Tokio (aktiencheck.de AG) - Nach schwachen Vorgaben von der Wall Street notierten die wichtigsten asiatischen Aktienbörsen zum Start in die neue Handelswoche mehrheitlich im Minus. Der DAXglobal Asia , der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, legt aber aktuell um 0,23 Prozent auf 278,96 Punkte zu.
Unterschiedliche Vorzeichen wurden am ersten Handelstag der neuen Woche aus China gemeldet. Schlecht lief es beim Shanghai Composite, der um 0,73 Prozent auf 2.515,86 Punkte nachgab. Gleichzeitig konnte in Hongkong der Hang Seng von einem starken Schlussspurt profitieren und rückte um 0,45 Prozent auf 19.486,87 Zähler vor. Im Fokus der Investoren standen dabei heute diverse Quartalsberichte. CCB (China Construction Bank) konnte im ersten Halbjahr mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Wie bereits am Sonntag mitgeteilt wurde, lag der Vorsteuergewinn des Kreditinstituts in den ersten sechs Monaten des laufenden Fiskaljahres mit 120,8 Mrd. Chinesischen Yuan (CNY) über dem Vorjahreswert von 92,19 Mrd. CNY. Unter dem Strich verbesserte sich der Nettogewinn auf 92,95 Mrd. CNY, nach zuvor 70,78 Mrd. CNY. Die Aktie der zweitgrößten Geschäftsbank Chinas verschlechterte sich um 1,3 Prozent. Daneben gaben ICBC um 1,2 Prozent nach, während es für HSBC und Bank of China um 2 bzw. 0,7 Prozent nach oben ging.
Der Solartechnikkonzern Yingli Green Energy Holding veröffentlichte am Freitag seine Ergebnisse zum zweiten Quartal 2011 und konnte dabei die Analystenerwartungen schlagen. Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 62,9 Prozent auf 680,6 Mio. US-Dollar. Der operative Gewinn wurde auf 81,4 Mio. US-Dollar beziffert, was einer operativen Marge von 12,0 Prozent entspricht. Der Nettogewinn belief sich auf 58,1 Mio. US-Dollar bzw. 36 Cents je Aktie, nach 32,1 Mio. US-Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor mit einem Umsatz von 616,0 Mio. US-Dollar und einem EPS von 28 Cents gerechnet. Wie des Weiteren ebenfalls bereits am Freitag bekannt gegeben wurde, konnte der Computerkonzern Lenovo Group seinen Umsatz und Gewinn im ersten Fiskalquartal 2011/12 deutlich steigern. Der Umsatz wurde um 15 Prozent auf 5,92 Mrd. US-Dollar verbessert. Der Betriebsgewinn stieg von zuvor 81 Mio. US-Dollar auf nun 123 Mio. US-Dollar. Der den Aktionären zuzurechnende Gewinn wurde mit 108 Mio. US-Dollar bzw. 1,08 US-Dollar je verwässerter Aktie nach 55 Mio. US-Dollar bzw. 0,57 US-Dollar je verwässerter Aktie nahezu verdoppelt. Der Titel rückte heute um 3,9 Prozent vor. Positiv hervorstechen konnte heute auch die Aktie des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile, die sich um 2,9 Prozent verteuerte. Royal Dutch Shell (Royal Dutch Shell Grou a) hat gemeinsam mit dem chinesischen Ölmulti PetroChina eine Übernahmeofferte für die australische Bow Energy vorgelegt. Dabei haben Royal Dutch Shell und PetroChina über das Joint Venture Arrow Energy Holdings Pty. Ltd, dem australischen Erdgasexplorer und -Produzenten ein Übernahmeangebot in Höhe von 1,48 Australische Dollar je Aktie von Bow Energy unterbreitet. Die Papiere von PetroChina rückten heute um 2,2 Prozent vor.
Im Zuge anhaltender Sorgen vor einer möglichen weltweiten konjunkturellen Abschwächung tendierten die wichtigsten japanischen Aktienmärkte am Montag mit roten Vorzeichen. Der Leitindex Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) verschlechterte sich am Ende um 1,04 Prozent auf 8.628,13 Stellen. Im Handelsverlauf pendelte der Index dabei lange um seinen Freitagsschlusskurs, bevor man sich im späten Handel dann doch für die Verlustzone entschied. Noch ein wenig schlechter erging es daneben dem breiter gefassten Topix, der schließlich um 1,18 Prozent auf 742,84 Zähler nachgab. Vor dem Hintergrund des starken Yen standen heute Automobiltitel wieder auf dem Verkaufszettel der Investoren. So ging es für Toyota um 2,5 Prozent nach unten. Honda fuhren mit einem Abschlag von 2,5 Prozent ebenfalls hinterher, während Nissan sogar um 4,1 Prozent einbrachen.
Auf Erholungskurs befinden sich schließlich heute die Märkte in Indien, wo der Leitindex SENSEX derzeit um 1,24 Prozent auf 16.341,70 Punkte zulegt. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich dabei die Aktien des Baukonzerns Jaiprakash Associates mit einem Aufschlag von 5,4 Prozent wieder. Die rote Laterne geht unterdessen an den Immobilienkonzern DLF mit einem Wertverlust von 2,3 Prozent.
Nikkei 225 (Japan): 8.628,13 (-1,04 Prozent) TOPIX (Japan): 742,84 (-1,18 Prozent) Hang Seng (China): 19.486,87 (+0,45 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.515,86 (-0,73 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 1.710,70 (-1,96 Prozent) SENSEX (Indien): 16.341,70 (+1,24 Prozent) JSX (Indonesien): 3.839,62 (-0,08 Prozent) STI (Singapur): 2.731,81 (-0,07 Prozent) (22.08.2011/ac/n/m)