Tokio (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte zeigten am Donnerstag trotz schwacher Vorgaben von der Wall Street mehrheitlich eine positive Tendenz. Der DAXglobal Asia , der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, gewinnt aktuell 0,26 Prozent auf 285,48 Punkte.
Nachdem gestern an den japanischen Aktienmärkten wegen des Feiertages "Tag der Danksagung für geleistete Arbeit" nicht gehandelt wurde, entschied man sich am Donnerstag für den Rückwärtsgang. Auf die Stimmung der Investoren drückte dabei die Angst vor einer Ausweitung der europäischen Schuldenkrise. Der Nikkei-Index ging mit einem Abschlag von 1,80 Prozent bei 8.165,18 Stellen und damit in der Nähe seines Tagestiefs aus dem Handel. Nur unwesentlich besser machte es der breiter gefasste Topix, der um 1,63 Prozent auf 706,08 Zähler nachgab. Suzuki Motor fuhren gegen den insgesamt negativen Trend um 0,9 Prozent vor. Der Automobil- und Motorradhersteller hat im Streit mit Volkswagen (Volkswagen vz) den Weg zum Schiedsgerichtshof der Internationalen Handelskammer (ICC) eingeschlagen. Wie es heißt, soll damit erreicht werden, dass der deutsche Autobauer den von ihm gehaltenen Suzuki-Anteil von rund 20 Prozent an den japanischen Konzern oder einen von diesem benannten Dritten verkauft. Die beiden Partner werfen sich gegenseitig die Verletzungen des im Dezember 2009 geschlossenen Kooperationsvertrages vor. Daneben ging es für Toyota um 0,5 Prozent nach unten, während Nissan mit einem Abschlag von 1,2 Prozent ebenfalls hinterherfuhren.
Angetrieben von Schnäppchenjägern schlossen die chinesischen Aktienmärkte indes heute mit moderaten Zugewinnen. Der Shanghai Composite verbesserte sich um 0,10 Prozent auf 2.397,55 Punkte. In Hongkong ging es daneben für den Hang Seng um 0,40 Prozent auf 17.935,10 Stellen nach oben. Relativ schlecht verbunden waren heute die Anteilseigner des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile. So verschlechterte sich ihr Titel um 0,1 Prozent. Gleichzeitig rückten China Unicom um 0,8 Prozent vor. Für die Aktien des Internetunternehmens Tencent ging es indes um 1,6 Prozent nach oben. Bei Hutchinson standen die Anleger mit einem Verlust von 0,6 Prozent mehrheitlich auf der Verkaufsseite. Banktitel befanden sich mehrheitlich auf dem Einkaufszettel der Investoren. Während HSBC auf Vortagesniveau aus dem Handel gingen, zogen CCB, ICBC und Bank of China zwischen 0,2 und 1 Prozent an. ABC rückten sogar um 2,6 Prozent vor.
Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung (Samsung Electronics) setzt Halbleiterlösungen für Powermanagement und Audio von Dialog Semiconductor in seine Android basierten Smartphones ein. So hat Dialog Semiconductor mit der Lieferung einer integrierten Powermanagement- und Low-Power-Audio-Lösung an Samsung begonnen. Erstmalig wird die System-in-Package (SIP) Lösung im TD-SCDMA Smartphone S-5368 eingesetzt, welches für den chinesischen Markt bestimmt ist und über den größten chinesischen Mobilfunkbetreiber, China Mobile (China Mobile (Hong Kong)), vertrieben wird. Samsung verbesserten sich heute um 0,9 Prozent.
Auf dem aufsteigenden Ast befindet sich heute der indische Leitindex SENSEX . Aktuell legt der Index um 1,01 Prozent auf 15.858,49 Punkte zu. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich dabei die Aktien des Automobilkonzerns Maruti Suzuki, die sich um 4 Prozent verteuern. Unterdessen trennen sich die Anleger vornehmlich von den Papieren von Hindalco Industries, die am Indexende um 1,3 Prozent nachgeben.
Nikkei 225 (Japan): 8.165,18 (-1,80 Prozent) TOPIX (Japan): 706,08 (-1,63 Prozent) Hang Seng (China): 17.935,10 (+0,40 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.397,55 (+0,10 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 1.795,06 (+0,67 Prozent) SENSEX (Indien): 15.858,49 (+1,01 Prozent) JSX (Indonesien): 3.696,03 (+0,24 Prozent) STI (Singapur): 2.677,15 (+0,02 Prozent) (24.11.2011/ac/n/m)