Tokio (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte wiesen vor dem Hintergrund neu aufgekommener Sorgen um Griechenland am Dienstag mehrheitlich rote Vorzeichen aus. Der DAXglobal Asia, (ISIN DE000A0LLPW4/ WKN A0LLPW) der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, gibt aktuell um 0,06 Prozent auf 304,68 Punkte nach.
Keine eindeutige Tendenz war heute an den chinesischen Aktienmärkten auszumachen. Auf der einen Seite sorgte ein schwach ausgefallener Einkaufsmanagerindex für Enttäuschung, auf der anderen Seite stützten aber gleichzeitig konjunkturelle Gegenmaßnahmen der Regierung. In diesem Umfeld verzeichnete der Shanghai Composite am Ende einen kleinen Zugewinn von 0,07 Prozent auf 2.470,02 Zähler. In Hongkong gewannen allerdings die Verkäufer die Überhand und schickten den Hang Seng um 2,49 Prozent auf 19.369,96 Stellen nach unten. Einen sehr guten Tag erwischten die Anteilseigner des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile. So verteuerte sich ihr Titel gegen den insgesamt sehr schwachen Markttrend um 0,6 Prozent. Auf dem Verkaufszettel der Investoren fanden sich hingegen Versicherungswerte wieder. So gaben Ping An um 4,2 Prozent nach, während China Life 4 Prozent an Wert verloren. Schwer taten sich auch Rohstoffwerte. CNOOC verschlechterten sich z.B. um 3,9 Prozent, während bei China Shenhua am Ende ein Verlust von 2,9 Prozent zu Buche stand.
Neu aufgeflammte Sorgen im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise haben an den japanischen Aktienmärkten heute für rote Vorzeichen gesorgt. So stehen die Anleger der geplanten Volksabstimmung über das Euro-Hilfspaket in Griechenland skeptisch gegenüber. Der Leitindex Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) verschlechterte sich am Ende um 1,70 Prozent auf 8.835,52 Punkte. Moderater fiel das Minus unterdessen beim breiter gefassten Topix aus, der um 1,25 Prozent auf 754,50 Zähler nachgab. Bei den Einzelwerten standen auch heute diverse Quartalsberichte im Blickfeld der Investoren. Nomura Holdings verloren 3,3 Prozent an Wert. Das größte Brokerage-Unternehmen in Japan musste im zweiten Quartal einen Verlust ausweisen. Zurückzuführen war dies auf eine schwache Entwicklung im Investment Banking. Zudem wurde ein umfassender Kostensenkungsplan angekündigt. Der den Aktionären zurechenbare Nettoverlust lag bei 46,1 Mrd. Japanische Yen (JPY), nach einem Gewinn von 1,1 Mrd. JPY im Vorjahresquartal. Analysten hatten zuvor einen Verlust von 35 Mrd. JPY erwartet. Der Nettoumsatz erhöhte sich von 275,6 Mrd. auf 301,6 Mrd. JPY. Darüber hinaus plant der Konzern, die Kosten nun um insgesamt 1,2 Mrd. US-Dollar zu reduzieren. Darin sind 400 Mio. US-Dollar an Kostensenkungen enthalten, die im letzten Quartal angekündigt wurden.
Unterdessen hielt sich die Aktie des Technologiekonzerns Hitachi mit einem Abschlag von lediglich 0,2 Prozent deutlich besser als der Gesamtmarkt. Der Konzern musste im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang verbuchen, was auf einen starken Yen und eine schwache Entwicklung in seinen Kraftwerk-, IT- und Elektronikgeräte-Sparten zurückzuführen war. Indes wurde der Ausblick bestätigt. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn belief sich auf 48 Mrd. JPY, gegenüber einem Gewinn von 71,9 Mrd. JPY im Vorjahresquartal. Der Umsatz lag mit 2,42 Bio. JPY um 3 Prozent über Vorjahresniveau. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern weiterhin mit einem Nettogewinn von 200 Mrd. JPY, einem operativen Gewinn von 400 Mrd. JPY und einem Umsatz von 9,5 Bio. JPY. Toshiba verbesserten sich heute um 1,4 Prozent. Wie bereits gestern bekannt gegeben wurde, musste der zweitgrößte Elektronikkonzern und Chip-Hersteller in Japan im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. So schrumpften die Umsatzerlöse auf 1,59 Bio. JPY, nach 1,63 Bio. JPY im Vorjahresquartal. Ferner belief sich der Nettogewinn auf 22,2 Mrd. JPY, gegenüber einem Vorjahresgewinn von 27,3 Mrd. JPY. Beim operativen Ergebnis wurde jedoch ein Gewinn von 76,1 Mrd. JPY ausgewiesen, nach zuvor 71,0 Mrd. JPY. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern weiterhin mit einem Umsatz von 7,0 Bio. JPY und einem operativen Gewinn von 300 Mrd. JPY.
Unter Abgabedruck befinden sich heute auch die Märkte in Indien. Der Leitindex SENSEX verliert momentan 1,27 Prozent auf 17.480,83 Stellen an Wert. Die Gewinnerliste im SENSEX wird von den Anteilsscheinen des Konsumgüterherstellers Hindustan Unilever mit einem Zugewinn von 3,5 Prozent angeführt. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren finden sich derweil die Papiere der ICICI Bank mit einem Abschlag von 3,8 Prozent wieder.
Nikkei 225 (Japan): 8.835,52 (-1,70 Prozent) TOPIX (Japan): 754,50 (-1,25 Prozent) Hang Seng (China): 19.369,96 (-2,49 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.470,02 (+0,07 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 1.909,63 (+0,03 Prozent) SENSEX (Indien): 17.480,83 (-1,27 Prozent) JSX (Indonesien): 3.685,01 (-2,79 Prozent) STI (Singapur): 2.789,35 (-2,33 Prozent) (01.11.2011/ac/n/m)