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08.09.2010 13:30

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Börse Stuttgart-News: Trend am Vormittag


    STUTTGART (BOERSE-STUTTGART AG) - EUWAX-Trends am Vormittag, 08.09.2010

Industrieproduktion doch nicht rückläufig Dax dreht nach Daten ins Plus

Noch immer sind die Unsicherheiten über die Folgen einer schärferen Regulierung der europäischen Banken im Zuge der Umsetzung von „Basel III“ spürbar. Außerdem lastete am Vormittag eine Kapitalerhöhung der größten griechischen Bank auf dem Aktienmarkt. Die National Bank of Greece will dabei 2,8 Milliarden Euro einsammeln. Somit gab der DAX zunächst bis auf 6.062 Punkte nach. Nach Bekanntgabe der aktuellen Daten zur deutschen Industrieproduktion im Juli holte das deutsche Börsenbarometer seine Verluste aber wieder auf und notierte nun bei 6.121 Punkten mit 0,1 Prozent im Plus. Das produzierende Gewerbe stellte im Juli 0,1 Prozent mehr her als im Vormonat. Experten zeigten sich davon überrascht. Sie hatten hierbei sogar mit einem Rückgang gerechnet. Analysten zufolge dürfte ähnlich wie bei den gestern vorgelegten Zahlen zu den Auftragseingängen der „Ferieneffekt“ zu den durchwachsenen Zahlen beigetragen haben. Demnach werde sich der Aufwärtstrend in der Industrie fortsetzen, auch wenn das hohe Tempo des ersten Halbjahres wohl nicht gehalten werden könne. Die Mehrheit der kurzfristig orientierten Derivateanleger nahm jetzt erstmal Gewinne bei Calls mit. Der Euwax Sentiment Index drehte sogar auf minus 40 Punkten nach unten. Die Marktteilnehmer scheinen vor der am heutigen Abend, um 20 Uhr (MESZ), anstehenden Veröffentlichung des „Beige Book“ der US-Notenbank (Fed) besonders vorsichtig zu sein. Das beigefarbene Buch stellt den Konjunkturbericht der USA dar. Es ist eine Zusammenfassung von Kommentaren der zwölf regionalen Zentralbanken der USA über die aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen in ihrer Region. Die Kommentare bestehen aus Einschätzungen der Bankdirektoren und Befragungen von Ökonomen, Marktexperten, Firmenlenkern und anderen Quellen zur aktuellen Wirtschaftslage. Bankaktien stehen weiter unter Druck. Die Commerzbank verlor 1,2 Prozent auf 6,26 Euro. Die Deutsche Bank gab um 1,0 Prozent auf 48,83 Euro nach. Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hatte am Montag davor gewarnt, dass die zehn größten deutschen Banken wegen der Verschärfung der Regulierung durch „Basel III“ rund 105 Milliarden Euro zusätzliches Kapital bräuchten. Die Umsetzung der Maßnahmen dürfte zwar mit erheblichen Übergangesfristen verbunden sein und langfristig eine positive Wirkung haben, kurzfristig könnten jedoch Finanzierungssorgen dominieren. An der Euwax waren heute dennoch erneut Call-Optionsscheine auf die Deutsche Bank gesucht. Nachdem die K+S-Aktie gestern aufgrund von Spekulationen um eine drohende Senkung der Jahresprognose teilweise mehr als drei Prozent an Wert verlor, kann sie sich heute mit einem Aufschlag von 1,4 Prozent auf 42,04 Euro wieder etwas fester präsentieren. Angeblich sollen Unternehmensvertreter Analysten angerufen haben, um diese auf eine Prognosesenkung vorzubereiten. Investor-Relations -Manager Christian Herrmann erklärte aber umgehend, dass K+S am 12. August einen Ausblick veröffentlicht habe und es seitdem dazu keine Veränderung gebe. K+S erwartet demnach für 2010 einen operativen Gewinn von 550 bis 600 Millionen Euro. Im Vorjahr war dieser aufgrund der Wirtschaftskrise mit 238 Millionen Euro deutlich niedriger ausgefallen. An der Euwax wurden bereits gestern Call-Optionsscheine auf K+S gekauft und dies setzt sich auch heute fort.

Holger Scholze

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Quelle: boerse-stuttgart AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein boerse-stuttgart AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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