Aktie von Caterpillar (WKN: 850598), die nach einem positiven Analystenkommentar um sechs Prozent stiegen. Die Aktie des Biotechnologieunternehmens Human Genome Sciences (WKN: 889323) kletterte um mehr als vier Prozent, nachdem für ein Medikament die Entwicklungsstufe III abgeschlossen werden konnte. Dieses soll nun im vierten Quartal auf den Markt gebracht werden. Im Technologiesektor schaute man gespannt auf die Zahlen von Apple (WKN: 865985) und Texas Instruments (WKN: 852654), die nach Handelsschluss veröffentlicht wurden. Gerade Apple konnte die hohen Erwartungen übererfüllen. Die Aktie zog im nachbörslichen Handel deutlich an und sprang auf über 200 Dollar.
Am Dienstag wirkten diese Zahlen und die von Texas Instruments noch nach. Zu Handelsbeginn sorgten sie für gute Laune bei den Anlegern. Auf die Stimmung drückten dann jedoch Meldungen vom Häusermarkt, die auf eine rückläufige Anzahl bei den Baubeginnen hinwiesen. Während die Zahlen von Pfizer (WKN: 852009) und Caterpillar positiv aufgenommen wurden, enttäuschte das Zahlenwerk von Boeing (WKN: 850471).
Am Mittwoch schloss der Dow Jones wieder unter der Marke von 10.000 Punkten. Dabei war auffällig, dass sich gerade in den letzten Handelsminuten die Abwärtsbewegung beschleunigte. Als Schuldiger wurde Wells Fargo (WKN: 857949) ausgemacht. Die Aktie verlor nach einer Herabstufung mehr als fünf Prozent an Wert. Dagegen konnte der Branchenkollege Morgan Stanley (WKN: 885836) die Erwartungen des Marktes übertreffen. Die Aktie stieg um mehr als vier Prozent. Obwohl Eli Lilly (WKN: 858560) und Altria (WKN: 200417) die Erwartungen des Marktes erfüllten, legten deren Aktien den Rückwärtsgang ein.
Der Nikkei225 beendete diese Berichtswoche bei 10.267 Punkten und somit so gut wie unverändert. Allerdings ist der Optimismus der Investoren, der in den vergangenen Tagen noch spürbar war, ein wenig verflogen. Bank- und Brokeraktien stehen zwar immer noch im Fokus der Anleger, aber von ihren Wochenhöchstständen haben sie sich doch schon wieder ein Stück entfernt. Toshiba Corp. (WKN: 853676) profitierte von einer sehr positiven Analystenempfehlung und konnte im Wochenverlauf um mehr als zehn Prozent zulegen. Der Schlusskurs vom Donnerstag stellt ein neues 52-Wochen-Hoch dar.
Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV (WKN: 874341) hat im dritten Quartal 317.000 Barrel Öläquivalent produziert. Damit wurde im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 1.000 Barrel erzielt. Jedoch musste auch eine deutlich niedrigere Raffineriemarge von 1,30 Dollar hingenommen werden. Sie sank um 0,34 Dollar. Die Aktie stieg zu Beginn in einem freundlichen Markt, verlor diese Kursgewinne jedoch wieder und notierte zuletzt bei 29,20 Euro.
Der schwedische Telekomkonzern Ericsson (WKN: 850001) hat im dritten Quartal ein operatives Ergebnis von 5,5 Milliarden schwedischen Kronen erzielt und liegt damit nur leicht unter dem Vorjahresergebnis von 5,6 Millionen schwedischen Kronen. Der Umsatz belief sich auf 46,4 Milliarden schwedischen Kronen. Damit blieb Ericsson unter den Erwartungen der Analysten, die mit einem operativen Ergebnis von 5,8 Milliarden schwedischen Kronen und einem Umsatz von 51,1 Milliarden schwedischen Kronen rechneten. Die Aktie verlor daraufhin knapp sieben Prozent auf 6,60 Euro.
Die Schweizer Großbank Credit Suisse (WKN: 876800) legte am Donnerstag ihren Bericht für das dritte Quartal 2009 vor und konnte dabei einen Gewinn von 2,4 Milliarden Franken vorweisen. Die Bank konnte von den anhaltend niedrigen Zinsen profitieren und ließ damit den Gewinn zum Vorquartal um ein Drittel wachsen. Deutlich steigern konnte das Unternehmen auch den Nettoneugeldzufluss, der sich um 16,7 Milliarden Franken erhöhte. Trotz dieser positiven Nachrichten sackte die Aktie zu Börsenbeginn um mehr als zwei Prozent ab. Dies konnte wohl damit begründet werden, dass die Aktie seit Anfang März bereits um 167 Prozent gestiegen war und nun Gewinne mitgenommen wurden. Ein anderer Grund könnte sein, dass in diesem Ergebnis auch Sondereffekte enthalten sind, die den Gewinn etwas verschönen. Ein anderes Schwergewicht konnte in dieser Woche die Markterwartungen der ersten neun Monate nicht ganz erfüllen. Der Schweizer Konzern Nestlé (WKN: A0Q4DC) verfehlt die Prognosen der Analysten nur knapp und musste mitteilen, dass der Umsatz um 2,2 Prozent auf 79,547 Milliarden Franken sank. Verantwortlich für den leichten Rückgang war in diesem Fall der starke Schweizer Franken. Trotzdem konnte die Aktie an der Börse im frühen Handel um mehr als zwei Prozent zulegen. Begründet wurde dieser Anstieg damit, dass nun der Verkauf des Augenmittelherstellers Alcon (WKN: 542019) schneller vonstatten geht als erwartet. Zudem wurde wohlwollend zur Kenntnis genommen, dass sich Unternehmenschef Bulcke beim Ausblick nach wie vor optimistisch zeigte. Er sehe ein jährliches organisches Wachstum des Nestlé-Konzerns von fünf bis sechs Prozent. Negativ wirkte sich in dieser Woche der schwache Uhrenexport der Schweizer im September auf die Aktien von Swatch (WKN: 865126) und Richemont (WKN: A0Q9J3) aus. Der Export von Armbanduhren sank demnach um 25,5 Prozent. Diese Zahlen bescherten der Swatch-Aktie an der Schweizer Börse ein Minus von etwa vier Prozent.
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