Tokio (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte gingen am Montag mit roten Vorzeichen aus dem Handel. Der DAXglobal Asia, (ISIN DE000A0LLPW4/ WKN A0LLPW) der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, legt allerdings aktuell um 0,37 Prozent auf 305,20 Punkte zu.
Nachdem auch eine Intervention der japanischen Notenbank zur Abwertung des Yen die Stimmung am Markt nicht nachhaltig aufhellen konnte, ging es für die wichtigsten japanischen Indizes am Montag nach unten. Der Leitindex Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) verschlechterte sich schließlich um 0,69 Prozent auf 8.988,39 Stellen. Damit konnte die Marke von 9.000 Punkten nicht verteidigt werden. Noch etwas deutlicher fiel das Minus beim breiter gefassten Topix aus, der um 0,96 Prozent auf 764,06 Zähler nachgab. Der Fokus der Investoren richtete sich heute auch auf diverse Quartalsausweise. Honda Motor fuhren mit einem Abschlag von 3,7 Prozent hinterher, nachdem der Automobilkonzern im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang ausweisen musste. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 1,89 Bio. Japanischen Yen (JPY) unter dem Vorjahreswert von 2,25 Bio. JPY. Der Nettogewinn verringerte sich auf 60,4 Mrd. JPY, nach 135,9 Mrd. JPY im Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn fiel auf 52,5 Mrd. JYP, nach 163,4 Mrd. JPY. Unter anderem hatten die Auswirkungen der verheerenden Erdbebenkatastrophe sowie negative Wechselkurseffekte das Ergebnis belastet. Für das laufende Fiskaljahr wurde keine Prognose abgegeben. Gleichzeitig konnten die Papiere des Wettbewerbers Toyota um 0,5 Prozent vorrücken.
Einen schweren Stand hatten heute auch die Aktien von Panasonic . Der weltgrößte Hersteller von Konsumelektronik musste im ersten Halbjahr einen Verlust hinnehmen. So lag der Umsatz mit 4,01 Bio. JPY unter dem Vorjahreswert von 4,37 Bio. JPY. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis ein Verlust von 136,2 Mrd. JPY ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 74,72 Mrd. JPY im Vorjahreszeitraum. Neben der unsicheren konjunkturellen Gesamtlage hatte der Konzern auch unter der Stärke der japanischen Heimatwährung zu leiden. Für das laufende Fiskaljahr erwartet Panasonic nunmehr einen Umsatz von 8,30 Bio. JPY, nachdem man hier zuvor einen Umsatz von 8,70 Bio. JPY in Aussicht gestellt hatte. Auch beim operativen Gewinn erwartet der Konzern nunmehr mit 130 Mrd. JPY ein deutlich geringeres Ergebnis als zuvor (270,0 Mrd. JPY). Beim Nettoergebnis geht der Konzern jetzt von einem Nettoverlust von 420 Mrd. JPY aus, nachdem man zuletzt noch einen Nettogewinn von 30,0 Mrd. JPY prognostiziert hatte. Der Titel gab um 2,1 Prozent nach. Schließlich ging es für Japan Tobacco um 0,6 Prozent nach unten. Der nach Umsatz weltweit drittgrößte Tabakkonzern hat im ersten Halbjahr dank günstiger Währungs- und Steuereffekte einen höheren Gewinn verzeichnet. So lag der Umsatz mit 940,3 Mrd. JPY um 8,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dagegen stieg das Nettoergebnis von 81,3 Mrd. JPY in der Vorjahreshälfte auf nun 95,8 Mrd. JPY. Das operative Ergebnis sank jedoch um 3,8 Prozent auf 193,0 Mrd. JPY.
Rote Vorzeichen sind heute auch in Indien auszumachen. Der Leitindex SENSEX verschlechtert sich momentan um 0,56 Prozent auf 17.705,01 Zähler. Wipro geben um 1,7 Prozent nach. Der Softwarekonzern konnte im zweiten Quartal einen leichten Gewinnanstieg erzielen. So lag der Umsatz bei 1,85 Mrd. US-Dollar, was einem Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Die Service-Umsatzerlöse verbesserten sich gleichzeitig um 19 Prozent auf 1,39 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn kletterte um 1 Prozent auf 265 Mio. US-Dollar bzw. 11 Cents je Aktie. Der bereinigte Gewinn lag bei 266 Mio. US-Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 12 Cents bei Umsatzerlösen von 1,92 Mrd. US-Dollar erwartet. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren finden sich unterdessen Hindalco Industries mit einem Wertverlust von 4,1 Prozent wieder, während es an der Indexspitze für Hindustan Unilever um 7,4 Prozent nach oben geht.
Die chinesischen Leitindizes schlossen vor dem Hintergrund von Gewinnmitnahmen ebenfalls mit roten Vorzeichen. Der Shanghai Composite gab um 0,21 Prozent auf 2.468,25 Punkte nach. In Hongkong ging es unterdessen für den Hang Seng um 0,77 Prozent auf 19.864,87 Stellen nach unten. Relativ gut entwickelten sich die Anteilsscheine des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile. So ging die Aktie auf Vortagesniveau aus dem Handel. Die Titel des Mischkonzerns Hutchinson gaben gleichzeitig überproportional um 1,4 Prozent nach. Noch etwas schlechter lief es bei Tencent. Die Papiere des Internetunternehmens verloren 2,1 Prozent an Wert. Die Aktie des Börsenbetreibers HKEX entwickelte sich mit einem Wertverlust von 2 Prozent ebenfalls schwach, während die Anteilsscheine des Versicherungskonzerns China Life mit einem Zugewinn von 3,9 Prozent positiv hervorstechen konnten.
Nikkei 225 (Japan): 8.988,39 (-0,69 Prozent) TOPIX (Japan): 764,06 (-0,96 Prozent) Hang Seng (China): 19.864,87 (-0,77 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.468,25 (-0,21 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 1.909,03 (-1,06 Prozent) SENSEX (Indien): 17.705,01 (-0,56 Prozent) JSX (Indonesien): 3.790,85 (-1,02 Prozent) STI (Singapur): 2.855,77 (-1,72 Prozent) (31.10.2011/ac/n/m)