Tokio (aktiencheck.de AG) - Die größten Börsen in Asien haben am heutigen Handelstag keine klare Richtung gefunden. Belastet von Gewinnmitnahmen wurden aus Bangkok und Hongkong Verluste gemeldet. Dagegen konnten die Aktienmärkte in Seoul und Shanghai deutlich zulegen. Aus Japan wurden ebenfalls grüne Vorzeichen gemeldet. Der Nikkei-Index zog in Tokio um 0,42 Prozent an auf 9.080,84 Punkte. Der TOPIX stieg marginal um 0,03 Prozent auf 876,20 Zähler.
Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Automobilsektor. Wie am Vorabend bekannt wurde, haben Honda und Nissan in den USA im Dezember deutlich weniger Fahrzeuge verkauft. Dennoch konnten beide Werte spürbar zulegen. Honda gewannen 1,7 Prozent und Nissan 2,4 Prozent. Papiere des japanischen Brancheprimus Toyota, der im Dezember ebenfalls einen deutlichen Absatzeinbruch in den USA zu verzeichnen hatte, legten 1,3 Prozent zu. Bridgestone verbesserten sich um 2,3 Prozent. Dabei dürfte der Reifenhersteller im laufenden Jahr einem Zeitungsbericht zufolge einen deutlichen Gewinnrückgang einfahren.
Im Technologiesegment preschten Panasonic um 4,3 Prozent nach oben. Laut einem Pressebericht beabsichtigt der Elektronikkonzern Sanyo, bis zu 1.000 Arbeitsplätze abzubauen, um seine angeschlagenen Geschäftsbereiche vor der Übernahme durch Panasonic zu restrukturieren. Noch deutlichere Gewinne waren bei Sony auszumachen. Der Wert schob sich bis Handelsende um 7,6 Prozent vor. Gesucht waren außerdem Canon (+4,9 Prozent), Tokyo Electron (+5,8 Prozent) und Nintendo (+2,8 Prozent).
Nikkei 225: 9.080,84 (+0,42 Prozent)
TOPIX: 876,20 (+0,03 Prozent)
China:
Hang Seng: 15.509,51 (-0,35 Prozent)
Shanghai Composite: 1.937,15 (+3,00 Prozent)
Thailand:
SET-Index: 473,15 (-1,16 Prozent)
Südkorea:
Seoul Composite KOSPI: 1.194,28 (+1,76 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die Toyota Motor Sales U.S.A. Inc., die US-Tochter der Toyota Motor Corp. , veröffentlichte am Montag die US-Absatzzahlen für den Monat Dezember. Der größte japanische Automobilkonzern musste dabei drastisch rückläufige Verkaufszahlen hinnehmen. Den Angaben zufolge ging der Absatz in den USA um 36,7 Prozent zurück.
Die japanischen Automobilkonzerne Honda Motor Co. Ltd. (ISIN JP3854600008/ WKN 853226) und Nissan Motor Co. Ltd. (ISIN JP3672400003/ WKN 853686) gaben am Montag für den Monat Dezember deutlich rückläufige US-Absatzzahlen bekannt. Demnach teilte der zweitgrößte japanische Automobilhersteller Honda mit, dass er im Berichtsmonat in den USA einen Absatzrückgang um 34,7 Prozent verbuchen musste. Bei Nissan, der Nummer drei auf dem japanischen Automobilmarkt, sah es nicht besser aus. Der Hersteller hatte in den USA im Dezember einen Einbruch der Verkaufszahlen um 30,7 Prozent zu verzeichnen.
Der japanische Reifenhersteller Bridgestone Corp. (ISIN JP3830800003/ WKN 857226) erwartet einem Pressebericht zufolge für 2009 einen deutlichen Gewinnrückgang. Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" heute berichtet, rechnet der Konzern für 2009 mit einem Rückgang des operativen Gewinns um 15 Prozent. Der Umsatz wird voraussichtlich um 10 Prozent schrumpfen, hieß es weiter.
Der japanische Elektronikkonzern Sanyo Electric Co. Ltd. (ISIN JP3340600000/ WKN 856548) beabsichtigt Presseangaben zufolge, bis zu 1.000 Arbeitsplätze abzubauen, um seine angeschlagenen Geschäftsbereiche vor der Übernahme durch die Panasonic Corp. (ISIN JP3866800000/ WKN 853666) zu restrukturieren. Wie der "Nikkei" heute berichtet, will sich der Konzern demnach bis Ende März 2009 von rund 500 Mitarbeitern seiner 20.000-köpfigen Stammbelegschaft in Japan trennen, vor allem in der Halbleitersparte. Die Gesamtzahl der betroffenen Stellen, einschließlich Zeitarbeiter, werde sich voraussichtlich auf 1.000 belaufen, so die Zeitung.
Der Solartechnikkonzern LDK Solar Co. Ltd. (ISIN US50183L1070/ WKN A0MSNX) hat am Montagabend nach Börsenschluss seine Umsatzprognosen nach unten revidiert. Als wesentliche Ursache für die schwächer als erwartet verlaufene Entwicklung wurde die allgemein rückläufige Nachfrage nach Solar-Equipment in Zusammenhang mit der weltweiten Finanzkrise genannt. (06.01.2009/ac/n/m)