Tokio (aktiencheck.de AG) - Der DAXglobal Asia der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, kann sich von seinen deutlichen Vortagesverlusten erholen und schießt vor dem Hintergrund positiver Vorgaben von der Wall Street und gestützt auf die Hoffnung auf eine Lösung für die europäische Schuldenkrise derzeit um 4,54 Prozent auf 281,33 Stellen nach oben.
Die chinesischen Aktienmärkte zeigten heute vor dem Hintergrund der positiven Vorgaben von der Wall Street und Hoffnungen auf Fortschritte im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise eine starke Performance. Der Shanghai Composite legte um 0,91 Prozent auf 2.415,05 Zähler zu. Noch wesentlich besser lief es in Hongkong, wo der Hang Seng um 4,15 Prozent auf 18.130,55 Punkte nach oben rauschte. Im Höhenflug befanden sich dabei die Aktien von Lenovo (Lenovo Group), die um 11,2 Prozent nach oben schossen. Der Computerkonzern verlautbarte, dass man eine Vereinbarung zur Bildung eines Joint Venture mit Compal Electronics geschlossen hat. Die Joint Venture-Firma wird ein neues Produktionszentrum im chinesischen Hefei bauen und betreiben. Auf diese Weise will Lenovo seine Produktionskapazität ausbauen, um das schnelle Wachstum aufrecht erhalten zu können. Die beiden Unternehmen werden zunächst 100 Mio. US-Dollar investieren. In den kommenden 18 Monaten sollen weitere 200 Mio. US-Dollar folgen. Lenovo wird einen Geschäftsanteil von 51 Prozent halten, während auf Compal 49 Prozent entfallen werden. Schlechter als der Gesamtmarkt entwickelten sich unterdessen die Papiere des Mischkonzerns Hutchinson, die sich nur um 3,6 Prozent verteuerten. Relativ schlecht verbunden waren zudem die Aktionäre des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile. So verbesserte sich ihr Titel um 2,7 Prozent und entwickelte sich damit schlechter als der Gesamtmarkt. Gleiches galt auch für HSBC, die um 3,6 Prozent vorrückten. Die anderen wichtigen Banktitel verzeichneten allerdings überproportionale Zugewinne. So legten CCB, ICBC und Bank of China zwischen 5,9 und 9,1 Prozent zu.
Die Hoffnungen auf Fortschritte im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise und gute Vorgaben von der Wall Street haben auch die japanischen Indizes im Dienstaghandel angetrieben. Der Leitindex Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) konnte im Handelsverlauf seine Zugewinne noch ausbauen und ging schließlich mit einem Aufschlag von 2,82 Prozent auf 8.609,95 Zähler auf Tageshoch aus dem Handel. Ähnlich gut lief es für den breiter gefassten Topix, der sich am Ende um 2,70 Prozent auf 748,55 Stellen verbesserte. Unter den Einzelwerten standen dabei insbesondere auch Banktitel im Blick. So rückten beispielsweise Mitsubishi UFJ Financial um 4,3 Prozent vor, während es für Nomura Holdings um 2,5 Prozent nach oben ging. Sumitomo Mitsui Financial legten um 3,4 Prozent zu.
Das Verbrauchervertrauen in Südkorea hat sich im September 2011 nach Angaben der Bank of Korea stabilisiert. So verharrte der Index für die Verbraucherstimmung bei 99 Zählern, nach zuvor schon 99 Zählern im August. Damit wurde die Marke von 100 Punkten erneut leicht verfehlt. Unterdessen wird sich das Geschäftsklima in Südkorea im Oktober 2011 voraussichtlich verbessern. Dies teilte die Federation of Korean Industries heute mit. So erhöhte sich der Index für die Unternehmensstimmung auf 101,4 Zähler, nach zuvor 96,3 Zählern im September.
In Topform befindet sich derzeit der indische Leitindex SENSEX , der momentan um 2,95 Prozent auf 16.524,03 Punkte zulegt und sich damit deutlich von seinen Vortagesverlusten erholt. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich dabei die Papiere des Immobilienkonzerns DLF mit einem Aufschlag von 8,5 Prozent wieder. Unterdessen notiert mit dem Pharmazieunternehmen Cipla lediglich ein Wert knapp in der Verlustzone.
Nikkei 225 (Japan): 8.609,95 (+2,82 Prozent) TOPIX (Japan): 748,55 (+2,70 Prozent) Hang Seng (China): 18.130,55 (+4,15 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.415,05 (+0,91 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 1.735,71 (+5,02 Prozent) SENSEX (Indien): 16.524,03 (+2,95 Prozent) JSX (Indonesien): 3.473,94 (+4,76 Prozent) STI (Singapur): 2.725,91 (+2,70 Prozent) (27.09.2011/ac/n/m)