Tokio (aktiencheck.de AG) - Die asiatischen Börsen verzeichneten nach positiven Vorgaben von der Wall Street heute mehrheitlich grüne Vorzeichen. Für den DAXglobal Asia , der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, geht es momentan um 0,98 Prozent nach oben auf 338,03 Stellen.
Aus Japan wurden heute moderate Aufschläge gemeldet. Dabei muss allerdings konstatiert werden, dass sich die Anleger im Vorfeld der nachbörslich bekannt gegebenen Zahlen des Automobilkonzerns Toyota mit Neuengagements zurückhielten. Am Ende legte der Nikkei-Index 0,46 Prozent zu und ging bei einem Stand von 9.864,26 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix konnte gleichzeitig nur unterproportional um 0,14 Prozent auf 857,62 Punkte vorrücken. Der Index der Frühindikatoren in Japan ist im März 2011 zurückgegangen. Nach vorläufigen Berechnungen schrumpfte der Index auf 99,5 Punkte, während Volkswirte im Vorfeld einen Rückgang auf 99,8 Punkte prognostiziert hatten. Im Februar hatte der Index noch bei 104,2 Punkten gestanden. Toyota Motor rückten um 0,6 Prozent vor. Der Konzern konnte im abgelaufenen Fiskaljahr seine Umsatzerlöse auf Konzernebene im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozent auf 18,99 Bio. Japanische Yen (JPY) steigern. Der operative Gewinn belief sich gleichzeitig auf 468,2 Mrd. JPY, nachdem man hier im Vorjahr lediglich ein Plus von 147,5 Mrd. JPY verzeichnet hatte. Der Nettogewinn konnte schließlich von 209,4 Mrd. JPY im Vorjahr auf nunmehr 408,1 Mrd. JPY verbessert werden. Insgesamt erhöhte sich der Fahrzeugabsatz um 71.000 Einheiten auf 7,31 Millionen Einheiten. Für das laufende Fiskaljahr wurde keine Prognose abgegeben. Indes gelang dem Technologiekonzern Hitachi im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Rekordgewinn nach einem Vorjahresverlust. Dabei profitierte man neben einer robusten Elektroniknachfrage von Kostensenkungen und geringeren Währungsverlusten. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn belief sich auf 238,9 Mrd. JPY, gegenüber einem Verlust von 107 Mrd. JPY im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 3,9 Prozent auf 9,32 Bio. JPY. Für das laufende Geschäftsjahr gab der Konzern angesichts der Unsicherheiten nach der verheerenden Naturkatastrophe vom 11. März ebenfalls keinen Ausblick. Der Titel gab heute um 0,2 Prozent nach. TEPCO (Tokyo Electric Power), der größte Energieerzeuger Japans und der Betreiber des in Not geratenen Atomkraftwerks Fukushima, wird einem Pressebericht zufolge für das abgelaufene Geschäftsjahr einen drastischen Verlust ausweisen müssen. Dem Bericht zufolge dürfte sich der Nettoverlust des Konzerns im Geschäftsjahr zum 31. März 2011 auf mehr als 1 Bio. JPY (12,4 Mrd. US-Dollar) belaufen haben, was dem bisher höchsten Verlust eines nicht aus dem Finanzsektor stammenden japanischen Unternehmens entspräche. Hintergrund seien die Belastungen aus der Katastrophe in Fukushima als Folge des Erdbebens bzw. Tsunamis vom 11. März dieses Jahres. Die Aktie legte um 8,5 Prozent zu.
Kursverluste gab es heute in China. So verlor der Shanghai Composite am Ende 0,25 Prozent auf 2.883,42 Punkte. Nachdem in Hongkong gestern feiertagsbedingt nicht gehandelt wurde, verzeichnete der Hang Seng heute ein Minus von 0,19 Prozent auf 23.291,80 Zähler. Die chinesische Industrieproduktion ist im April 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde mit vermindertem Tempo gewachsen. So kletterte die industrielle Wertschöpfung gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,4 Prozent, nach einer Steigerung von 14,8 Prozent im Vormonat. Auf Monatssicht erhöhte sich die Industrieproduktion um 0,9 Prozent. Indes sind die chinesischen Verbraucherpreise im April 2011 erneut mit hohem Tempo angestiegen. Demnach kletterten die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,3 Prozent, nach 5,4 Prozent im Februar. Das Inflationsziel der Regierung von 4 Prozent wurde damit erneut deutlich überschritten. Auf Monatssicht zogen die Verbraucherpreise leicht um 0,1 Prozent an. Gleichzeitig verzeichnete der Anstieg der chinesischen Erzeugerpreise im April 2011 erneut einen kräftigen Zuwachs, der jedoch schwächer ausfiel als noch im Vormonat. So zogen die Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,8 Prozent an. Davor war das Preisniveau im März sogar um 7,3 Prozent gestiegen. Volkswirte hatte eine Preissteigerung um 7,0 Prozent erwartet. Des Weiteren hat sich der kräftige Anstieg beim chinesischen Einzelhandelsumsatz im April 2011 mit etwas vermindertem Tempo fortgesetzt. Demnach kletterten die Umsatzerlöse der Einzelhändler gegenüber dem Vorjahresmonat um 17,1 Prozent. Volkswirte hatten eine Umsatzsteigerung von 17,6 Prozent prognostiziert, nach einem Plus von 17,4 Prozent im März. Auf Monatssicht erhöhte sich der Einzelhandelsumsatz um 1,4 Prozent. Uneinheitlich präsentierten sich heute Banktitel. Während Bank of China auf Vortageniveau aus dem Handel gingen, verbilligten sich ICBC und HSBC um 0,5 bzw. 1,4 Prozent. CCB konnten indes leicht um 0,1 Prozent vorrücken.
In Indien sind heute moderate Zugewinne zu verzeichnen. So rückt der Leitindex SENSEX momentan um 0,39 Prozent auf 18.584,96 Punkte vor. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich derzeit die Papiere des Motorradherstellers Hero Honda mit einem Aufschlag von 3,3 Prozent wieder, während die rote Laterne von den Aktien des Kraftwerksbetreibers NTPC gehalten wird, die sich um 1,9 Prozent verbilligen.
Nikkei 225 (Japan): 9.864,26 (+0,46 Prozent) TOPIX (Japan): 857,62 (+0,14 Prozent) Hang Seng (China): 23.291,80 (-0,19 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.883,42 (-0,25 Prozent) SET-Index (Thailand): 1.101,50 (+1,47 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 2.166,63 (+1,28 Prozent) SENSEX (Indien): 18.584,96 (+0,39 Prozent) TAIEX (Taiwan): 9.020,40 (-0,03 Prozent) JSX (Indonesien): 3.838,14 (+0,99 Prozent) FBM EMAS (Malaysia): 10.576,00 (+0,87 Prozent) STI (Singapur): 3.177,18 (+0,66 Prozent) PSEi (Philippinen): 4.335,04 (+0,74 Prozent) (11.05.2011/ac/n/m)