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03.02.2011 14:23

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Börse in Europa am Mittag: Im Minus, Royal Dutch Shell unter Druck

Royal Dutch Shell Grou a zu myNews hinzufügen Was ist das?


Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Börsen weiten ihre Verluste im heutigen Handelsverlauf aus. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 0,78 Prozent auf 2.989,27 Punkte. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 fällt um 0,93 Prozent zurück auf 720,27 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich im Minus.

Der Geldpolitische Rat der Europäischen Zentralbank beschloss auf seiner heutigen turnusmäßigen Sitzung, das Zinsniveau unverändert zu lassen. Der zentrale 2-Wochen-Refi-Mindestbietungssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken refinanzieren, bleibt damit bei 1,00 Prozent. Marktbeobachter hatten diese Entscheidung bereits im Vorfeld erwartet, da EZB-Chef Jean-Claude Trichet bei der vergangenen Sitzung das Zinsniveau noch als angemessen bezeichnet hatte.

Die spanischen Außenhandelspreise sind im Dezember 2010 mit beschleunigtem Tempo angestiegen. Dies teilte die nationale Statistikbehörde INE in Madrid mit. Demnach kletterten die Exportpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,6 Prozent, nach einem Plus von 5,7 Prozent im November. Gleichzeitig zogen die Importpreise um 10,4 Prozent an, während sie im November um 9,2 Prozent geklettert waren. Nach Ansicht des ifo Instituts ist der beschlossene Euro-Rettungsschirm für Irland, Portugal und Spanien nicht zu klein, wie häufig behauptet wird. Eine Aufstockung des Euro-Rettungsschirms sei vor diesem Hintergrund nicht nötig.

Im FTSE 100 verlieren Aktien der BT Group 1,5 Prozent an Wert. Die größte Telefongesellschaft in Großbritannien konnte im dritten Quartal nahezu eine Gewinnverdopplung verbuchen, was mit deutlich mehr Breitband-Kunden zusammenhängt. Der Umsatz sank allerdings um 3 Prozent. Papiere von Royal Dutch Shell (Royal Dutch Shell Grou a) fallen um über 3 Prozent zurück. Der Ölkonzern hat im vierten Quartal zwar einen deutlichen Gewinnzuwachs erzielt, was mit höheren Ölpreisen zusammenhängt, die Erwartungen wurden jedoch verfehlt. Der Mobilfunkbetreiber Vodafone gab heute bekannt, dass er seinen Umsatz im dritten Quartal um 3 Prozent steigern konnte. Für das Geschäftsjahr 2011 rechnet der Konzern weiterhin mit einem bereinigten operativen Gewinn von 11,8 bis 12,2 Mrd. GBP, wobei nun ein Gewinn am oberen Ende der Planspanne erwartet wird. Anteile von Vodafone geben aktuell 0,8 Prozent ab.

Papiere von Unilever verliert unterdessen 1,1 Prozent an Wert. Der Konzern konnte seinen Gewinn im vierten Quartal um 15 Prozent steigern, was mit einer stärkeren Nachfrage nach seinen Produkten zusammenhängt. Ferner belief sich der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen auf 1,04 Mrd. Euro, während Analysten im Vorfeld lediglich von einem Gewinn von 883 Mio. Euro ausgegangen waren. GlaxoSmithKline musste im vierten Quartal angesichts negativer Einmaleffekte einen Verlust ausweisen. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis nach Anteilen Dritter ein Verlust von 690 Mio. GBP verzeichnet, nach einem Nettogewinn von 1,67 Mrd. GBP im Vorjahreszeitraum. Um Einmaleffekte bereinigt wurde im Berichtsquartal ein Gewinn von 28,2 Pence je Aktie erzielt. Anteile von GlaxoSmithKline zählen mit einem Plus von 2,4 Prozent zu den Gewinnern.

Die Aktie von Banco Santander (Banco Santander Central Hispano) fällt im IBEX 35 um 0,9 Prozent zurück. Die größte Bankgesellschaft in Spanien meldete heute, dass ihr Gewinn im vierten Quartal leicht gesunken ist, was auf gestiegene Rückstellungen für Kreditausfälle und einen Gewinnrückgang im Heimatmarkt zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden jedoch geschlagen. An der Indexspitze liegen Papiere von Acciona mit 3,6 Prozent im Plus. Auf der Gegenseite brechen Anteile von ACS um 6,8 Prozent ein. Der Baukonzern hat nach dem Ablauf der Frist für das freiwillige Übernahmeangebot die 30-Prozent-Schwelle an HOCHTIEF überschritten.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.989,27 (-0,78 Prozent) EURONEXT 100: 720,27 (-0,93 Prozent) FTSE 100 (London): 5.975,48 (-0,41 Prozent) CAC40 (Paris): 4.021,19 (-1,12 Prozent) MIB (Mailand): 22.552,08 (-0,49 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 11.010,20 (+0,39 Prozent) SMI (Zürich): 6.538,53 (-0,23 Prozent) ATX (Wien): 2.926,66 (-0,41 Prozent) (03.02.2011/ac/n/m)

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