Tokio (aktiencheck.de AG) - Die größten Börsen in Asien haben am Freitag trotz positiver US-Vorgaben unterschiedliche Richtungen eingeschlagen. Auch in Tokio waren sich die Anleger uneins. Während der Nikkei-Index um 0,23 Prozent auf 14.219,48 Punkte abbröckelte, verfestigte sich der marktbreitere TOPIX um 0,22 Prozent auf 1.395,87 Zähler.
Stahltitel standen erneut weit oben auf der Einkaufliste der Anleger. Unter anderem gewannen Nippon Steel 2,3 Prozent, Sumitomo Metal 4,5 Prozent und Kobe Steel 2,5 Prozent. Die Aktie des Energiekonzerns INPEX verfestigte sich ebenfalls deutlich und schloss mit 1,5 Prozent im Plus. Anteilsscheine der Handelsgesellschaft Mitsubishi Corp. kletterten um 3,4 Prozent.
Papiere der Großbank Mizuho Financial gewannen 2,2 Prozent. Wie der Konzern gestern nachbörslich mitteilte, ist sein Gewinn im abgelaufenen Fiskaljahr im Zusammenhang mit der US-Kreditmarktkrise um rund 50 Prozent eingebrochen. Für das laufende Fiskaljahr stellt der Konzern allerdings einen deutlichen Nettogewinnanstieg in Aussicht. Gleichzeitig wurde ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Anteilsscheine der beiden Mitbewerber Mitsubishi UFJ Financial und Sumitomo Mitsui Financial stiegen um 0,9 bzw. um 1,4 Prozent.
Im Technologiesektor gaben NEC 2,4 Prozent ab. Laut einer Meldung vom Vortag konnte der Elektronikkonzern im abgelaufenen Fiskaljahr ein deutliches Ergebnisplus einfahren. Belastet von Gewinnmitnahmen gaben außerdem Sony 2,1 Prozent ab.
Japan:
Nikkei 225: 14.219,48 (-0,23 Prozent)
TOPIX: 1.395,87 (+0,22 Prozent)
China:
Hang Seng: 25.618,86 (+0,41 Prozent)
Shanghai Composite: 3.624,23 (-0,36 Prozent)
Thailand:
SET-Index: 870,33 (+1,72 Prozent)
Südkorea:
Seoul Composite KOSPI: 1.888,88 (+0,17 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die Sumitomo Mitsui Financial Group Inc. (SMFG) , die drittgrößte Bankgesellschaft in Japan, veröffentlichte heute nach Börsenschluss die Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr. Trotz der US-Kreditmarktkrise verbesserte sich der Nettogewinn des Konzerns um 4,6 Prozent. Der Umsatz erhöhte sich daneben um 18,5 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr stellt SMFG einen leichten Nettogewinnanstieg in Aussicht.
Die All Nippon Airways Co. Ltd. (ISIN JP3429800000/ WKN 861920), die zweitgrößte Fluggesellschaft in Japan, hat auf den anhaltenden Anstieg der Rohöl- und Kerosinpreise mit einer Erhöhung der Treibstoffzuschläge reagiert. Wie der Konzern am Freitag erklärte, wird der Treibstoffaufschlag für internationale Flüge ab dem 1. Juli um bis zu 43 Prozent angehoben. Die neuen Zuschläge gelten vorläufig bis zum 30. September. (16.05.2008/ac/n/m)