Tokio (aktiencheck.de AG) - Ungeachtet der negativen US-Vorgaben haben die größten Börsen in Asien am Donnerstag Kursgewinne verzeichnet. Die Wall Street ist am Vorabend mit Verlusten aus der Sitzung gegangen, nachdem US-Notenbankchef Ben Bernanke erstmals vor der Möglichkeit einer Rezession gewarnt hatte. Der zuletzt stark zurückgekommene Shanghai Composite beendete den Handel mit einem Plus von knapp 3 Prozent. Daneben verfestigten sich der Hang Seng um 1,6 Prozent und der KOSPI um 1,2 Prozent. In Tokio gewann der Nikkei-Index 1,52 Prozent auf 13.389,90 Punkte. Der marktbreitere TOPIX stieg um 1,37 Prozent auf 1.299,64 Zähler.
Werte aus dem Rohstoffsektor trugen maßgeblich zu der positiven Entwicklung bei. Unter den Öltiteln gewannen unter anderem Nippon Oil 6,3 Prozent und INPEX 4,5 Prozent. Die Aktie der Handelsgesellschaft Mitsubishi Corp. zog um 4,3 Prozent an.
Anteilsscheine von Toshiba gewannen 5,9 Prozent. Einem Pressebericht zufolge wird der Technologiekonzern voraussichtlich vier Aufträge für den Bau von Kernkraftwerken in den USA erhalten. Das Auftragsvolumen belaufe sich dabei auf 1,4 Bio. Japanische Yen. Deutlich im Plus schlossen auch Elpida Memory (+5,5 Prozent), Nikon (+4,1 Prozent) und Softbank (+2,6 Prozent).
Papiere des Automobilriesen Toyota litten dagegen unter einer negativen Analystenstudie und fielen um 1,5 Prozent zurück. Das gleiche Schicksal ereilte Honda, hier ging es um 1 Prozent nach unten.
Japan:
Nikkei 225: 13.389,90 (+1,52 Prozent)
TOPIX: 1.299,64 (+1,37 Prozent)
China:
Hang Seng: 24.264,63 (+1,64 Prozent)
Shanghai Composite: 3.446,24 (+2,94 Prozent)
Thailand:
SET-Index: 826,68 (+0,12 Prozent)
Südkorea:
Seoul Composite KOSPI: 1.763,63 (+1,23 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die japanische Toshiba Corp. wird laut einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung "Nikkei" (Donnerstagausgabe) voraussichtlich vier Aufträge für den Bau von Kernkraftwerken in den USA erhalten. Dem Bericht zufolge werde der Konzern vermutlich jeweils zwei Anlagen im US-Bundesstaat South Carolina und zwei weitere im US-Bundesstaat Georgia errichten. Auftraggeber seien die US-Versorger Scana Corp. (ISIN US80589M1027/ WKN 935232) und Southern Co. (ISIN US8425871071/ WKN 852523). Laut "Nikkei" beläuft sich das Auftragsvolumen auf insgesamt 1,4 Bio. Japanische Yen (JPY). Die vier Reaktoren, voraussichtlich vom Typ "AP1000" der Toshiba-Tochter Westinghouse Electric Co. mit einer Gesamtleistung von 4.400 Megawatt, sollen zwischen 2016 und 2019 ans Netz gehen.
Zur Einsparung von Kosten wird der japanische Automobilhersteller Nissan Motor Co. Ltd. (ISIN JP3672400003/ WKN 853686) ab dem laufenden Fiskaljahr verstärkt Teile und Materialen in Emerging-Markets-Ländern einkaufen. Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei Business Daily" heute berichtet, wird Nissan von nun an verstärkt in Osteuropa, China, Ägypten, Mexiko und Südostasien einkaufen. Ab 2009 wolle der Konzern auch Einkäufe in Russland und Indien, wo man derzeit Produktionsstätten errichtet, tätigen. (03.04.2008/ac/n/m)