Tokio (aktiencheck.de AG) - Nach durchwachsenen Vorgaben aus den USA tendieren die wichtigsten asiatischen Börsen heute mehrheitlich im Minus. DAXglobal Asia, (ISIN DE000A0LLPW4/ WKN A0LLPW) der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, verbessert sich aktuell um 0,02 Prozent auf 332,45 Zähler.
Wenig verändert zeigten sich heute die Märkte in Japan. Auf der einen Seite stützte der etwas leichtere Yen. Auf der anderen Seite hielten sich die Investoren allerdings im Vorfeld des heutigen EU-Krisengipfels mit Neuengagements zurück. Der Nikkei-Index notierte im Handelsverlauf die meiste Zeit in der Verlustzone. Am Ende wurde aber dann doch der Sprung in die Gewinnzone geschafft. So stand schließlich ein Aufschlag von 0,04 Prozent auf 10.010,39 Stellen zu Buche. Damit konnte die Marke von 10.000 Punkten letztlich doch wieder verteidigt werden. Für den breiter gefassten Topix ging es am Ende aber knapp um 0,06 Prozent auf 860,11 Zähler nach unten. Die gesamtwirtschaftliche Aktivität in Japan hat sich im Mai 2011 nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie erhöht. Im Vormonatsvergleich kletterte der All-Industry-Index um 2,0 Prozent, während für April 2011 ein Zuwachs um 1,4 Prozent ausgewiesen worden war. Gegenüber dem Vorjahresmonat schrumpfte der Index um 1,5 Prozent, nach einem Rückgang um 4,2 Prozent im April. Ferner hat die Handelsbilanz Japans im Juni 2011 nach Angaben des Finanzministeriums mit einem Überschuss geschlossen. So belief sich der Aktivsaldo auf 70,7 Mrd. Japanische Yen (JPY). Im Vormonat war hingegen ein Defizit von revidiert 855,8 (vorläufig: 853,7) Mrd. JPY ausgewiesen worden. Hierbei verringerten sich die Exporte binnen Jahresfrist um 1,6 Prozent auf 5,78 Bio. JPY, wogegen die Importe um 9,8 Prozent auf 5,71 Bio. JPY anzogen.
Auf der Unternehmensseite standen heute unter anderem All Nippon Airways mit einem Zugewinn von 0,4 Prozent im Blick. Die nach Umsatz zweitgrößte Fluggesellschaft in Japan und die Billigfluggesellschaft AirAsia wollen einem Pressebericht zufolge ein Joint Venture zur Gründung einer Billigfluglinie in Japan eingehen. Wie es heißt, soll der Name der neuen Linie AirAsia Japan Co. lauten. Die neue Airline soll sowohl den lokalen Markt in Japan als auch die nordostasiatischen und die Flugziele in Südkorea und Taiwan bedienen. Den Angaben zufolge wird AirAsia 33 Prozent der Anteile mit Stimmrecht und 16 Prozent der stimmrechtslosen Anteile halten. Die verbleibenden 51 Prozent der Geschäftsanteile werden sich im Besitz von All Nippon Airways befinden. Mit dem Beginn des operativen Geschäftsbetriebs wird für August 2012 gerechnet. Daneben verbesserten sich Fast Retailing nach einem positiven Analystenkommentar um 2,8 Prozent.
Negativ entwickelten sich heute die Märkte in China, wenngleich die Minuszeichen deutlich unterschiedlich groß ausfielen. Dabei belasteten die Sorgen vor einer möglichen konjunkturellen Abkühlung in der zweiten Jahreshälfte. Der Shanghai Composite gab deutlich um 1,01 Prozent auf 2.765,89 Punkte nach. Wesentlich kleiner fielen die Verluste in Hongkong aus. Hier stand am Ende beim Hang Seng ein Verlust von 0,07 Prozent auf 21.987,29 Stellen zu Buche. Banktitel tendierten heute uneinheitlich. Während CCB und ICBC auf Vortagesniveau aus dem Handel gingen, rückten HSBC um 0,9 Prozent vor. Indes verschlechterten sich Bank of China um 0,9 Prozent, während es für ABC sogar um 2 Prozent nach unten ging. Die Aktie des Börsenbetreibers HKEX verteuerte sich leicht um 0,2 Prozent. Unter den Rohstoffwerten fielen CNOOC mit einem Verlust von 3,6 Prozent negativ ins Auge. Schließlich entwickelte sich die Aktie des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile mit einem Zugewinn von 2 Prozent wieder sehr gut.
Die Märkte in Indien tendieren im heutigen Donnerstaghandel schwächer. Der Leitindex SENSEX verliert derzeit 0,36 Prozent auf 18.436,19 Punkte. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich die Aktien des Motorradherstellers Hero Honda mit einem Aufschlag von 1,6 Prozent wieder, während sich die Investoren gleichzeitig vor allem von den Anteilsscheinen des Mobilfunkbetreibers Reliance Communications trennen, die am Indexende um 4,2 Prozent nachgeben.
Nikkei 225 (Japan): 10.010,39 (+0,04 Prozent) TOPIX (Japan): 860,11 (-0,06 Prozent) Hang Seng (China): 21.987,29 (-0,07 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.765,89 (-1,01 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 2.145,04 (-0,46 Prozent) SENSEX (Indien): 18.436,19 (-0,36 Prozent) STI (Singapur): 3.138,51 (+0,38 Prozent) (21.07.2011/ac/n/m)