Tokio (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte notierten am Donnerstag vor dem Hintergrund der anhaltenden Sorgen um Griechenland mehrheitlich in der Verlustzone. Der DAXglobal Asia, (ISIN DE000A0LLPW4/ WKN A0LLPW) der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, verschlechtert sich aktuell um 1,17 Prozent auf 301,91 Punkte.
An den japanischen Aktienmärkten wurde heute allerdings wegen des Feiertags "Tag der Kultur" nicht gehandelt. Am Mittwoch verabschiedete sich der Leitindex Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) mit einem Abschlag von 2,21 Prozent auf 8.640,42 Stellen auf Tagestief aus dem Handel. Kaum besser erging es dem breiter gefassten Topix, der einen Wertverlust von 2,11 Prozent auf 738,58 Punkte auswies.
In China wurde heute aber gehandelt. Dabei tendierten die wichtigsten Indizes uneinheitlich. Der Shanghai Composite verbesserte sich am Ende um 0,16 Prozent auf 2.508,09 Punkte. Dabei stützten weiterhin die Hoffnungen auf eine baldige Lockerung der chinesischen Geldpolitik. In Hongkong überwogen indes die Sorgen im Zusammenhang mit Griechenland. Für den Hang Seng ging es daher am Ende deutlich um 2,49 Prozent auf 19.242,50 Zähler nach unten. Im Blickfeld der Investoren standen dabei auch Versicherungswerte, die vor dem Hintergrund von Hoffnungen auf steigende Investitionsrenditen zulegen konnten. So verteuerten sich Ping An um 0,8 Prozent, während es für China Life sogar um 3,9 Prozent nach oben ging. Einen guten Tag erwischten zudem die Anteilsscheine von Lenovo. Sie legten um 3,2 Prozent zu, nachdem der Computerkonzern gestern mit seinen nachbörslich gemeldeten Zahlen die Erwartungen schlagen konnte. Die Papiere des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile gaben in etwa proportional zum Gesamtmarkt um 2,4 Prozent nach, während es für die Titel des Internetunternehmens Tencent um 2,5 Prozent nach unten ging. Die Aktien des Börsenbetreibers HKEX gaben überproportional um 3,5 Prozent nach. Schließlich gingen auch die wichtigsten Banktitel einheitlich mit Wertverlusten aus dem Handel. So waren bei HSBC, CCB, ICBC und Bank of China Abschläge zwischen 1,5 und 2,9 Prozent auszumachen.
In Südkorea brachen die Aktien von LG Electronics um 13,7 Prozent ein. Der weltweit drittgrößte Mobiltelefonhersteller plant eine Kapitalerhöhung. So ist die Ausgabe 19 Millionen neuer Aktien mit einem Volumen von 1,06 Bio. Koreanische Won (KRW) (938 Mio. US-Dollar) vorgesehen. Diese Mittel sollen für Investitionen in den Bereich Smartphone und andere Kernbereiche eingesetzt werden.
Der indische Leitindex SENSEX hielt sich im heutigen Handelverlauf die meiste Zeit in der Verlustzone auf. Im späten Handel stieß der Index dann aber doch noch in die Gewinnzone vor. Aktuell steht hier ein Zugewinn von 0,10 Prozent auf 17.481,93 Punkte zu Buche. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich dabei die Anteilsscheine des Herstellers von Gas- und Dampfturbinen BHEL mit einem Aufschlag von 4,2 Prozent wieder. Gleichzeitig wird die Verliererliste von den Aktien des Konsumgüterherstellers Hindustan Unilever mit einem Wertverlust von 2,1 Prozent angeführt.
Die thailändische Industrieproduktion ist im September 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde zurückgegangen. Im Vorjahresvergleich schrumpfte der Output im Land des Lächelns um 0,5 Prozent, wogegen er im August um 6,8 Prozent gestiegen war. Im Vergleich zum Vormonat zog die Industrieproduktion um 2,2 Prozent an, nach einem Plus von 3,8 Prozent im August.
Nikkei 225 (Japan): 8.640,42 TOPIX (Japan): 738,58 Hang Seng (China): 19.242,50 (-2,49 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.508,09 (+0,16 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 1.869,96 (-1,48 Prozent) SENSEX (Indien): 17.481,93 (+0,10 Prozent) JSX (Indonesien): 3.705,81 (-1,52 Prozent) STI (Singapur): 2.810,04 (-0,87 Prozent) (03.11.2011/ac/n/m)