Tokio (aktiencheck.de AG) - Belastet von schwachen Vorgaben der Wall Street, der Schuldenkrise in Europa und dem anhaltenden Verfall der europäischen Gemeinschaftswährung hatten die asiatischen Börsen am Montag mit schweren Verlusten zu kämpfen. In China sackten der Shanghai Composite um 5,1 Prozent und der Hang Seng um 2,1 Prozent ab. Daneben gaben unter anderem der KOSPI 2,6 Prozent, der SET-Index 2 Prozent und der SENSEX 0,9 Prozent ab. Der Nikkei-Index fiel in Tokio um 2,17 Prozent zurück auf 10.235,76 Punkte. Der TOPIX gab 1,71 Prozent ab auf 920,43 Zähler. Der DAXglobal Asia, der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, büßt aktuell 1,70 Prozent ein auf 323,51 Stellen.
Wie am Freitag nach Börsenschluss bekannt wurde, hat die größte japanische Telefongesellschaft NTT (Nippon Telegraph and Telephone) im vierten Quartal wieder einen Gewinn erzielt, was mit deutlich verbesserten Ergebnissen bei ihrer Mobiltelefonsparte NTT DoCoMo zusammenhängt. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem Nettogewinn von 500 Mrd. Japanischen Yen (JPY) (+1,6 Prozent), einem operativen Ergebnis von 1,165 Bio. JPY (+4,2 Prozent) und Erlösen von 10,16 Bio. JPY (-0,4 Prozent). Die Aktie von NTT gewann in Tokio gegen den Trend 3,5 Prozent. NTT DoCoMo schlossen mit 0,7 Prozent im Plus. Für KDDI ging es um ein halbes Prozent nach oben.
Mizuho Financial (Mizuho Financial Group) gingen mit +0,6 Prozent in den Feierabend. Die Bankgesellschaft teilte am Freitag nachbörslich mit, dass sie im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinn erwirtschaftet hat, was unter anderem mit geringeren Rückstellungen für Kreditausfälle zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 239,4 Mrd. JPY, gegenüber einem Nettoverlust von 588,8 Mrd. JPY im Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr stellt das Institut einen Gewinn von 430 Mrd. JPY in Aussicht. Ferner plant man zur Stärkung der Kapitalbasis eine Kapitalerhöhung im Volumen von bis zu 800 Mrd. JPY. SMFG und MUFG verloren dagegen 3 bzw. 1,3 Prozent.
Der Pharmakonzern Astellas (Astellas Pharma) meldete heute, dass er den US-Biotechnologiekonzern OSI Pharmacueticals (OSI Pharmaceuticals) nun für insgesamt rund 4 Mrd. Dollar übernehmen wird. Den Angaben zufolge bietet der Konzern im Rahmen einer verbesserten Offerte für alle ausstehenden OSI-Aktien 57,50 Dollar je Anteilsschein in bar, nachdem zunächst lediglich 52,00 Dollar je Aktie geboten wurden. Der verbesserten Offerte haben die Boards beider Unternehmen zugestimmt. Astellas gingen mit -0,3 Prozent in de Feierabend.
Im Technologiesegment verloren unter anderem Elpida Memory 5,6 Prozent, Sony 4,5 Prozent, Nikon 3,4 Prozent und Nintendo 2,8 Prozent. Der Technologiekonzern Sharp will sein Geschäft in China Presseangaben zufolge deutlich ausbauen. Im laufenden Geschäftsjahr wolle Sharp seine Erlöse mit LCD-Fernsehgeräten in China auf über 20 Mrd. JPY mehr als verdoppeln. Sharp gaben 1 Prozent ab.
Titel der Großbank HSBC schlossen als Umsatzspitzenreiter in Hongkong 2,3 Prozent schwächer. Daneben gaben mitunter Bank of China 2 Prozent, ICBC 1,9 Prozent und CCB 1,7 Prozent ab. Im Rohstoffsegment verloren unter anderem Yanzhou Coal 7,7 Prozent, China Shenhua Energy 3,4 Prozent, PetroChina 3 Prozent und CNOOC 2 Prozent.
Nikkei 225 (Japan): 10.235,76 (-2,17 Prozent) TOPIX (Japan): 920,43 (-1,71 Prozent) Hang Seng (China): 19.715,20 (-2,14 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.559,93 (-5,07 Prozent) SET-Index (Thailand): 753,26 (-2,02 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 1.651,51 (-2,60 Prozent) SENSEX (Indien): 16.835,56 (-0,94 Prozent) TAIEX (Taiwan): 7.598,72 (-2,23 Prozent) JSX (Indonesien): 2.819,47 (-1,36 Prozent) FBM EMAS (Malaysia): 8.967,69 (-0,53 Prozent) STI (Singapur): 2.833,69 (-0,75 Prozent) PSEi (Philippinen): 3.289,31 (-1,23 Prozent) (17.05.2010/ac/n/m)