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03.10.2011 12:54

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Börsen Europa am Mittag: Weiterhin deutliche Abschläge, Finanzwerte unter Druck

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Paris (aktiencheck.de AG) - Nachdem die europäischen Leitindizes am Morgen nach schlechten Nachrichten aus Griechenland mit deutlichen Abschlägen gestartet waren, sind am Mittag im Vorfeld wichtiger US-Konjunkturdaten nur leichte Erholungstendenzen auszumachen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 2,01 Prozent auf 2.135,86 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 1,53 Prozent auf 2.126,68 Zähler. Auch die europäischen Länderbörsen tendieren im Minus.

Griechenland hatte am Wochenende erklärt wurde, dass man die eigenen Sparziele für das laufende Jahr verfehlen werde. Das von der Pleite bedrohte Euro-Mitgliedland erwartet gemäß einem neuen Haushaltsentwurf für 2011 ein Defizit von 8,5 Prozent vom BIP statt der ursprünglich angestrebten 7,4 Prozent und für 2012 ein Defizit von 6,8 Prozent anstatt 6,5 Prozent. Am Nachmittag stehen in den USA die Bauausgaben sowie der ISM-Index zur Veröffentlichung an.

In Frankreich befinden sich Anteilsscheine von Alcatel-Lucent mit einem Abschlag von mehr als 7,6 Prozent am unteren Ende des Leitindex CAC 40. Bankenwerte leiden unter den schlechten Nachrichten aus Griechenland und müssen ebenfalls deutlich Federn lassen: So verbilligen sich aktuell Anteilsscheine der Societe Generale um 5,9 Prozent, während Anteilsscheine von BNP Paribas sowie Credit Agricole um 5,7 bzw. 4,9 Prozent abgeben müssen. An der Indexspitze rangiert derzeit Pernod-Ricard mit Zugewinnen von 0,2 Prozent.

Im britischen Leitindex FTSE 100 sind auch am Mittag weiterhin die Verlierer in der Überzahl. Vor allem Anteilsscheine des Versicherers Aviva (-4,5 Prozent ) stehen deutlicher unter Druck. An der Spitze können unter anderem die beiden Minenbetreiber Fresnillo und Ranndgold von der Erholung der Edelmetallnotierungen profitieren und legen jeweils mehr als 1 Prozent zu. Der britische Öl- und Erdgaskonzern Cairn Energy (-3,6 Prozent) ist derweil bei einer Explorationsbohrung in Sri Lanka fündig geworden. Um die kommerzielle Verwertbarkeit des Erdgas-Fundes zu bestätigen, bedarf es jedoch weiterer Bestätigungsbohrungen, teilte der Konzern mit.

Im schweizerischen SMI befinden sich gegen Mittag die Verlierer deutlich in der Überzahl. Einzig der Baustoffhersteller Holcim kann sich mit einem Plus von 2,5 Prozent an der Spitze behaupten. Deutlich nach unten geht es indessen für Bank- und Finanzwerte: So gibt derzeit Credit Suisse mehr als 4,33 Prozent ab, während Zürich Financial und Julius Baer mehr als 3 Prozent leichter tendieren. Sika besetzt mit Heinz Gisel per 1. Januar 2012 die Position des neuen Leiters der Region Asien/Pazifik. Wie der Spezialchemiekonzern am Montag erklärte, wird Gisel damit neu Mitglied der Konzernleitung. Der 46jährige Schweizer arbeitet seit zwanzig Jahren für Sika, seit 2009 ist er als Geschäftsführer zuständig für China. Gisel ersetzt Jan Jenisch, der am 1. Januar 2012 neuer CEO von Sika wird und seinerseits den in den Ruhestand tretenden Ernst Bärtschi ablöst. Derzeit muss der Wert knapp 2,6 Prozent abgeben. Der Schokoladenhersteller Barry Callebaut hat unterdessen die Verkaufsvereinbarung für sein europäisches Verbrauchergeschäft (Stollwerck) an die belgische Baronie Gruppe vollzogen. Die Aktie gibt im breiten Markt um 0,8 Prozent ab.

In Österreich kann sich derzeit die Aktie der Telekom Austria mit einem recht deutlichen Plus von 2,6 Prozent positiv vom Gesamtmarkt abheben. Fester präsentieren sich daneben auch Mayr-Melnhoff sowie Anteilsscheine der Österreichischen Post. Am unteren Ende des ATX sind Erste Bank mit Abschlägen von mehr als 7,3 Prozent zu finden. Auch Wienerberger sowie Lenzing und Raiffeisen Bank tendieren deutlich schwächer. Beim Energieversorger EVN sind Abschläge von 2,4 Prozent auszumachen, nachdem der Konzern eine Anleiheemission über 300 Mio. Euro angekündigt hatte.

Weiteren Angaben zufolge gab es für den österreichischen Industriekonzern A-TEC Industries einen Zerschlagungsbeschluss. Unternehmensangaben zufolge wurde der erforderliche Betrag zur Erfüllung der 47-prozenntigen Quote gemäß dem Sanierungsplan zum 30.9.2011, 24:00 Uhr nicht beim Treuhänder, Rechtsanwalt Dr. Matthias Schmidt, erlegt. Der Treuhänder hat daher von seinem Recht zur Verwertung sämtlichen Vermögens der A-TEC Gebrauch gemacht. Sämtliche von A-TEC an ATB Austria Antriebstechnik Aktiengesellschaft gehaltenen Aktien werden daher im Rahmen eines strukturierten Verwertungsprozesses vom Treuhänder veräußert, hieß es.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.135,86 (-2,01 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.126,68 (-1,53 Prozent) FTSE 100 (London): 5.045,19 (-1,62 Prozent) CAC40 (Paris): 2.921,40 (-2,03 Prozent) MIB (Mailand): 14.641,09 (-1,32 Prozent) SMI (Zürich): 5.454,93 (-1,39 Prozent) ATX (Wien): 1.895,11 (-2,71 Prozent) (03.10.2011/ac/n/m)

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